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10. Dezember 2009, 10:35 Uhr

Finanzhilfen für Entwicklungsländer

Beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel wollen die 27 Mitgliedsländer ihre Strategie für die Endphase der Weltklimakonferenz im dänischen Kopenhagen abstecken. Im Folgenden ein Überblick:

Beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel wollen die 27 Mitgliedsländer ihre Strategie für die Endphase der Weltklimakonferenz im dänischen Kopenhagen abstecken. Im Folgenden ein Überblick:

Weniger Treibhausgase

Die EU-Staaten wollen ihren Ausstoß klimaschädlicher Gase bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 verringern. Einen Abbau um 30 Prozent bietet die EU an, wenn sich Industrieländer wie die USA in Kopenhagen zu "vergleichbaren Emissionsminderungen" verpflichten und sich die Entwicklungsländer "angemessen" beteiligen. Umweltschützer halten sogar 40 Prozent Minderung für nötig. Die europäische Industrie warnt dagegen bei einer Überschreitung des 20-Prozent-Ziels vor einem Schaden für die Wettbewerbsfähigkeit.

Langfristiges Ziel

Die Europäer unterstützen das langfristige Ziel, den weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren. Damit soll der Anstieg der Erderwärmung auf zwei Grad begrenzt werden.

Finanzhilfen für Entwicklungsländer

Der EU-Gipfel will erstmals konkrete Klimaschutz-Hilfen für arme Länder beschließen. In dem Entwurf der Gipfel-Schlussfolgerungen heißt es, die Mitgliedsländer wollten sich mit "mindestens [X] Milliarden Euro für die Jahre 2010 bis 2012" beteiligen. Die Summe für diese sogenannte Anschubfinanzierung soll laut EU-Mitarbeitern in der Größenordnung von zwei Milliarden Euro jährlich liegen. Die Grünen im Europaparlament fordern drei Milliarden.

Langfristige Hilfen für Entwicklungsländer

Bei längerfristigen Hilfen für die Entwicklungsländer legt sich die EU weiter nicht fest. Auf ihrem Oktobergipfel hatte sie einen weltweiten Finanzbedarf von bis zu 100 Milliarden Euro jährlich bis 2020 festgestellt. Das Europaparlament fordert einen EU-Beitrag von "nicht weniger als 30 Milliarden Euro" jährlich bis 2020. Die Grünen halten sogar 35 Milliarden Euro für nötig.

Erfolgschancen in Kopenhagen

Die EU-Staaten gehen nicht von bindenden Beschlüssen in Kopenhagen aus. Ein rechtsverbindliches Abkommen solle "vorzugsweise innerhalb von sechs Monaten nach der Kopenhagener Konferenz" geschlossen werden, heißt es in den vorläufigen Gipfel-Schlussfolgerungen.

AFP
 
 
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