. .
News am 08.11.2009
RSS Mobil Wetter stern.de Blogs Hefte
17. November 2008, 22:11 Uhr
Schriftgröße: A A A

Obama will Republikaner einbinden

Die Zeichen stehen auf Versöhnung: Barack Obama will die Gräben zuschütten, die sein Vorgänger hinterlassen hat, und auch Republikaner in sein Kabinett berufen. Bei einem ersten Treffen mit Wahlverlierer John McCain lotete der künftige US-Präsident bereits eine mögliche Zusammenarbeit aus. Obama äußerte sich auch zum Thema Hillary Clinton.

Obama, McCain, Präsident, Kabinett, Republikaner, Regierung

Wollen eine "neue Ära der Reform" beginnen: John McCain (l.) und Barack Obama© John Gress/Reuters

Der designierte US-Präsident Barack Obama und sein unterlegener Rivale John McCain haben am Montag in ihrem ersten Treffen seit der Wahl über Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit gesprochen. Auf die Frage, ob er mit der Regierung Obamas kooperieren wolle, sagte McCain: "Offensichtlich." Obama hatte vor dem Treffen erklärt, er wolle mit McCain "ein gutes Gespräch darüber führen, wie wir das Land wieder in Ordnung bringen können".

Nach ihrer Diskussion ließen die einstigen Kontrahenten im Rennen um das Weiße Haus eine gemeinsame Erklärung verbreiten. Darin hieß es, in der derzeitigen Situation erwarteten die Amerikaner von ihren Führern, dass sie über Parteigrenzen hinweg zusammenkommen "und die schlechten Angewohnheiten Washingtons ändern, damit wir die gemeinsamen dringenden Probleme unserer Zeit lösen". Es gelte, nun eine "neue Ära der Reform" zu beginnen, das öffentliche Vertrauen in die Regierung wiederherzustellen und "Wohlstand und Chancen für jeden hart arbeitenden Amerikaner zurückzubringen". Man wolle zusammenarbeiten, um Herausforderungen wie die Finanzkrise die Schaffung einer neuen Energiewirtschaft und den Schutz der Sicherheit der Nation zu gewährleisten.

Beide versprachen, staatliche Geldverschwendung zu unterbinden und die Spannungen zwischen Demokraten und Republikanern zu überwinden.

Obama hatte zuvor bereits angekündigt, auch Republikaner in sein Kabinett zu berufen. Die Frage, ob es auch republikanische Minister geben werde, bejahte der künftige Präsident in einem Fernseh-Interview. Er sagte aber nicht, wie viele Posten er an Republikaner vergeben wolle. Namen sollten "bald" bekannt gemacht werden, versprach Obama. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass McCain ein Angebot erhalten oder einem Ruf in die Regierung folgen werde.

Zugleich machte Obama deutlich, dass er als Präsident auf die Unterstützung und den Rat von Ex-First-Lady Hillary Clinton nicht verzichten wolle. Zu den Spekulationen, dass Clinton seine Außenministerin werden könnte, wollte er sich nicht äußern. Sein erstes Zeil sei es, das Team für die nationale Sicherheit auszuwählen. Die Zeit der Machtübergabe sei eine Phase, in der die Gefahr terroristischer Anschläge steige.

Clintons Nominierung immer wahrscheinlicher

Wie die "New York Times" am Montag berichtete, hielten es viele Demokraten im Clinton- und im Obama-Lager für "wahrscheinlich", dass die Senatorin aus New York ein Angebot zur Übernahme des Außenamts erhalte. Obama-Berater hätten bereits begonnen, finanzielle und politische Aktivitäten von Ex-Präsident Bill Clinton zu untersuchen. Es werde geprüft, ob die Kontakte Clintons etwa zu Regierungen, aber auch zu Pharmakonzernen "eine Ernennung seiner Ehefrau gefährden könnten". Im demokratischen Vorwahlkampf war es zu schweren Spannungen vor allem zwischen Bill Clinton und Obama gekommen.

Die Spannung um die Besetzung des Spitzenjobs im State Department hält bereits seit Freitag an, nachdem bekannt wurde, dass Obama mit Clinton ein Gespräch führte. Allerdings sind auch der Gouverneur des Bundesstaates New Mexico, Bill Richardson, sowie der frühere Präsidentschaftskandidat John Kerry im Gespräch. Bereits vor Monaten hatte es Spekulationen gegeben, dass Hillary Clinton Vizepräsidentin werden könnte; Obama hatte sich dann aber für Joe Biden entschieden.

joe/AP/DPA/Reuters
KOMMENTARE (3 von 3)
 
gmathol (18.11.2008, 22:51 Uhr)
@Vincent_Vega
Lieber Ami-Freund geniessen Sie die Armut! Ami-Bashing? Wohl eher Faschismus Bashing.
Informieren Sie sich doch mal richtig! Danke an die Stern-Redaktion.
Gisella (18.11.2008, 11:46 Uhr)
Vincent
der Beitrag von gmathol ist ja nicht mehr lesbar. Aber-wir werden unser blaues Wunder erleben. Die Forderungen an uns und an die Verbündeten werden uns erschrecken. Und falls du die neue Aussage noch nicht gehört hast-Amerika wird es ohne Germany schaffen-aber Germany nicht ohne Amerika-sagt doch eigentlich alles aus. Ich oder wir haben da 20Jahre lang gelebt, gearbeitet und kennen die Mentalität der Amerikaner. Was wir geschafft haben , sehen wir doch- faule Bankpakete gekauft-und Deutschland, das im Aufschwung war-ist nun im Abschwung-. Wir machen immer mit-egal , was die uns unterjubeln.
Vincent_Vega (18.11.2008, 09:12 Uhr)
@gmathol
Oh, die "Deutschen werden ihr blaues Wunder erleben", ein Untergangsprophet!
Wie sieht das blaue Wunder denn aus?
Dieses dauernde USA-Bashing geht auf die Nerven, abgesehen davon dass es bezgl. Obama losgeht, bevor er überhaupt im Amt ist. Dafür haben Sie sich anscheinend im Kaffeesatzlesen geübt und -arghh- gestern abend dran verbrüht. Kein Wunder: Kaffee zu heiß, kann alles nur schiefgehen.
Trolle nerven!!!
MEHR ZUM ARTIKEL
US-Kabinett Obama trifft Hillary Clinton

Der künftige US-Präsident Barack Obama erwägt, seine frühere Rivalin Hillary Clinton als Außenministerin in die Regierung zu holen. Am Freitag sprach er in Chicago allerdings auch mit Bill Richardson, dem Gouverneur von New Mexico. mehr...

Barack Obama Rezession vermeiden, Verschuldung egal

Die Bekämpfung der Rezession hat für den neuen US-Präsidenten Barack Obama oberste Priorität. Verschuldung und Staatshaushalt sollen dagegen in den kommenden zwei Jahren zunächst eine untergeordnete Rolle spielen, sagte Obama in seinem ersten TV-Interview nach der Wahl. mehr...

Geschützt vom Secret Service Barack Obamas neues Leben

Das Leben des künftigen US-Präsidenten Barack Obama hat sich binnen weniger Tage rasant verändert. Langsam aber sicher senkt sich eine gläserne Schutzglocke über den Alltag des demnächst mächtigsten Mannes der Welt. Das merkt vor allem seine Familie - und auch Obamas Friseur in Chicago. mehr...

 
 
 
Aktuelle Extras
 
Adobe Flash Player

 
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Günther Jauch
sternTV - Information und Unterhaltung mit Günther Jauch

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...