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+++ Ticker +++

Vermisster australischer Junge ist tot

Nach dem Anschlag von Barcelona plant die Stadt eine Demo gegen Terror und Extremismus. Ins Zentrum der Ermittlungen rückt ein Iman, dessen Verbleib aber unbekannt ist. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker.

Die Lage in im Überblick.

+++ 16.53 Uhr: Vermisster australischer Junge ist tot +++

Ein nach dem Terroranschlag in Barcelona vermisster australischer Junge ist tot. Die katalanischen Notfalldienste teilten mit, sie hätten den Siebenjährigen als eines der Opfer der Todesfahrt auf dem Boulevard "Las Ramblas" identifiziert. Die Mutter war bei dem Attentat schwer verletzt und von ihrem Kind getrennt worden. Der Vater war am Samstag nach Spanien gereist. Spanische Medien berichteten, die Polizei habe den Tod des Jungen nicht bestätigen wollen, bevor der Vater in Barcelona eingetroffen sei. Zuvor hatte die Zeitung "El Pais" unter Berufung auf die Polizei gemeldet, der Siebenjährige sei auf der Behördenliste jener Menschen, die bei der Attacke vom vergangenen Donnerstag verletzt worden seien.

+++ 14.10 Uhr: Polizei kann Identität von Terror-Fahrer nicht bestätigen +++

Die Ermittler in Spanien fahnden weiter nach dem Fahrer des Wagens, mit dem der Anschlag von Barcelona verübt wurde. Dies sagte Polizeichef Josep Lluis Trapero vor der Presse. Medienberichten zufolge gilt der 22-jährige Marokkaner Younes Abouyaaquoub als Hauptverdächtiger. Er könne bislang nicht bestätigen, dass Abouyaaqoub den Lieferwagen gesteuert hatte, der in der Flaniermeile Las Ramblas 13 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt hatte, sagte Trapero. "Wir wissen nicht wo der Fahrer ist", sagte er.

+++ 14.03 Uhr: Kataloniens Innenminister: Terrorzelle ist zerschlagen +++

Die für die Anschläge von Barcelona und Cambrils verantwortliche Terrorzelle ist nach Angaben des katalanischen Innenministers Joaquim Forn zerschlagen. Sie sei durch "die Festnahmen und die Tötung von Personen bei verschiedenen Aktionen" neutralisiert worden. Spaniens Innenminister Juan Ignacio Zoido hatte bereits am Samstag von einer Zerschlagung der zwölfköpfigen Gruppe berichtet, jedoch hatten Polizei und katalanische Regionalregierung da noch Zweifel an dieser Einschätzung geäußert. 

+++ 13.47 Uhr: Terror-Verdächtige werden am Dienstag in Madrid verhört +++

Die vier in Katalonien festgenommenen Terror-Verdächtigen sollen voraussichtlich am Dienstag dem zuständigen Ermittlungsrichter Fernando Andreu vorgeführt und verhört werden. Sie würden mit speziellen Polizeifahrzeugen von Barcelona aus zum nationalen Staatsgerichtshof in der Hauptstadt Madrid gebracht, berichtet die Zeitung "El País" unter Berufung auf die Ermittler. Bei den Verdächtigen handele es sich um drei Marokkaner sowie um einen Mann aus der spanischen Exklave Melilla.

+++ 13.47 Uhr: Erschossene Terrorverdächtige hatten Messerattacken geplant +++

Die fünf Männer, die in der Küstenstadt Cambrils von der Polizei erschossen worden waren, hätten wahrscheinlich Anschläge mit Messern geplant. Zunächst war unklar gewesen, ob die mit Attrappen von Sprengstoffgürteln ausgerüsteten Terroristen planten - wie in Barcelona Menschen zu überfahren oder sie auf andere Weise anzugreifen. 

+++ 12.58 Uhr: Terrorzelle hortete 120 Gasflaschen für Anschläge +++

Die Terrorzelle von Barcelona hat nach Angaben der mindestens 120 Gasflaschen für "einen oder mehrere Anschläge" in der katalanischen Hauptstadt gehortet. Die Gasflaschen hätten sich in einem Haus in Alcanar befunden, wo durch eine Explosion die ursprünglichen Anschlagspläne durchkreuzt worden seien, teilte die Polizei mit. Die Attentäter hatten daraufhin mit Fahrzeugen zwei Anschläge in Barcelona und Cambrils am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag verübt, bei denen insgesamt 14 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden waren.


+++ 12.54 Uhr: Mutmaßlicher Attentäter war im Dezember in der Schweiz +++

Bei den Ermittlungen zum Terroranschlag in Barcelona führt eine Spur auch in die Schweiz. Mindestens einer der Tatverdächtigen sei Ende 2016 in Zürich gewesen, berichtete die Schweizer Bundespolizei. "Das bedeutet nicht, dass der Mann kriminell auffällig oder illegal hier war", sagte Sprecherin Catherine Maret. Bislang lasse sich keine Verbindung zu den Anschlägen in Barcelona ableiten. Die Erkenntnis, dass er im Land war, könne sich beispielsweise aus registrierten Flugpassagierdaten ergeben, sagte die Sprecherin. Ob ein zweiter Verdächtiger ebenfalls in den vergangenen Monaten in der Schweiz war, werde noch abgeklärt. Schon nach dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt in am 19. Dezember mit elf Toten hatte eine Spur in die Schweiz geführt.

