. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
8. September 2007, 09:47 Uhr

"Ich lade euch ein, den Islam anzunehmen"

Kurz vor dem sechsten Jahrestag der Anschläge vom 11. September hat sich Al-Kaida-Chef Osama bin Laden mit einer Videobotschaft zu Wort gemeldet. In der 30-minütigen Aufzeichung rief Bin Laden die US-Amerikaner dazu auf, zum Islam überzutreten, wenn sie den Krieg im Irak beenden wollten.

Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden machte in dem neuen Video keine direkten Terrordrohungen© AFP

Die Botschaft ist offenbar jüngeren Datums. Bin Laden verwies darin etwa auf den Wahlsieg des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy im Mai, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Immobilienkrise in den USA und die wachsende Sorge über den Klimawandel. Es handelt sich um die ersten Bildaufnahmen von Bin Laden seit fast drei Jahren. Mit einer Audiobotschaft hatte er sich zuletzt im Juli 2006 zu Wort gemeldet.

Bin Laden: Die Alternative zu den USA ist der Islam

Dem Wortlaut des Videos zufolge, das zuerst auf der Website des US-Fernsehsenders ABC veröffentlicht wurde, machte der Al-Kaida-Führer keine direkten Terrordrohungen und rief nicht zu neuen Anschlägen auf. Bin Laden erklärte, die Alternative zum demokratischen System in den USA sei der Islam. US-Präsident George W. Bush unterstütze im Irak die Schiiten gegen die Sunniten. Dort sei die Lage außer Kontrolle geraten und Bush werde nur "Misserfolge ernten".

Er wirft der US-Bevölkerung vor, große Fehler begangen zu haben. Zu den größten gehöre, "nicht jene bestraft zu haben, die diesen Krieg begonnen haben, sogar auch nicht den gewalttätigsten der Mörder, (Exverteidigungsminister) Donald Rumsfeld...). Es gebe zwei Möglichkeiten, den Krieg zu beenden, heißt es weiter. "Eine liegt auf unserer Seite, und sie liegt darin, die Kämpfe gegen euch und das Töten zu eskalieren....Die zweite Lösung liegt bei euch...Ich lade euch ein, den Islam anzunehmen."

Bush nach Videobotschaft noch entschlossener

US-Präsident George W. Bush hat nach dem neuen Tonband von Osama bin Laden seine Entschlossenheit im Kampf gegen das Terrornetzwerk El Kaida betont. "Das Tonband ermahnt uns, dass wir in einer gefährlichen Welt leben und dass wir zusammenarbeiten müssen, um uns zu schützen", sagte Bush am Rande des APEC-Gipfels in Sydney. Zuvor hatten amerikanische Geheimdienstexperten die neueste Videobotschaft Bin Ladens zum Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 analysiert und die Stimme des Terrorchefs für authentisch erklärt.

Die Tatsache, dass der Irak auf dem Tonband erwähnt werde, zeige, dass der Irak Teil des "Krieges gegen die Extremisten" sei, sagte Bush. "Wenn El Kaida sich die Mühe macht, den Irak zu erwähnen, dann deshalb, weil sie im Irak etwas erreichen wollen, nämlich uns rauszuschmeißen. (...) Wir müssen unsere Entschlossenheit demonstrieren und El Kaida Zufluchtsorte verwehren", sagte Bush.

Die USA waren noch vor der Veröffentlichung der Botschaft Bin Ladens durch Al Kaida an das Video gelangt, von dem der arabische Sender Al Dschasira kurze Auszüge ausstrahlte. US-Geheimdienstexperten werteten die Aufzeichung auf ihre Echtheit hin aus. Zudem überprüften sie Hinweise auf den Gesundheitszustands Bin Ladens. Der Analyst Thomas Sanderson vom Zentrum für strategische und internationale Studien erklärte, der Al-Kaida-Führer wisse von der geringen Zustimmungsrate für Bush in den USA und vom wachsenden Bewusstsein über den Klimawandel. "Er versucht, aus dem Nutzen zu ziehen, was er als Verlagerung der amerikanischen Politik zurück in die Mitte betrachtet."

