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23. Juli 2008, 09:31 Uhr

Obama will schnelle Lösungen

Als "exzellent" hat US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama sein Treffen mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas bezeichnet. Sollte er, Obama, US-Präsident werden, wolle keine Zeit verschwenden und sich der Lösung des Nahostkonflikts widmen. Obama ist derzeit auf Reise durch den Nahen Osten.

In Israel hat Obama auch die Gedenkstätte Jad Vaschem besucht© Paul J. Richards/AFP

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat der Palästinenserführung seine "konstruktive Partnerschaft" bei künftigen Friedensbemühungen zugesichert, sollte er die Wahl gewinnen. Obama sagte Journalisten nach einem Gespräch mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und dem amtierenden Ministerpräsidenten Salam Fajad in Ramallah, das Treffen sei "exzellent" verlaufen.

Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat sprach ebenfalls von einer "sehr wichtigen" Zusammenkunft. Abbas habe Obama über den Stand der Friedensverhandlungen mit Israel informiert. Er habe aber auch auf die Schwierigkeiten und Hindernisse verwiesen, die Israels Siedlungsaktivitäten, die Sperranlagen sowie die israelischen Militäraktivitäten darstellten. Obama habe Abbas versichert, er wolle "nicht eine einzige Minute verschwenden", weil Zeit bei Fortschritten in Nahost von entscheidender Bedeutung sei.

Zuvor hatte Obama bei einem Gespräch mit dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres seine "bleibende Verpflichtung gegenüber der Sicherheit Israels" betont. Bei einem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem schrieb er in das Gästebuch: "Zu einer Zeit der großen Gefahr und Verheißung, des Kriegs und der Zwietracht, sind wir gesegnet, dass wir eine so mächtige Erinnerung daran haben, welch große Fähigkeit der Mensch zum Bösen hat, aber auch dafür, sich von Tragödien zu erholen und unsere Welt neu zu erschaffen."

Nach seiner Ankunft am späten Dienstagabend hatte Obama die "historische und besondere Beziehung zwischen den USA und Israel" bekräftigt. Er wolle diese "nicht nur fortsetzen, sondern verstärken", sagte Obama. In Israel galt der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain bislang als aufgeschlossener für die Probleme des Landes.

Am Tag zuvor hatte Obama in Jordanien versprochen, sich im Falle seiner Wahl sofort für den Frieden im Nahen Osten zu engagieren. Zugleich warnte er aber davor, dass der Konflikt schnell gelöst werden könne.

Obamas Reise, mit der er sein außenpolitisches Profil schärfen will, hat ihn bereits nach Afghanistan und in den Irak geführt. Am Donnerstag wird er in Deutschland erwartet.

Reuters/DPA
 
 
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