+++ 12.17 Uhr: Barcelona ruft zu Großdemonstration gegen Terrorismus auf +++

Die Bürger von Barcelona wollen am kommenden Samstag mit einer Großdemonstration gegen Terrorismus und extremistische Gewalt protestieren. Zu der Kundgebung haben Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau und der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont aufgerufen. Sie stehe unter dem Motto "No tinc por" - Katalanisch für: "Ich habe keine Angst." Der Satz war bereits kurz nach dem Attentat auf dem beliebten Boulevard Ramblas erstmals aufgetaucht. Er gilt seither als Symbol für den Widerstand der Bevölkerung und ihren Willen, sich vom Terror nicht einschüchtern zu lassen.

+++ 12.15 Uhr: Katalanische Polizei auf der Spur eines Verdächtigen +++

Die katalanische Polizei ist drei Tage nach der Terrorattacke von Barcelona offenbar einem Verdächtigen auf der Spur. "Wir sind sehr nah an einer Person dran, die mit beiden Attentaten in Verbindung steht", erklärten die Sicherheitskräfte auf . Welche Rolle der Verdächtige gespielt habe, könne noch nicht bestätigt werden. In einem anderen Polizei-Tweet hieß es, in der Stadt Girona nördlich von Barcelona befinde sich ein Polizeiaufgebot.

+++ 10.50 Uhr: Australischer Junge in Barcelona vermisst +++

Nach dem Terroranschlag in Barcelona gilt ein Junge aus Australien als vermisst. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP meldete, reiste der Vater des Siebenjährigen nach Spanien. Der Junge ist den Berichten zufolge bei dem Attentat vom Donnerstag von seiner Mutter getrennt worden. Mutter und Sohn hatten in Barcelona Urlaub gemacht. Die Frau wurde verletzt. Nach Angaben des Außenministeriums wurden vier Australier bei dem Anschlag verletzt.

+++ 4.46 Uhr: Spanische Terrorermittler haben Imam im Visier

Nach dem Terroranschlag von Barcelona konzentrieren sich die Ermittlungen Medienberichten zufolge auf einen Imam, bei dem es sich um den Kopf der verantwortlichen Terrorzelle handeln soll. Abdelbaki Es Satty predigte bis Juni in der Moschee der Ortschaft Ripoll und könnte für die Radikalisierung der Gruppe verantwortlich sein, wie eine Cousine des Hauptverdächtigen Younes Abouyaaqoub sagte. "Das glauben die meisten. Das waren normale Jungs. Erst als er kam, haben sie angefangen, sich mit Religion zu beschäftigen." Es Satty verbüßte eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels und soll Kontakte zu den Verantwortlichen der Zuganschläge 2004 in Madrid gehabt haben, wie die Zeitung "El País" berichtete. Ob der Geistliche überhaupt noch am Leben ist, ist aber unklar. Die Polizei entdeckte Medienberichten zufolge die sterblichen Überreste von drei Personen in den Trümmern des Hauses in Alcanar, wo sich eine Explosion ereignet hatte. Die Beamten vermuten, dass die Gruppe dort Sprengstoff lagerte und ein noch größeres Attentat als das in Barcelona vorbereitete. 

Samstag, 19. August

+++ 16.14 Uhr: 30 Franzosen in Spanien verletzt +++

Nach der Attacke in Barcelona und dem vereitelten Angriff in Cambrils hat die französische Regierung in einer neuen Bilanz 30 französische Verletzte bestätigt. 14 von ihnen wurden weiter in Krankenhäusern behandelt, darunter fünf Schwerverletzte, wie das französische Außenministerium in Paris mitteilte. Bisher war von 28 Verletzten die Rede gewesen.

+++ 15.58 Uhr: Gesuchtes Auto offenbar in Spanien gefunden +++

Nach der Terrorattacke in Barcelona ist ein gesuchter weißer Renault Kangoo in Spanien gefunden worden. Das berichteten der französische TV-Sender France 2 und der Nachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf eine Polizeiquelle. 

+++ 14.29 Uhr: Polizei und Regierung uneins über Zerschlagung von Terrorzelle +++

Nach dem Anschlag in Barcelona halten die katalanische Polizei und die Regionalregierung die Terrorzelle noch nicht für total zerschlagen. Damit widersprachen sie der Sicht der Regierung.

Er wolle die Aussage der Regierung weder dementieren noch bestätigen, sagte Albert Oliva, ein Sprecher der katalanischen Polizei. Die katalanische Polizei leite diese Ermittlungen, gemeinsam mit der spanischen Nationalpolizei und der Zivilgarde. "Wir werden informieren, wann wir die Zelle für als zerschlagen erachten", sagte Oliva.

Dem pflichtete auch der katalanische Innenminister Joaquim Forn bei. Es werde noch nach zwei oder drei Verdächtigen gefahndet, betonte er. Solange dies der Fall sei, könne man nicht von einer zerschlagenen Zelle sprechen.

+++ 13.15 Uhr: Innenminister - Terrorzelle von Barcelona zerschlagen +++

Nach dem Anschlag von Barcelona hält die spanische Regierung die Terrorzelle für zerschlagen. Dies sagte Innenminister Juan Ignacio Zoido.

+++ 12.55 Uhr: Spanien bleibt weiter bei zweithöchster Terrorwarnstufe 4 +++

Die spanische Regierung wird die Terrorwarnstufe für das Land nach dem Anschlag von Barcelona nicht erhöhen. Dies sagte Innenminister Juan Ignacio Zoido vor Journalisten.
In Spanien gilt bereits seit zwei Jahren die zweithöchste Terrorwarnstufe 4. Sie bedeutet, dass ein "erhebliches Risiko eines terroristischen Anschlags" besteht. Allerdings würden die Sicherheitsvorkehrungen ab sofort verschärft, so Zoido.

