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Wegen des Streits um die Stationierung eines US-Raketenabwehrsystems in Osteuropa wird Moskau den kommenden NATO-Russland-Gipfel im Mai nach eigenen Angaben möglicherweise boykottieren.
Auf den Krieg in Georgien folgt die Eiszeit zwischen Nato und Russland. Bei ihrer Sondersitzung in Brüssel suchten die 26 Außenminister jedoch vergebens nach einem effektiven Vorgehen gegen Moskau. Nato-Experte Johannes Varwick warnt im Gespräch mit stern.de vor einer Eskalation des Konflikts.
Die Nato wird vorerst nicht mehr mit Russland im gemeinsamen Nato-Russland-Rat zusammenarbeiten - zumindest so lange, bis Moskau seine Truppen vollständig aus Georgien abgezogen hat. Unterdessen haben die Russen mit dem Abzug begonnen: Eine erste Kolonne hat die Stadt Gori verlassen.
Die Staats- und Regierungschefs der Nato haben in Chicago versucht, das Bündnis neu auszurichten. Und sie haben Afghanistan auch nach dem Abzug der Kampftruppen 2014 Unterstützung versprochen.
Die NATO und Russland haben bei ihren Beratungen über einen Raketenschild in Europa erneut keinen Fortschritt erzielt.
Erstmals seit dem Georgien-Konflikt vor zwei Jahren sind die NATO und Russland zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen.
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat bei Russland um die Teilnahme an der geplanten Raketenabwehr geworben.
Beim Besuch von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) in Moskau hat sein russischer Kollege Sergej Lawrow vor dem NATO-Russland-Gipfel in Lissabon zusätzliche Informationen zur geplanten Raketenabwehr in Europa erbeten.
Das Verhältnis zwischen dem Kreml und der Nato steht vor einem neuen Belastungstest: Der russische Außenminister Lawrow will nicht mehr an einer geplanten Sitzung des Nato-Russland-Rates teilnehmen. Grund ist ein Militärmanöver im Krisenherd Georgien.
Nach monatelanger Eiszeit will die Nato die formellen Beziehungen zu Russland wiederaufnehmen. Allerdings sei das Bündnis mit der Politik Moskaus in einigen Punkten nicht einverstanden, so Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer. Die Beziehungen waren auf Eis gelegt worden, nachdem Russland im August 2008 in Georgien einmarschiert war.
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