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Jüngster Verdächtiger stellt sich der Polizei

Die französische Polizei fahndet mit einem Großaufgebot in Reims nach den Tätern des Anschlags auf "Charlie Hebdo". Ein Verdächtiger hat sich bereits gestellt. Die Lage im stern-Newsticker.

  Die Polizei fahndet in mehreren Städten nach den Tätern. Der jüngste Verdächtige hat sich bereits gestellt.

Die Polizei fahndet in mehreren Städten nach den Tätern. Der jüngste Verdächtige hat sich bereits gestellt.

+++ 2.52 Uhr: Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos +++

Die Polizei veröffentlicht einen Zeugenaufruf mit Fahndungsbildern der beiden Männer. Sie seien möglicherweise "bewaffnet und gefährlich", warnen die Behörden und fordern die Bevölkerung auf, sich mit möglichen Informationen an die Polizei zu wenden.

Wo die flüchtigen Brüder sind, ist noch unklar. Die Sicherheitsbehörden fahnden mit mehreren tausend Beamten nach den Attentätern - unter anderem im ostfranzösischen Reims und in Straßburg. Die Polizei verhört derzeit Menschen aus dem Umfeld der beiden Männer, die 34 und 32 Jahre alt sein sollen.

+++ 2.24 Uhr: Jüngster Verdächtiger stellt sich der Polizei +++

Der jüngste Verdächtige stellt sich der Polizei. Wie aus Ermittlerkreisen verlautet, ging der 18-Jährige auf die Polizeistation in der Stadt Charleville-Mézières - nahe der belgischen Grenze - und wurde dort festgenommen. Laut Polizeiangaben soll den beiden mutmaßlichen Attentätern geholfen haben.

Mourad H. beteuert jedoch seine Unschuld und gibt an, zum Zeitpunkt des Anschlags in der Schule gewesen zu sein.

+++ 2.12 Uhr: "Charlie Hebdo" soll weiter erscheinen +++

Während die Polizei die Täter jagt, sagen große französische Medienhäuser dem Magazin "Charlie Hebdo" ihre Hilfe zu. Der staatliche Hörfunk und das Fernsehen sowie die Tageszeitung "Le Monde" erklären, sie wollten dem Magazin das notwendige Personal und Sachmittel zur Verfügung stellen. Die Mitteilung trägt die Überschrift: "Damit Charlie lebt." Die Direktoren von Radio France, France Télévisions und "Le Monde" rufen alle anderen französischen Medien dazu auf, die Presse- und Meinungsfreiheit hochzuhalten.

+++ 1.30 Uhr: Mehr Details über die mutmaßlichen Täter +++

Wie aus Ermittlungskreisen verlautet, suchen die Behörden offiziell nach zwei Brüdern im Alter von gut 30 Jahren, die im islamistischen Milieu aktiv sein sollen. Gesucht werde außerdem nach einem 18-Jährigen. Einer der beiden Brüder war nach Angaben der Ermittler im Jahr 2008 verurteilt worden, weil er in dschihadistischen Netzwerken bei Versuchen mitgeholfen haben soll, Kämpfer in den Irak zu schicken.

+++ 1.20 Uhr: Polizei macht sich auf alles gefasst +++

Der französische Fernsehsender “itele” berichtet, dass die Polizei versucht, DNA-Spuren sicherzustellen und abzugleichen. Über den Ablauf des Einsatzes ist wenig bekannt. Die Einsatzkräfte wissen womöglich selbst nicht, was sie in dem umstellten Wohnhaus erwartet.

+++ 00.35 Uhr: Zeitung veröffentlicht Passbild eines mutmaßlichen Täters +++

Die französische Zeitung "Le Point" veröffentlich eine Kope des Personalausweises, den einer der mutmaßlichen Täter in einem der Fluchtfahrzeuge vergessen haben soll.