+++ 12.59 Uhr: IS reklamiert Angriffe für sich +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Angriffe in Spanien für sich reklamiert. Mehrere Glaubenskämpfer hätten sie in zwei Gruppen ausgeführt und "Kreuzfahrer" ins Visier genommen, teilte der IS in einer Erklärung online mit. Bisher war das IS-Bekenntnis nur von seinem Sprachrohr Amak verbreitet worden.

+++ 11.42 Uhr: Außenminister Gabriel: Spanien geht es so wie Deutschland +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den Doppelanschlag in Spanien mit mindestens 14 Todesopfern scharf verurteilt. "Wir wissen, dass die Terroristen versuchen, Angst und Schrecken in den Demokratien zu verbreiten", sagte Gabriel bei einem Solidaritätsbesuch in Barcelona. Nach seinen Angaben wird es trotz der Attentate keine Reisewarnungen für Spanien geben.

"Es gibt keine absolute Sicherheit gegenüber feigen Mördern", sagte der Außenminister. "Spanien geht es so wie Deutschland; Deutschland gilt auch als sicheres Land und trotzdem hatten wir im letzten Jahr am Weihnachtsmarkt dieses fürchterliche Attentat." Zuvor hatte er auf der Flaniermeile Las Ramblas ein Blumengebinde niedergelegt.

+++ 10.40 Uhr: Behörden fahnden offenbar nach neuem Hauptverdächtigen +++

Der Fahrer des Lieferwagens von Barcelona könnte möglicherweise noch am Leben und auf der Flucht sein, berichtet der Nachrichtensender BBC. Die spanischen Behörden fahnden offenbar nach einem Mann namens Younes Abouyaaqoub. Der Mann ist 22 Jahre alt und werde verdächtigt, eine Rolle bei dem Attentat von Barcelona gespielt zu haben, sagte ein Sprecher der katalanischen Polizei dem Nachrichtensender CNN.

Nach der Terrorattacke von Barcelona fahndet Spanien nach Younes Abouyaaqoub

Nach der Terrorattacke von Barcelona fahndet Spanien nach Younes Abouyaaqoub, 22.


Zudem bestätigte der Sprecher laut CNN-Bericht die Namen von drei der fünf mutmaßlichen Terroristen, die am Freitagmorgen in Cambrils erschossen worden waren. Einer von ihnen war Moussa Oukabir. Der 17-Jährige galt noch am Freitag als Hauptverdächtiger des Attentats von Barcelona, jetzt hat die Polizei Zweifel, dass er wirklich der Fahrer war. "Es ist eine Möglichkeit. Aber zu diesem Zeitpunkt (...) verliert sie an Gewicht", sagte der katalanische Polizeichef Josep Lluís Trapero in einem Fernsehinterview am Freitagabend. Es gebe derzeit keine "ausreichenden Beweise", dass Oukabir den Lieferwagen auf der Touristenmeile Las Ramblas in Passanten gesteuert habe.

Die Polizei geht derzeit von einem Netzwerk von zwölf Verdächtigen aus. Fünf von ihnen wurden in Cambrils getötet, vier wurden festgenommen. Drei weitere sind noch nicht gefunden. Einer oder zwei von ihnen könnten bei der Explosion in dem Wohnhaus in Alcanar am Mittwoch umgekommen sein. 

+++ 09.30 Uhr: Opfer stammen aus der ganzen Welt +++

Die 14 Toten und mehr als 100 Verletzten stammen aus der ganzen Welt. Den katalanischen Behörden zufolge kamen Menschen aus 34 Ländern zu Schaden. Zu den Todesopfern zählen laut aktuellem Stand zwei Männer und zwei Frauen aus Spanien, zwei Italiener, ein Amerikaner, ein Kanadier, ein belgischer Staatsbürger und eine Frau aus Portugal. Es handelt sich um die bisher offiziell identifizierten Toten.

+++ 8.35 Uhr: Trump sagt Spaniens Ministerpräsident Rajoy Unterstützung zu +++

US-Präsident Donald Trump Spanien hat seine Unterstützung ausgesprochen. Die Vereinigten Staaten würden Spanien bei den Ermittlungen beistehen und helfen, die Verdächtigen zur Rechenschaft zu ziehen, sagte Trump nach Angaben des Weißen Hauses in einem Gespräch mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy.

+++ 2.13 Uhr: Vater von zwei mutmaßlichen Attentätern "unter Schock" +++ 

Der Vater von zwei der mutmaßlichen Attentäter hat schockiert auf die Nachricht reagiert. Er habe von der Polizei erfahren, dass sein 17-jähriger Sohn Moussa nach dem Anschlag in Cambrils getötet worden sei, sagte Saïd Oukabir in seinem marokkanischen Heimatdorf Melouiya der Nachrichtenagentur AFP. Nun stehe er "unter Schock", sagte der Vater unter Tränen.

Über seinen 27-jährigen Sohn Driss, der mit drei weiteren Verdächtigen in der nordostspanischen Stadt Ripoll festgenommen wurde, sagte Saïd Oukabir, er hoffe, dass dieser sich als unschuldig erweise.

Nach Angaben des Vaters lebt die Mutter der beiden jungen Männer in Ripoll. Ihr habe die spanische Polizei die Nachricht von Moussas Tod überbracht. Saïd Oukabir lebt in Melouiya, einem Dorf in einer armen ländlichen Region im Atlas-Gebirge im Zentrum Marokkos. Verwandte, Nachbarn und Freunde versammelten sich am Freitag im Haus des Vaters, um ihn zu trösten.

