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2. Dezember 2011, 13:58 Uhr

Strauss-Kahn will nichts von Verschwörung wissen

Ein befreundeter Journalist hat ein Buch über die Hotelzimmeraffäre von Dominique Strauss-Kahn veröffentlicht. Doch obwohl die darin gesponnene Verschwörungstheorie den Ex-IWF-Chef entlastet, geht Strauss-Kahn auf Distanz und beklagt Ungenauigkeiten.

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Dominique Strauss-Kahn im Februar 2011: Der damalige IWF-Chef galt als Herausforderer von Sarkozy bei den kommenden Präsidentschaftswahlen© Mandel Ngan /AFP

Der über Vergewaltigungsvorwürfe gestürzte ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat sich von jüngsten Veröffentlichungen distanziert, wonach er einem Komplott zum Opfer gefallen ist. Viele Interpretationen oder Zeugenaussagen seien "ungenau", heißt es in einer Erklärung, die Strauss-Kahn am Donnerstagabend über seinen Anwalt verbreiten ließ. Er selbst werde sich nur gegenüber der Justiz äußern, sei es in Frankreich oder in den USA.

Der französische Publizist und Strauss-Kahn-Biograph Michel Taubmann erhob in einem am Donnerstag veröffentlichten Buch den Vorwurf, "DSK" sei eine Falle gestellt worden. Das Zimmermädchen des New Yorker Hotels Sofitel, das Strauss-Kahn versuchte Vergewaltigung vorwirft, beschrieb er als Schlüsselfigur eines möglichen Komplotts. Die Frau habe dem früheren Hoffnungsträger der französischen Sozialisten womöglich das Handy gestohlen und ihn durch aufreizende Blicke zum Sex verführt.

Strauss-Kahn kommt in dem Buch auch selbst zu Wort und gibt zu, ein sehr freizügiges Sex-Leben geführt zu haben. Den sexuellen Kontakt zu dem Zimmermädchen nannte er "einvernehmlich, aber dumm". Strauss-Kahn war am 14. Mai in New York festgenommen worden, die strafrechtlichen Ermittlungen wurden später wegen mangelnder Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens eingestellt. Der Franzose muss sich in den USA aber noch zivilrechtlich verantworten. Wegen der Affäre musste Strauss-Kahn seinen Posten als IWF-Chef abgeben.

seh/AFP
 
 
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