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
habibati (14.09.2009, 10:09 Uhr)
Bin Laden
ist seit Jahren tot. Das sagt selbst ein ehemaliger CIA- Agent.
Nur werden die Amis das nicht zugeben, weil sie Argumente zur Besetzung der öl- und erdgasfördernden Länder brauchen.
Was sie auch nie zugeben und offen sagen ist das die Beteiligung Bin Ladens an 9/11 eine Behauptung ohne Beweise ist. Sagt das FBI selbst und daher gibt es auch keinen Haftbefehl deswegen für ihn.
comrade.julius (09.09.2007, 20:30 Uhr)
Unbequeme Wahrheit
Ich glaube man sollte nicht so schnell mit den Verurteilungen über den Islam sein, wenn man sein gesamtes Wissen über dieses Thema aus pro-amerikanisch Quellen schöpft. Schließlich ist der Islam, wenn man ihn mit Christentum und Judentum vergleicht, die toleranteste dieser drei Religionen. Dass einige Hassprediger einzelne Suren des Korans aus dem Zusammenhang reißen, um so Menschen aufzuwiegeln, steht völlig außer Frage. Doch damit das möglich ist, bedarf es noch einer weiteren grundlegenden Voraussetzung. Wenn man die ganze Sache nüchtern betrachtet, ist ein beträchtlicher Teil der Gründe des Konflikts auf Israel zurückzuführen. Ich weiß, dass ich dafür von vielen Menschen in die rechte Ecke gestellt werde. Aber wenn es den Staat Israel nicht in seiner derzeitigen Form im Nahen Osten nicht gäbe, gäbe es auch keinen Krieg, keine Zerstörung, weniger soziale Missstände und somit wahrscheinlich auch ein größeres Maß an Bildung für die Massen. Den Hasspredigern wäre somit jeglicher Wind aus den Segeln genommen worden, denn kein Moslem würde auch nur an Krieg denken, wenn er in seinem Leben eine reale Perspektive sehen würde. Doch weil die Juden im Zuge eines religiösen Fanatismus das Heilige Land als ihr Eigen betrachten, wird es zwischen Mittelmeer und Jordan keinen Frieden geben. Durch die Unterstützung Israels durch die USA, und unsere pro-amerikanischen Politik und Lebensweise kommt der Terror schließlich auch nach Deutschland. Wohlgemerkt jedoch erst seit Fr. Merkel Präsident Bush in den A**** kriecht, denn unter Schröder, der sich nach dem Afghanistan-Debakel von weiteren Feldzügen im Namen der Freiheit distanzierte, blieb Deutschland verschont.
Solange imperialistische, amerikanische Präsidenten ihre Aufmerksamkeit weiterhin auf Öl und nicht auf das Leid der Bevölkerung richten, wird es auf dieser Welt immer Nährboden für Leute geben, die den Islam durch Hasspredigten in den Schmutz ziehen. Manchmal ist es eben doch sinnvoll die Ursachen und nicht nur die Symptome eines Übels zu bekämpfen.
Punito (08.09.2007, 15:26 Uhr)
Osama Bin Laden