+++ 1.35 Uhr: Polizei fahndet nach einem weißen Renault Kangoo +++

Im Zusammenhang mit den Anschlägen wird nach einem Fahrzeug gefahndet. Wie aus französischen Polizeikreisen verlautete, übermittelte ihr die spanische Polizei Angaben zu einem weißen Renault Kangoo. Der Hochdachkombi werde im Zusammenhang mit den Attentaten in Spanien gesucht. Er sei möglicherweise über die Grenze nach Frankreich gefahren.

+++ 00.13 Uhr: Kanadischer Staatsbürger unter den Opfern +++

Unter den Todesopfern des Anschlags von Barcelona ist nach Angaben der kanadischen Regierung auch ein Bürger des Landes. Vier weitere seien bei dem "feigen" Terrorangriff verletzt worden, teilte Ministerpräsident Justin Trudeau mit. Er sprach von einem sinnlosen Verlust von Menschenleben. 

Freitag, 18. August

+++ 22.17 Uhr: Gabriel: Kein Grund für Warnung vor Spanien-Reisen +++

Auch nach dem Terroranschlag in Barcelona hält Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) Spanien für ein sicheres Reiseland. "Wir sind ganz sicher, dass Spanien nach wie vor ein Reiseland ist, bei dem wir keinerlei Warnungen aussprechen müssen", sagte er bei einem Besuch in Barcelona. Er betonte aber auch: "Es gibt keine absolute Sicherheit."

+++ 21.41 Uhr: Zwei Deutsche ringen nach Terroranschlag mit dem Leben +++

Einen Tag nach dem Terroranschlag in Barcelona mit 13 Toten schweben zwei deutsche Verletzte in Lebensgefahr. Das teilte der Arzt eines Krankenhauses in Barcelona Bundesaußenminister Sigmar Gabriel bei dessen Besuch mit. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von einer lebensgefährlich verletzten Frau gesprochen. Eine Frau mittleren Alters erlitt den Angaben zufolge bei dem Anschlag mit einem Lieferwagen am Donnerstag auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas schwere Kopfverletzungen. Ihr Zustand wird als äußerst kritisch eingeschätzt. Zudem liegt eine lebensgefährlich verletzte Jugendliche auf der Intensivstation. Zwei weitere Deutsche haben Brüche erlitten und gelten ebenfalls als schwer verletzt. Insgesamt wurden 13 Deutsche bei dem Terroranschlag verletzt. Einige von ihnen konnten die Krankenhäuser mittlerweile wieder verlassen. 

+++ 20.29 Uhr: "Identitäre" in Barcelona nicht willkommen +++

Am Ort des Terroranschlags von Barcelona ist es am Freitag zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen rechten Demonstranten und Passanten gekommen. Die Demonstranten waren am Abend unweit der Einmündung des Rambla-Boulevards zur Plaça Catalunya aufgetaucht. Sie trugen Flaggen mit dem Symbol der Identitären Bewegung, mit Sankt-Georgs-Kreuzen sowie Transparente mit Aufschriften wie "Defend Europe" und "Stop Islamization of Europe". Eine Menschenmenge stellte sich ihnen entgegen und rief lautstark "Faschisten raus aus unseren Stadtvierteln!". Einige skandierten auch "No pasarán" ("Sie werden nicht duchkommen), den Slogan der Republikaner aus dem spanischen Bürgerkrieg (1936-1939). Andere hielten Regenbogenbanner hoch.

+++ 19.11 Uhr: Mallorca errichtet nach Attentat von Barcelona Betonbarrieren +++

Nach dem Attentat in Barcelona hat die Urlaubsinsel Mallorca die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt Palma verschärft. Arbeiter hätten Betonbarrieren in der Fußgängerzone des Zentrums installiert, speziell auf der Plaça de la Porta Pintada, zitiert das Blatt eine Mitteilung der Stadtverwaltung. Die Maßnahmen seien vom spanischen Innenministerium angeordnet worden. Auf der Plaça d'Espanya und in der Einkaufsstraße Sant Miquel wurden zudem schwere Blumenkübel so positioniert, dass kein größeres Fahrzeug auf die beliebte Flaniermeile fahren kann. Die Barrieren seien bereits bei großen Events wie dem Dreikönigsumzug oder Konzerten zum Einsatz gekommen, berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca". Die Sicherheitsmaßnahmen sollen demnach auch an der Playa de Palma verschärft werden, speziell an der Schinkenstraße, dem Hotspot des deutschen Party-Tourismus.

+++ 18.51 Uhr: Medien: Mutmaßlicher Attentäter von Barcelona in Cambrils getötet +++

Der mutmaßliche Haupttäter ist spanischen Medienberichten zufolge tot. Er sei unter den Terroristen gewesen, die in Cambrils erschossen worden seien, berichten die Zeitung "El País" und andere Medien am Abend unter Berufung auf Polizeikreise. Sie nannten aber nicht den Namen des Verdächtigen oder andere Einzelheiten.

Polizeichef hatte bereits einige Stunden zuvor angedeutet, dass der Fahrer des Tatfahrzeugs von Barcelona unter den mutmaßlichen Terroristen sein könnte, die Polizisten bei einem vereitelten Anschlag in Cambrils töteten. Die Ermittlungen gingen in diese Richtung, wurde Trapero zitiert. Die Sicherheitskräfte hatten zuvor mitgeteilt, sie fahndeten nach einem 17-jährigen mit dem Namen Moussa Oukabir als Haupttäter. Er soll seinem älteren Bruder dessen Pass gestohlen und damit den Transporter angemietet haben, mit dem Terroranschlag auf der Flaniermeile Las Ramblas verübt wurde.

