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Ringen um Fortschritte bei Atom-Gesprächen mit Iran

Neun Monate liegen die letzten Verhandlungen der UN-Vetomächte im Atomstreit mit dem Iran zurück. Jetzt präsentieren beide Seiten neue Vorschläge. Doch reicht das für einen Durchbruch?

  Bisher beharrt der Iran um Präsident Mahmud Ahmadineschad auf seinem Recht zur zivilen Nutzung der Atomenergie und der Aufhebung aller Sanktionen

Bisher beharrt der Iran um Präsident Mahmud Ahmadineschad auf seinem Recht zur zivilen Nutzung der Atomenergie und der Aufhebung aller Sanktionen

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland wollen mit einem neuen Vorschlag wieder Bewegung in den festgefahrenen Atomstreit mit dem Iran bringen. Das Angebot sieht nach iranischen Medienberichten Lockerungen der Sanktionen im Gold- und Ölhandel sowie im Bankensektor vor, falls der Iran Entgegenkommen zeigt. Nach einer neun Monate langen Pause setzten Vertreter der 5+1-Gruppe und der Führung in Teheran am Dienstag in Almaty, der größten Stadt in Kasachstan, ihre Gespräche fort. Weil die Differenzen erheblich sind, zeichnet sich kein rascher Durchbruch ab.

"Wir sind mit einem überarbeiteten Angebot hierhergekommen", teilte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton mit. Details nannte sie zunächst nicht. "Der Vorschlag berücksichtigt sowohl internationale Zweifel am friedlichen Charakter des iranischen Nuklearprogramms als auch iranische Ideen", erläuterte Ashtons Sprecher Michael Mann. Auch Teheran wollte einen neuen Lösungsvorschlag vorlegen, wie die Nachrichtenagentur dpa aus der iranischen Delegation erfuhr. "Wir sind nicht mit leeren Händen gekommen", hieß es.

Ashton fordert Reduzierung der Urananreicherung

Der Westen verdächtigt das islamische Land, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten. Das von Ashton angeführte Verhandlungsteam besteht bisher darauf, dass der Iran die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent einstellt und das bereits angereicherte Uran in einem Drittland lagert. Außerdem soll die neue Anreicherungsanlage in Fordo geschlossen werden. Der Iran hingegen beharrt auf seinem Recht zur zivilen Nutzung der Atomenergie und der Aufhebung aller Sanktionen.

Die Differenzen sind nach wie vor erheblich. Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich im Gespräch mit der Bonner Zeitung "General-Anzeiger" dennoch optimistisch. Eine Einigung sei "nötig, denn eine nukleare Bewaffnung des Iran wäre nicht nur eine Gefahr für die Staaten in der Region und ganz besonders Israels, sondern auch für die Sicherheitsarchitektur der Welt". Die USA forderten vom Iran eine "strategische Entscheidung".

"Wir hoffen, dass sich Teheran flexibel zeigt und dies ein Schritt vorwärts sein wird", sagte Ahstons Sprecher, Mann. "Der Iran muss verstehen, dass er auf einen schnellen Erfolg der Verhandlungen angewiesen ist." Niemand erwarte aber konkrete Vereinbarungen bei den Gesprächen in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik.

fle/DPA/DPA
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