+++ 00.10 Ihr: Polizeioperation an drei verschiedenen Orten +++

Nach Informationen der Zeitung "Liberation" läuft die Polizeioperation zur Festnahme der mutmaßlichen Täter an drei verschiedenen Orten. Zudem soll es auch einen Einsatz in Charleville-Mézières geben.

"Russia Today" veröffentlicht auf Twitter Bilder des Polizei-Einsatzes in Reims.

+++ 23.40 Uhr: Polizei beginnt mit Einsatz +++

Französische Anti-Terror-Einheiten umstellen in Reims anscheinend ein Wohnhaus. Die Eliteeinheit Raid sei im Einsatz, sagt einer der Beamten der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei ruft Journalisten vor Ort zur "größtmöglichen Vorsicht" auf. Laut der Zeitung "Le Point" läuft seit 23 Uhr eine Operation zur Festnahme der mutmaßlichen Täter. Die Polizei ist mit Hubschraubern vor Ort.

Entweder werde den Verdächtigen die Flucht gelingen, weil sie gewarnt wurden, oder es werde zu einem Showdown kommen, sagt ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hat es Durchsuchungen in Straßburg sowie im Großraum Paris gegeben.

+++ 22.40 Uhr: Täter haben angeblich ihre Pässe im Fluchtwagen vergessen +++

Nach Informationen der Zeitung " Le Point" konnten die mutmaßlichen Täter identifiziert werden, weil sie ihre Personalausweise in einem der Fluchtautos liegen ließen.

+++ 22.15 Uhr: Innenministerium bestreitet Festnahme +++

Laut der französischen Zeitung "Liberation" ist der Aufenthaltsort und die Identität der mutmaßlichen Täter der Pariser Polizei bekannt. Das französische Innenministrium dementiert allerdings eine Festnahme.

+++ 21.37 Uhr: Französische Zeitung nennt Namen der mutmaßlichen Täter +++

Nach Informationen des französischen Nachrichtenportals "MetroNews" sollen zwei der Attentäter Brüder sein und die französische Staatsbürgerschaft besitzen. Es soll sich um den 34-jährigen Said und den 32-jährigen Cherif K. handeln. Der dritte Täter soll der 18-jährige Hamyd M. sein. Seine Staatsangehörigkeit ist anscheinend noch nicht bekannt. Wie die Zeitung "Le Point" berichtet sollen die Brüder aus Algerien stammen. Erst im Sommer sind sie angeblich aus Syrien zurückgekommen. Einer von ihnen soll 2005 bereits festgenommen worden sein, weil er nach Syrien ausreisen wollte.

+++ 21:10 Uhr: Identität der Täter steht offenbar fest +++

Wie die französische Zeitung "L'Union" berichtet, sollen die Täter identifiziert worden sein. Die Fahndung nach ihnen verlagert sich in Richtung der Stadt Reims, wo einer der Täter herkommen soll.

+++ 20:55 Uhr: Papst verurteilt Anschlag +++

Papst Franziskus verurteilt entschieden das "grausame Attentat". Die Tat habe Tod gesät, die gesamte französische Gesellschaft in Trauer gestürzt und alle Menschen, die Frieden liebten, tief aufgewühlt, heißt es in einer Mitteilung des Vatikans. "Was auch immer der Grund ist, tödliche Gewalt ist abscheulich und niemals zu rechtfertigen."

"Papst Franziskus nimmt im Gebet an den Leiden der Verletzen und der Familien der Verstorbenen teil und fordert alle dazu auf, sich mit jedem Mittel der Verbreitung des Hasses und jeder Form der Gewalt entgegenzustellen", erklärt Vatikan-Sprecher Federico Lombardi.

+++ 20:35 Uhr: Hollande ruft nationalen Trauertag aus +++

François Hollande ruft für Donnerstag einen nationalen Trauertag aus. Die Landesflaggen sollen für drei Tage auf Halbmast gesetzt werden, sagt er in einer Fernsehansprache. Er ruft seine Landsleute auf, sich durch das Attentat mit zwölf Toten nicht spalten zu lassen: "Unsere beste Waffe ist unsere Einheit", sagt der Präsident.

+++ 19.58 Uhr: Polizei stürmt zwei Wohnungen +++

Laut der französischen Zeitung "Le Parisien" hat die Polizei zwei Wohnungen in Pariser Vororten durchsucht. Die erste Wohnung soll gegen 16.30 Uhr im Örtchen Pantin gestürmt worden sein. In dieser Gegend hat die Polizei zuvor die Spur der Täter verloren. Die zweite Wohnung soll sich in Gennevilliers befinden. Verhaftet wurde anscheinend niemand, doch die Wohnungen könnten den Terroristen als Stützpunkte gedient haben.

+++ 18.48 Uhr: Justiz bestätigt "mindestens zwei" Täter +++

Staatsanwalt François Molins bestätigt auf einer Pressekonferenz, dass der Anschlag zwölf Todesopfer forderte und elf Menschen verletzt wurden. Unter ihnen seien vier Schwerverletzte. Acht Journalisten und zwei Polizisten sowie ein Gast und ein Mitarbeiter am Empfang seien erschossen worden. Molins spricht von "mindestens zwei" Tätern. Ein Augenzeuge habe drei Angreifer ausgemacht. Der für Terrorismus zuständige Staatsanwalt bestätigt auch, dass die Täter "Allah ist groß" riefen und vorgaben, sie würden "den Propheten rächen".

+++ 18.05 Uhr: Täter irrten sich zunächst in der Adresse +++

Nach Polizeiangaben hielten die Terroristen vor ihrem Anschlag zunächst vor dem falschen Haus, ließen sich davon aber nicht von ihrem Plan abbringen. Die Angreifer hätten vor der Adresse mit der Hausnummer 6 gestoppt, wo ein bei "Charlie Hebdo" angesiedelter Dienst untergebracht ist. "Dort haben sie aber nicht geschossen, sie haben nicht den Kopf verloren, sondern sind zur Nummer 10 gefahren, dem Sitz der 'Charlie-Hebdo'-Redaktion", sagt ein Beamter. Die Polizei sieht das Vorgehen als ein weiteres Zeichen für die Kaltblütigkeit der Täter.

+++ 18.38 Uhr: Pariser strömen auf Platz der Republik zusammen +++

In Paris auf dem Platz der Republik und in anderen Städten Frankreichs versammeln sich Tausende Menschen zu Solidaritätskundgebungen. Auf der Demonstration in Paris sagt Bürgermeisterin Anne Hidalgo, sie werde "Charlie Hebdo" die Ehrenbürgerschaft der Stadt verleihen. Denn es gelte, an der Seite all derer zu stehen, die die Meinungsfreiheit verteidigten.

+++ 18.20 Uhr: Hunderte versammeln sich vor Brandenburger Tor +++

In Berlin strömen mehrere hundert Menschen vor der französischen Botschaft auf dem Pariser Platz, an dem auch das Brandenburger Tor steht, zusammen, um ihre Solidarität mit den Opfern des Anschlags zu demonstrieren.

Solidaritätsbekundung auch in Hamburg: Das Deutsche Schauspielhaus zeigt über seinem Eingang den Schriftzug "Je suis Charlie".

+++ 18.00 Uhr: Experten gehen von Profitätern aus +++

Das Vorgehen der Attentäter lässt die Polizei auf professionell ausgebildete Killer schließen. In Polizeikreisen wird auf die Ruhe, die Entschlossenheit und die Schlagkraft der Täter verwiesen, die ein Zeichen von gründlicher Ausbildung - wie etwa beim Militär - sei. Auf den Bildern von der Tat werde die Professionalität der Angreifer deutlich, erklären ehemalige Mitglieder von Sicherheitsdiensten und französischer Polizei. "Man sieht es ganz deutlich an der Art und Weise, wie sie ihre Waffen halten, wie sie völlig ruhig und kalt vorgehen", sagt ein Polizist. "Sie haben ganz offensichtlich eine Art Militärausbildung durchlaufen." Die Attentäter seien "keine Illuminaten, die unüberlegt handelten". "Das Frappierendste ist ihre Kaltblütigkeit", sagt ein Ex-Polizist.

