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11. August 2010, 11:44 Uhr

Topmodel bleibt bei seiner Aussage

Hat sie vor dem Kriegsverbrecher-Tribunal gelogen oder die Wahrheit gesagt? Naomi Campbell wehrt sich gegen den Lügen-Vorwurf ihrer früheren Agentin und der Schauspielerin Mia Farrow.

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Der Streit um Charles Taylors Diamanten-Geschenk lässt die 40-jährige Naomi Campbell nicht los© AFP

Das britische Top-Model Naomi Campbell hat sich gegen Vorwürfe verteidigt, bei ihrer Aussage vor dem UN-Sondertribunal für Sierra Leone nicht die volle Wahrheit gesagt zu haben. In einem Statement ihres Managements heißt es: "Ich habe gar kein Motiv, nichts zu gewinnen."

Campbell soll nach einer Feier Nelson Mandelas im September 1997 von dem früheren liberianischen Diktator Charles Taylor Diamanten geschenkt bekommen haben. Als Zeugin beim Sondertribunal hatte sie unter Eid ausgesagt, es habe sich um einige "schmutzige Steinchen" gehandelt und sie habe nicht gewusst, dass sie von Taylor kamen.

Vorwürfe seien "lächerlich und schmerzlich"

Die Schauspielerin Mia Farrow und Campbells frühere Agentin Carole White hatten dagegen vor Gericht ausgesagt, Campbell habe ihnen gegenüber geprahlt, sie habe einen "riesigen Diamanten" von Charles Taylor bekommen. Afrikanischen Herrschern wird vorgeworfen, mit dem Erlös aus dem Verkauf von sogenannten Blutdiamanten brutale Kriege zu finanzieren. Taylor muss sich vor dem Tribunal unter anderem wegen Mordes und Rekrutierung von Kindersoldaten während des Bürgerkriegs in Sierra Leone verantworten.

Campbell teilte nun in ihrem Statement weiter mit, sie habe sich als schwarze Frau immer für die gute Sache eingesetzt, besonders wenn es um Afrika gehe. Das werde sie auch weiterhin tun. "Ich habe in meinen 25 Jahren als Model niemals einen Job von Firmen angenommen, die für die Apartheid in Südafrika waren", fügte sie hinzu.

In dem Statement Campbells hieß es weiter, das Model setze sich seit langer Zeit für wohltätige Zwecke in Afrika ein. Der nun gegen sie erhobene Vorwurf, ihr seien die Leiden der Menschen in Afrika gewissermaßen egal, sei "lächerlich und schmerzlich".

DPA
 
 
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