+++ 18.20 Uhr: Attentäter von Cambrils hatten Axt und Messer im Auto +++

Die Attentäter von Cambrils haben nach Angaben der spanischen Polizei neben Attrappen von Sprengstoffgürteln auch eine Axt und mehrere Messer in ihrem Auto mitgeführt. In dem Küstenort rund 100 Kilometer südlich von Barcelona hatten Sicherheitskräfte in der Nacht zum Freitag fünf Terroristen getötet, die offenbar ebenfalls einen Anschlag verüben wollten. Bei ihrer Flucht überfuhren sie mehrere Passanten. Bevor die Männer erschossen wurden, hätten sie eine Person mit einem Messer im Gesicht verletzt, teilte die Polizei auf Twitter mit.

+++ 17.45 Uhr: Attentäter von Barcelona möglicherweise in Cambrils getötet +++

Der mutmaßliche Attentäter von Barcelona ist möglicherweise tot. Spanische Medien zitierten Polizeichef Josep Lluís Trapero mit den Worten, der Verdächtige könnte unter den erschossenen Terroristen des vereitelten Anschlags in der Stadt Cambrils sein. "Wir haben derzeit keine Antwort", sagte Trapero demnach. "Die Ermittlungen gehen aber in diese Richtung, und wir hoffen, in den nächsten Stunden Klarheit zu haben." Die Sicherheitskräfte hatten zuvor mitgeteilt, der mutmaßliche Haupttäter sei der 17-jährige Moussa Oukabir. Er soll einem Bericht zufolge seinem Bruder dessen Pass gestohlen und damit den Transporter angemietet haben, mit dem Terroranschlag auf der Flaniermeile Las Ramblas verübt wurde.

+++ 17.28 Uhr: Drei Mädchen aus Oberhausener Jugendgruppe unter den Verletzten +++

Unter den schwer Verletzten sind auch drei Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen. Die zwei 17-jährigen Mädchen und eine 14-Jährige hätten sich auf der panischen Flucht vom Anschlagsort verletzt und lägen im Krankenhaus, sagte ein Sprecher der evangelischen Kirche in Oberhausen. Die Teenager zogen sich demnach unter anderem Knochenbrüche zu. Die Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich. Weitere Informationen lägen zu den Umständen am Anschlagsort nicht vor, sagte der Sprecher der Landeskirche, Jens Peter Iven. Die Mädchen waren mit einer Gruppe von 54 jungen Leuten im Alter zwischen 14 und 18 Jahren im Zuge einer Ferienfreizeit des Christlichen Vereins Junger Menschen der Gemeinde aus Oberhausen Schmachtendorf auf einem Campingplatz nahe Barcelona. Am Donnerstag unternahmen sie einen Tagesausflug nach Barcelona. Die drei Mädchen hatten den Angaben zufolge wie andere Jugendliche eine kleine Gruppe gebildet. Die anderen Jugendlichen seien unverletzt mit dem Bus zurück zum Campingplatz gefahren. "Die Freizeit wird abgebrochen", sagte Iven. Die Eltern der verletzten Jugendlichen befanden sich am Freitag auf dem Flug nach Barcelona. In Oberhausen will die evangelische Kirche allen Teilnehmern Angebote zur Notfallseelsorge machen.

+++ 17.25 Uhr: Polizeigewerkschaft fordert Poller auf öffentlichen Plätzen +++

Nach dem Terroranschlag fordert die Gewerkschaft der Polizei, viel besuchte Plätze und Straßen mit hydraulischen Pollern gegen Angriffe mit Fahrzeugen zu sichern. "Poller hätten das Attentat vermutlich nicht verhindert", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Arnold Plickert, der Deutschen Presse-Agentur. Aber die Anzahl der Toten und Verletzten, wenn er nur über die Straße hätte fahren können, wäre mit Sicherheit geringer."

+++ 17.05 Uhr: Valencia verstärkt Sicherheit +++

Die spanische Mittelmeerstadt Valencia will ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärfen. Besserer Schutz ist für die Regierungsgebäude sowie die touristisch interessanten Orte wie das Museumsgelände Ciudad de las Artes y las Ciencias geplant, wie spanische Medien berichten. Unter anderem sollen Barrieren errichtet werden, um Autos die Zufahrt zu Fußgängerzonen zu versperren, schrieb die Zeitung "El País". Valencia und die gleichnamige Autonome Region sind beliebte Touristenziele. An verschiedenen wichtigen Orten in Spaniens drittgrößter Stadt rund 320 Kilometer südöstlich von Madrid wurde am Freitag die Polizeipräsenz erhöht. So waren etwa an der Strandpromenade, in Bahnhöfen und Metrostationen sowie anderen sensiblen Orten mehr Beamte im Einsatz, wie "El País" weiter schrieb. "Es gibt keine absolute Sicherheit", zitierte die Zeitung den Bürgermeister von Valencia, Joan Ribó. "Aber wir arbeiten daran, die höchstmögliche Sicherheit für unsere Stadt zu haben".

+++ 16.36 Uhr: Außenminister Gabriel und Le Drian reisen nach Barcelona +++ 

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und sein französischer Amtskollege Jean-Yves Le Drian reisen nach Barcelona. Gabriel wolle mit seinem Besuch gemeinsam mit Le Drian "seine Anteilnahme und Solidarität mit unseren spanischen Freunden und Partnern zum Ausdruck bringen", erklärt das Auswärtige Amt in Berlin.

+++ 15.45 Uhr: Planungen der Attentäter sahen noch größeren Anschlag vor +++

Die Attentäter hatten nach ersten Ermittlungen der katalanischen Polizei ursprünglich einen Anschlag noch größeren Ausmaßes geplant. Der Chef der katalanischen Polizei, Josep Lluís Trapero, weist auf eine Explosion hin, die sich in der Nacht in Alcanar, 200 Kilometer südlich von Barcelona, ereignete. Nach dieser Explosion hätten die Attentäter "nicht mehr das Material gehabt, um Anschläge noch größeren Ausmaßes zu verüben", fügt Trapero hinzu.

Die Attentäter hätten vorgehabt, in Barcelona "einen oder mehrere Anschläge" zu verüben, sagt der Polizeichef. Durch die Explosion in Alcanar hätten sie sich gezwungen gesehen, ihre Planungen zu beschleunigen.

+++ 15.40 Uhr: Nach Barcelona-Anschlag: ARD und ZDF bringen Sondersendungen +++

ARD und ZDF ändern ihr Programm für den Abend. Das Erste bringt nach der 20-Uhr-"Tagesschau" einen "Brennpunkt". Der Titel lautet "Spanien im Visier von Terroristen", wie Volker Herres, Programmdirektor des Ersten, am Nachmittag twitterte. Das ZDF bringt neben des "heute-journals" in der Halbzeitpause (21.15-21.25 Uhr) des Bundesliga-Auftaktspiels Bayern München-Bayer Leverkusen noch ein "heute-journal spezial" mit Claus Kleber (22.45-23.00 Uhr). Nachfolgende Sendungen verschieben sich deshalb um etwa 15 Minuten.

+++ 15.31 Uhr: Hauptverdächtiger noch nicht festgenommen +++

Die katalanische Polizei hat einem mutmaßlich vereitelten Angriff in einem Urlaubsort drei Marokkaner und einen Anwohner aus der Nordafrika-Exklave Melilla festgenommen. Der Hauptverdächtige sei nicht darunter, teilt Polizeichef Josep Lluís Trapero auf einer Pressekonferenz mit. Die vier Festgenommenen seien 21, 27,34 und 38 Jahre alt. 

+++ 14.14 Uhr: Polizei riet Barcelona vergeblich zur Aufstellung von Pollern +++

Das spanische Innenministerium und die Polizeiführung haben die Verantwortlichen in Barcelona schon vor Monaten vor der Gefahr eines Terroranschlags auf der Flaniermeile Las Ramblas gewarnt. Die Stadtverwaltung sei der Empfehlung, Poller an den Rändern des Boulevards aufzustellen, aber nicht gefolgt, berichtete die spanische Presse übereinstimmend. Die Stadtoberen hätten stattdessen entschieden, die Polizeipatrouillen auf den Ramblas zu verstärken.

Die Empfehlung zur Aufstellung von Pollern hatte das Madrider Ministerium aufgrund der Erfahrungen bei den Anschlägen in Nizza und Berlin ausgesprochen, bei denen Terroristen mit Lastwagen in Menschenmengen gerast waren. Die Stadtverwaltung von Barcelona wies demgegenüber nach Medienberichten darauf hin, dass es praktisch unmöglich sei, den Boulevard komplett mit Pollern abzusichern, weil die Straße für Feuerwehreinsätze offen bleiben müsse. Bürgermeisterin Ada Colau wurde in der Zeitung "El País" mit den Worten zitiert: "Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht."

+++ 14.10 Uhr: Vierte Festnahme nach Terroranschlag in Barcelona +++

Die Polizei hat einen vierten Verdächtigen festgenommen. Dies teilten die Sicherheitskräfte mit.  Die Verhaftung fand in Ripoll, in der Provinz Girona statt. In der Twitter-Mitteilung der katalanischen Polizei hieß es: "Festnahme einer vierten Person, die mit den Ereignissen der vergangenen Stunden in Cambrils und Barcelona im Zusammenhang steht."

+++ 13.47 Uhr: Opfer stammen aus 34 Ländern  +++

Die Opfer der Anschläge von Barcelona und Cambrils stammen vermutlich aus 34 Ländern. Die Zahl sei noch vorläufig, teilten die katalanischen Rettungsdienste mit. Wie viele Opfer jeweils aus welchem Land stammen, war noch ungewiss.

+++ 13.18 Uhr: Erste Todesopfer nach Terroranschlag von Barcelona identifiziert +++

Die ersten Todesopfer sind identifiziert. Es handele sich um einen 60-jährigen Mann aus Lanteira in der Nähe des andalusischen Granada, seinen minderjährigen Sohn und eine Nichte seiner Ehefrau, zitierte die Zeitung "El País" die Bürgermeisterin der Gemeinde. Die Ehefrau sei schwer verletzt worden.

+++ 12.48 Uhr: Generalbundesanwalt ermittelt nach Anschlag in Barcelona +++

Der Generalbundesanwalt hat laut Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) mit Ermittlungen begonnen. "Mit Blick auf die deutschen Opfer" sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, teilt Maas auf Twitter mit. 

+++ 12.43 Uhr: Verletzte Frau stirbt - insgesamt nun 14 Tote +++

Eine Frau ist nach der Terrorattacke ihren Verletzungen erlegen. Die Zahl der Todesopfer in Barcelona und Cambrils steigt somit auf insgesamt 14, wie die katalanischen Rettungskräfte auf Twitter mitteilen.

+++ 12.16 Uhr: Barcelona gedenkt Terroropfern mit Schweigeminute +++

Barcelona gedenkt den Opfern mit einer Schweigeminute. Auf der berühmten Plaça de Catalunya versammelten sich um zwölf Uhr unter anderem auch König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie zahlreiche weitere Politiker und Behördenvertreter. Auch Tausende Bürger nahmen an der Schweigeminute teil. Die Polizei hatte die Teilnehmer zuvor aufgefordert, zu Fuß zu dem Platz zu kommen und keinesfalls Rucksäcke oder große Taschen bei sich zu führen. Zudem wurden strenge Sicherheitskontrollen rund um den Platz durchgeführt. Nach der Minute der Stille applaudierten die Menschen im Gedenken an die Opfer minutenlang. Viele riefen dabei immer wieder: "Wir haben keine Angst!"


+++ 11.55 Uhr: Nutzer fluten Twitter nach Barcelona-Anschlag mit islamfeindlichen Tweets +++

Deutschsprachige Nutzer haben Twitter mit einer Welle von islam- und politikerfeindlichen Kommentaren geflutet. Unter dem Hashtag #barcelona fanden sich zahlreiche Wortmeldungen wie die eines "Conan", der Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik attackierte: "Frau Merkels Politik der offenen Grenzen ist für diese Anschläge verantwortlich -ihre Beileidsbekundungen sind pure Heuchelei."

Besonders viele negative Reaktionen gab es unter anderem auf einen Tweet von Regierungssprecher Steffen Seibert und andere Kommentare von Politikern, in denen diese ihr Beileid bekundeten und dazu aufriefen, sich nicht einschüchtern zu lassen. "In tiefer Trauer, fest an der Seit, Gedanken sind bei, lassen uns Lebensweise nicht... Bla.Bla.Bla.", schrieb eine Nutzerin names "Jette" mit Deutschlandfahne im Profilbild.

+++ 11.43 Uhr: 13 Deutsche bei Barcelona-Anschlag teils schwer verletzt +++

Bei dem Anschlag in Barcelona sind auch 13 deutsche Staatsbürger verletzt worden. Bei einigen seien die Verletzungen so schwer, dass sie um ihr Leben kämpfen müssten, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Ob es auch deutsche Todesopfer gegeben habe, könne bislang weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, sagte er weiter.

+++ 11.40 Uhr: Parteien einig über eingeschränkte Wahlkampf-Fortsetzung +++

Die Parteien in Deutschland wollen ihren Wahlkampf fortsetzen, aber zunächst leicht einschränken. Kanzlerin Angela Merkel sagte am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Berlin, sie habe sich in Telefonaten mit den anderen Parteien darauf geeinigt, etwa auf laute Musik zu verzichten. Zudem werde es Gedenkminuten geben. Für diesen Vorschlag habe sie Unterstützung aller anderen Parteien erhalten. Ob auch deutsche Opfer unter den Toten und Verletzten von Barcelona seien, könne derzeit noch nicht mit Gewissheit gesagt werden.

+++ 11.28 Uhr: Attentäter von Barcelona und Cambrils gehörten zu einer Terrorzelle +++

Die Attentäter von Barcelona und Cambrils gehörten offenbar einer einzigen Terrorzelle an. Dies berichtete die spanische Zeitung "El País" am Freitag unter Berufung auf Anti-Terror-Experten.
Den Angaben zufolge soll sich die Zelle aus zwölf Personen zusammengesetzt haben. Die Polizei hat bisher insgesamt drei Verdächtige festgenommen. In der Nacht wurden zudem in dem Küstenort Cambrils fünf Terroristen getötet, die am frühen Freitagmorgen laut Medienberichten einen Anschlag verüben wollten. 

+++ 11.20 Uhr: De Maizière ordnet nach Barcelona-Anschlag Trauerbeflaggung an +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat nach dem Anschlag in Barcelona für diesen Freitag bundesweite Trauerbeflaggung an allen Bundesbehörden sowie den ihnen unterstehenden Institutionen angeordnet. Dies geschehe als "Zeichen der Anteilnahme", erklärte das Innenministerium in Berlin. 

+++ 10.52 Uhr: Strenge Sicherheitsauflagen vor Schweigeminute in Barcelona +++

Vor der für 12 Uhr mittags angesetzten Schweigeminute für die Opfer des Terrors von Barcelona hat die Polizei Teilnehmern strenge Sicherheitsauflagen gemacht. Die Menschen sollten nur zu Fuß zur Plaça de Catalunya kommen und keinesfalls Rucksäcke oder große Taschen bei sich tragen, teilten die Sicherheitskräfte auf Twitter mit. Es würden Sicherheitskontrollen rund um den Platz durchgeführt.

+++ 10.23 Uhr: Polizei sucht nach Bruder von verhaftetem Verdächtigen +++

Die spanischen Behörden fahnden derzeit nach dem jüngeren Bruder des Festgenommenen Driss Oukabir. Mussa Oukabir soll angeblich der Fahrer des Vans gewesen sein, der auf der Einkaufsmeile Las Ramblas zahlreiche Menschen verletzte. Sein verhafteter Bruder hatte ausgesagt, dass Mussa seinen Ausweis, der in dem Tatfahrzeug gefunden wurde, gestohlen und den Wagen angemietet hatte.