hat blutige Hände .
Ist ein Verbrecher , wird weiterhi gejagt werden .
Wird vermutlich gefaßt werden .
Wird zum Tode verurteilt werden .
Doch damit ist der Kopf der Hydra noch lange nicht abgeschlagen .
Es fließt zu viel Blut im Orient .
Der als Religionskrieg getarnte
Machtkampf der Islamisten gegen den Rest der Welt hat wenig mit Religion
zu tun .
Es geht um wirtschaftliche Interessen
und die Sicherung von Rohstoffen
in den Kriegsgebieten des Orients .
Osama , hat genug "Kleingeld" um
sich unsichtbar zu machen , und somit
kann er noch ein wenig länger seine
Verarschungsstrategie gegen die
Amerikaner und deren Verbündete anwenden .
Aber er kennt nicht das Sprichwort :
VIELE JÄGER SIND DES HASEN TOD !
Dav32 (08.09.2007, 12:24 Uhr)
man muss sich fragen...
... warum diese Religion immer wieder Mörder entstehen lässt...
mramorak (08.09.2007, 12:23 Uhr)
Schon lange bekannt
Dass ben Ladens höchstes Ziel die Bekehrung des Restes der Welt ist, hat er ja schon seit vielen Jahren gesagt. Nur hat ihn niemand ernst genommen, von Clinton bis Schröder. Selbst heute scheint unsere Regierung mehr Angst vor den moralisch, geistig und intellektuell Bankrotten Kommentatoren zu haben, als vor der Wirklichkeit. Ich danke Gott, dass der Amerikanische Präsident noch standhaft ist.
Silbador (08.09.2007, 12:12 Uhr)
Ist bzw. war ja bei den Christen nicht anders
Bei den Christen hat es Jahrhunderte gedauert bis die Botschaft der Bibel in eine für das Volk lesbare Sprache übersetzt wurde. Ob sie dadaurch verständlich wurde, ist wieder eine andere Frage. Ähnlich wird es auch bei den Moslem sein: Passagen des Koran werden ausgenutzt um mehr oder weniger schlichte Gemüter zu Aggressoren zu programmieren.
Es ist halt leider eine Tatsache, dass fast alle Terroristen der Gegenwart dem Islam zugehören. Dies spricht halt nicht eben für diese Religion, die erst einmal im 21. Jahrhundert ankommen muß.
Daß viele Aggressionen den Handlungen der USA gelten, ist eine anderer Punkt. Was sich die USA hier seit langem herausnehmen und die Bereiche souveräner Staaten eingreifen ist nicht zu akzeptieren. Die USA setzen sich über verbriefte Völkerrechte hinweg, wenn sie ihre Interessen verfolgen. Daß dies einen gerechtfertigten Zorn hervorruft, kann ich absolut nachvollziehen, deshalb Unschuldige Menschen zu töten allerdings nicht.
che1975 (08.09.2007, 11:54 Uhr)
@TheWurst
Leider ist es so, dass der größte Teil der Moslems nicht gebildet sind! Selbst die wenigen, die hier Studieren, werden von Ihren ungebildeten Familien so unter Druck gesetzt das Sie sich Kulturell im Abseits befinden.
Die Friedlichen Moslems würde man auch nie als Moslem erkennen.
Maxi456 (08.09.2007, 11:36 Uhr)
koennt ihr Englisch?
http://www.foxnews.com/projects/pdf/bin_laden_transcript.pdf
er redet davon die Leute zu bestrafen die den VIETNAM Krieg angefangen haben
TheWurst (08.09.2007, 11:28 Uhr)
Tja...
die meisten mögen ja friedlich sein, aber wo sind die? Sieht man mal Massenkundgebungen von friedlichen Moslems gegen Gewalt im Namen ihrer ach so tollen Religion? Ich seh nur Bombenleger und Schwachköpfe die irgendwelche Fahnen verbrennen, was soll man sich da für ein Bild von dieser Religion bilden?
che1975 (08.09.2007, 11:27 Uhr)
Die Juden, Christen und die Moslems.....
stehen sich im nichts nach! Alle Radikalen in diesen Glaubensgemeinschaften kann man in einen sack stecken, und hau druff, man trifft immer den Richtigen.
Es ist noch gar nicht so lange her, da hat ein Geistlicher aus Texas seine Mitmenschen dazu aufgefordert, einen anderen Menschen zu töten. Also was soll das! Vor nicht gar all zu langer Zeit wurden Panzer und Soldaten mitten in Europa von Priestern geweiht, damit Sie von "Gott" beschützt werden. Der Papst im Vatikan hat zugesehen, wie Menschen in Deutschland Vergaßt wurden.
Und ich Wette, wenn man ein paar von den Konservativen Priestern ganz Privat spricht, wird der eine oder andere sein wahres Gesicht zeigen. Und immer is es der BÖSE Osama! Auch hierfür gehören immer zwei. Mich würde es nicht wundern wenn Osama regelmäßig im Weißen Haus sitzt, Er geht und kommt natürlich durch den boten Eingang.
Genau wie sich BND Beamte mit den Taliban in der Schweiz treffen. Also Bitte.
Bisher war es so, dass die Täter auf dieser Welt, die wirkliches Unrecht begangen haben Blond waren mit Blauen Augen.
MEHR ZUM ARTIKEL
Videobotschaft Bin Laden will sich melden

Kurz vor dem sechsten Jahrestag der Terroranschläge des 11. September 2001 will sich Al-Kaida-Chef Osama bin Laden offenbar per Videobotschaft zu Wort melden. Das berichtete eine von Islamisten betriebene Internetseite. mehr...

Al-Kaida-Vize "Trefft den Westen, wo er lange blutet"

Vom Stellvertreter Osama bin Ladens, Aiman al Sawahiri, ist eine neue Videobotschaft aufgetaucht. Darin droht er allen Ländern mit Anschlägen, in denen die Mohammed-Karikaturen veröffentlicht wurden. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe