26. Februar 2013, 11:40 Uhr

Erster Raketenangriff auf Israel seit Waffenruhe

Nur drei Monate hielt der Waffenstillstand zwischen der Hamas im Gazastreifen und Israel an. Ein Raketenangriff auf den Süden Israels lässt den Konflikt erneut aufflammen.

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Israelische Sicherheitskräfte in der Stadt Ashkelon. Dort schlug eine Rakete ein, die vom Gazastreifen abgeschossen wurde. Die Rakete beschädigte eine Straße, verletzt wurde niemand.©

Erstmals seit Ende November haben militante Palästinenser wieder eine Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Das Geschoss habe offenes Gelände südlich der Stadt Aschkelon getroffen, sagte ein Militärsprecher in Tel Aviv. Es habe weder Verletzte, aber eine Straße wurde beschädigt.

Nach Berichten aus dem Gazastreifen hatten Palästinenser bereits in der Nacht zum Sonntag drei Raketen abgefeuert, die aber israelisches Gebiet nicht erreicht hatten. Der neue Angriff auf Israel sei mit dem Tod eines Palästinensers in israelischer Haft begründet worden. Bislang bekannte sich keine Gruppe zum Raketenabschuss.

Waffenruhe war nur von kurzer Dauer

Im vergangenen November waren bei achttätigen Kämpfen zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen mindestens 164 Palästinenser und sechs Israelis getötet worden. Auf palästinensischer Seite wurden mindestens 1225 Menschen verletzt, in Israel mehr als 100. Insgesamt wurden damals mehr als 1500 Raketen auf Israel abgefeuert; Israels Luftwaffe griff etwa 1500 Ziele im Gazastreifen an und zerstörte Waffen und wichtige Einrichtungen der Hamas. Die Kämpfe endeten mit einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe.

Zur Zeit sind die Beziehungen zwischen Israel und den Palästinensern wieder sehr angespannt. An der Beerdigung von Arafat Dscharadat, eines 30-jährigen Mitglieds des bewaffneten Arms der Fatah, in der Ortschaft Sair im Westjordanland nahmen am Montag tausende Menschen teil. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten wurden mehrere Palästinenser verletzt. Der Nahost-Koordinator der UNO, Robert Serry, forderte eine unabhängige Untersuchung von Dscharadats Tod.

ds/DPA/AFP
 
 
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