+++ 10.12 Uhr: AfD macht Willkommenskultur für Opfer mitverantwortlich +++

Die AfD macht die Migrationspolitik für die Opfer mitverantwortlich. Die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, sprach von einem "Politikversagen offener Grenzen und laxer Immigrationspolitik". "Die naive Willkommenskultur gefährdet unsere Sicherheit, tötet Menschen und setzt unseren Frieden aufs Spiel", schrieb sie in einer Erklärung. "Wir müssen endlich unsere Grenzen schließen und alle islamistischen Gefährder sofort abschieben. Andernfalls wird sich auch Barcelona wiederholen. Barcelona ist überall."

+++ 10.10 Uhr: Deutsche Opfer weiterhin nicht bestätigt +++

Deutsche Todesopfer sind weiterhin nicht bestätigt. Es sei nicht klar, ob unter den Toten und Verletzten Deutsche seien, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mit. Das deutsche Generalkonsulat und das Krisenreaktionszentrum des AA stünden mit den spanischen Behörden in engem Kontakt. Vertreter des Generalkonsulats seien am Ort, man gehe mit Hochdruck allen Hinweisen nach.

+++ 9.39 Uhr: Barcelona trauert um Terror-Opfer +++

Barcelona trauert um die Opfer des Terroranschlags. Am Freitagmorgen war am Parlamentsgebäude der katalonischen Regierung die Flagge auf halbmast gehisst. Für 12 Uhr mittags sei eine Schweigeminute auf der Plaça de Catalunya geplant.

+++ 9.02 Uhr: Vereitelter Anschlag in Cambrils: Sprengstoffgürtel waren Attrappen +++

Die Sprengstoffgürtel der in der Stadt Cambrils erschossenen Terror-Verdächtigen waren Attrappen. Dies berichteten spanische Medien unter Berufung auf das katalanische Innenministerium. In der Stadt 100 Kilometer südwestlich von Barcelona hatten Einsatzkräfte in der Nacht fünf mutmaßliche Terroristen erschossen. Was die Männer genau vorhatten, ist weiter unklar.

+++ 8.43 Uhr: Dritter Verdächtiger offenbar festgenommen +++

Die Polizei hat in Ripoll, 100 Kilometer nördlich von Barcelona, einen dritten Verdächtigen festgenommen. Dies berichtete die Zeitung "El País" unter Berufung auf das katalanische Innenministerium.

+++ 8.30 Uhr: 26 Franzosen in Barcelona verletzt +++

Bei dem Terroranschlag sind 26 Franzosen verletzt worden, mindestens 11 von ihnen schwer. Das teilte das französische Außenministerium in Paris mit. Ressortchef Jean-Yves Le Drian kündigte an, noch am Freitag in die katalonische Metropole zu reisen, um die französischen Opfer zu besuchen und Spanien die Unterstützung Frankreichs zu versichern. 

+++ 7.48 Uhr: Explosion in Alcanar bereits am Mittwoch +++

Wie jetzt bekannt wird, gab es bereits am Mittwoch eine Explosion in einem Wohnhaus in dem Ort Alcanar. Bei der Gasexplosion in der Provinz Tarragona etwa 200 Kilometer südlich von Barcelona seien ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden, erklärte der katalanische Polizeichef Josep Lluís Trapero. Es gebe "klare" Verbindungen zu dem Anschlag in Barcelona.

+++ 6.18 Uhr: Zweiter Terroranschlag offenbar nur knapp vereitelt +++

Nach dem Terroreinsatz in dem katalanischen Küstenort Cambrils südlich von Barcelona ist auch der fünfte mutmaßliche Attentäter gestorben. Das teilte die Polizei auf Twitter mit. Er war bei dem Polizeieinsatz zunächst verletzt worden.

Nach spanischen Medienangaben planten die Täter in Cambrils eine ähnliche Tat wie in Barcelona und trugen auch Sprengstoffgürtel. Sie seien von der Polizei in einem Wagen kontrolliert worden. Als dieser nach einer Verfolgung umgekippt sei, seien sie geflohen und dann auf der Flucht niedergeschossen worden. 

Die Polizei teilte nach der Operation mit, sie werde in Cambrils diverse kontrollierte Sprengungen durchführen. 

+++ 3.48 Uhr: Sieben Verletzte bei zweitem Auto-Attentat südlich von Barcelona +++

Nur wenige Stunden nach dem Attentat von Barcelona sind bei einer zweiten Attacke in einem Badeort sieben Menschen verletzt worden. Die Regionalregierung von Katalonien erklärte am Freitagmorgen, in Cambrils gut 100 Kilometer südlich von Barcelona seien die Täter ebenfalls mit einem Auto in die Menge gerast. Unter den sieben Verletzten sei auch ein Polizist.

+++ 3.07 Uhr: Spanische Polizei tötet vier mutmaßliche Terroristen +++

Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben vier "mutmaßliche Terroristen" erschossen. Ein fünfter sei bei dem Einsatz in Cambrils südlich von Barcelona verletzt worden, erklärten die Sicherheitskräfte am Freitagmorgen. Ob die Verdächtigen in Verbindung mit dem Anschlag von Barcelona stehen, ist bisher nicht bekannt.

Ein Sprecher der Regionalregierung von Katalonien teilte mit, es habe eine "Schießerei" in dem Badeort Cambrils gegeben.

Die Bürger von Cambrils wurden aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen, um sich nicht in Gefahr zu begeben. Nach Angaben des Radiosenders Cadena Ser riegelte die Polizei mehrere Straßen in dem Ort gut 100 Kilometer südlich von Barcelona ab. 

ivi/pg/nik/AFP/DPA

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