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16. Mai 2008, 13:47 Uhr

Bin Laden droht Israel

Terroristenführer Osama bin Laden hat sich mit einer Tonbandbotschaft zu Wort gemeldet. Darin erklärt der Al-Kaida-Chef den Kampf gegen Israel und dessen westlichen Verbündeten zum wichtigsten Ziel. Die Botschaft wurde im Internet veröffentlicht und verfügt über eine schlechte Qualität.

Osama bin Laden hat sich im Internet zu Wort gemeldet© Intel Center/AFP

Terroristenanführer Osama bin Laden hat zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels den Kampf gegen den jüdischen Staat und seine westlichen Verbündeten zum wichtigsten Ziel von al Kaida erklärt. In einer in Islamistenforen im Internet veröffentlichten Tonbandbotschaft "an die Völker des Westens" heißt es, die israelische Besatzung in Palästina sei "mittelalterlich, genauso wie die Ausbeutung der Reichtümer des Iraks durch die USA". Die meisten Menschen im Westen hätten durch die tendenziöse Berichterstattung ihrer Medien falsche Vorstellungen von Israel, die er nun ausräumen wolle.

Die Stimme auf dem Band, das keine gute Tonqualität hat, ähnelt der Stimme des Terroristenanführers auf früheren Aufnahmen, die von Geheimdienstexperten als authentisch eingestuft worden waren. Die Botschaft wurde wahrscheinlich erst vor einigen Tagen aufgenommen, denn Bin Laden nimmt darin Bezug auf die Besuche westlicher Politiker in Israel, das diese Woche den 60. Jahrestag seiner Staatsgründung feiert.

"Wir werden mit Gottes Hilfe den Kampf gegen Israel und seine Verbündeten fortsetzen, (...) wir werden keine Scholle des Landes Palästina aufgeben", heißt es auf dem Bin Laden zugeschrieben Tonband, und "der Heilige Krieg um Palästina ist eine religiöse Pflicht".

Der El-Kaida-Chef kritisiert in seiner Botschaft nicht nur die westlichen Staaten, sondern auch den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak, den er mit den Herrschern der Pharaonenzeit vergleicht. Er wirft ihm vor, Israel bei seinen Blockade-Maßnahmen gegen die Palästinenser in dem von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen zu helfen, indem er den Grenzübergang zu Ägypten geschlossen hält.

Außerdem erinnert Bin Laden, der in dieser knapp zehnminütigen Tonband-Botschaft kaum Bezug auf andere aktuelle Konflikte der Region nimmt, daran, wie militante Zionisten 1948 palästinensische Dörfer überfallen und Zivilisten getötet hatten. Zum jüngsten Ausbruch von Gewalt im Libanon nimmt Bin Laden nicht Stellung, allerdings nennt er die Aufstockung der UN-Schutztruppe Unifil im Südlibanon nach dem Krieg zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah im Sommer 2006 als Beweis für die pro-israelische Politik des Westens.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Oluja (16.05.2008, 20:42 Uhr)
seehr komisch
das es seit 2001 von bin laden kein einziges von unabhängiger quelle auf echtheit bestätigtes video gibt und die sich rein zufällig damit deckt das sowohl geheimdienste wie auch benazir bhuto kurz vor ihrer ermordung im interview sagte bin laden sei tot.
die frage nun, woher kommen diese "botschaften"?, dritklassige CIA studios? LOL
Reality (16.05.2008, 17:01 Uhr)
Ist schon obligatorisch diese Meldung..
nur glauben kann man die Echtheit eigentlich nicht mehr.
Wenn es zu oft zu bestimmten Terminen kommt wird es langsam so, daß man damit rechnen muß daß hier manipuliert wurde.
(Der 60. Jahrestag der Gründung Israels eignet sich natürlich hervorragend dafür)
Man erinnere sich nur an die letzte Botschaft an Ostern.
Da stellte sich dann heraus, daß diese von einem Institut das dem amerikanischen Geheimdienst nahe steht verbreitet wurde und wohl lanciert wurde.
Der MainStream Presse würde es gut zu Gesicht stehen wenn sie vor einer Veröffentlichung die Härte, die Glaubwürdigkeit, seriös überprüfen würde.
Doch da hat wohl keiner Interesse daran.
Es gibt ja genug dumme Leute die an diesen Unfug glauben.
HTTP://www.Hintergrund.de
(Einfach mal dort lesen!)
MisterBrezeldent (16.05.2008, 16:18 Uhr)
Bin Heiser.... ?
was dann was dann...? Is des jetz en Bruder vom Laden? Des is doch aach so e Grossfamilie, gell. Wann des de Busch im Waisen-Haus mitkrischt, dann gibts widder Ärscher. Des hat graad noch gefehlt, herrijeh.
Sukram71 (16.05.2008, 16:02 Uhr)
Botschaft verfügt über ...
"Die Botschaft wurde im Internet veröffentlicht und verfügt über eine schlechte Qualität."
--
Eine Botschaft "verfügt" nicht über eine schlechte Qualität, sondern eine Botschaft *hat* eine schlechte Qualität oder *ist* von schlechter Qualität. (!) :-)
wanderer60 (16.05.2008, 15:03 Uhr)
wieso ist das eigentlich so...
...dass bin Laden Israel am wenigstens angeht, dafür aber die bösen Verbündeten um so mehr?
Vielleicht weil er sieht, dass die "Verbündeten" viel leichter und vor allem gefahrloser mit psychologischer Kriegsführung zu beeindrucken sind?
Wenn er sich so richtig mit den Israelis anlegt, weiß er wohl, dass seine blutige Nase sein kleinstes Problem ist.
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