+++ 17.20 Uhr: Entwarnung bei "El Pais" +++

Nach der Evakuierung der Zentrale der spanischen Zeitung "El País" in Madrid teilt Chefredakteur Antonio Caño mit, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt habe. Nach etwa zwei Stunden hätten die Mitarbeiter ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Das Gebäude war nach dem Fund eines verdächtigen Pakets geräumt worden.

+++ 17.19 Uhr: AfD-Politiker sieht in Anschlag Rechtfertigung für Pegida +++

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, interpretiert den Anschlag in Paris als Rechtfertigung für die Anti-Islam-Bewegung Pegida. "All diejenigen, die bisher die Sorgen der Menschen vor einer drohenden Gefahr durch Islamismus ignoriert oder verlacht haben, werden durch diese Bluttat Lügen gestraft", sagt Gauland. Der tödliche Angriff auf die Redaktion des französischen Satiremagazins sei ein Anschlag auf Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit.

"Das Massaker von Paris zeigt auch, wie fragil und schutzbedürftig die Grundwerte unserer Gesellschaft sind. Vor diesem Hintergrund erhalten die Forderungen von Pegida besondere Aktualität und Gewicht", so Gauland. Die etablierten Parteien sollten sich deshalb gut überlegen, ob sie bei ihrer Haltung, "die Menschen von Pegida weiter zu diffamieren", bleiben wollten.

+++ 17.04 Uhr: GdP-Chef glaubt nicht an Einzeltäter +++

Nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) war der Terrorangriff keine spontante Tat einsamer Extremisten. "Einen Anschlag mit Waffen dieser Größenordnung, den kann man nicht von heute auf morgen organisieren", erklärt der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow auf Anfrage. "Da muss man Waffen beschaffen und trainieren."

"Auch für die deutschen Sicherheitsbehörden ist es wichtig, zu erfahren, welche Gruppe hinter dieser brutalen Attacke steckt - ob das möglicherweise Syrien-Rückkehrer waren", so Malchow. In Deutschland sei die Bedrohungslage insgesamt ähnlich wie in Frankreich. "Wir wissen, dass wir bisher auch Glück gehabt haben."

+++ 16.57 Uhr: UN verurteilt "kaltblütig verübtes Verbrechen" +++

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, bezeichnet den Angriff als "entsetzliches, nicht zu rechtfertigendes und kaltblütiges Verbrechen.

+++ 16.51 Uhr: Mediengewerkschaften rufen zu Kundgebung auf +++

Französische Mediengewerkschaften und politische Gruppen rufen zu einer Schweige-Kundgebung noch am Mittwoch in Paris auf. "Die Tatsache, dass "Charlie Hebdo" angegriffen wurde, ist ein wichtiges Zeichen", erklärt die nationale Journalistengewerkschaft SNJ. "Man bringt die Redefreiheit um." Der Protest ist auf dem Pariser Platz der Republik geplant und damit nahe am Sitz von "Charlie Hebdo". Auch die Sozialistische Partei hat zu einem "Marsch der Republikaner" am Mittwoch aufgerufen.

+++16.32 Uhr: Sitz von "El País" in Madrid evakuiert +++

Alarmiert durch den Anschlag auf "Charlie Hebdo" in Paris ist die Zentrale der spanischen Zeitung "El País" in Madrid evakuiert worden, weil ein verdächtiges Paket angeliefert wurde. Gegen 13.45 Uhr sei ein Mann mit einem Paket aufgetaucht, das als verdächtig eingestuft wurde, teilt "El País"-Kommunikationsdirektor Pedro Zuazua mit. In dem Paket seien Kabel gewesen. "Die Polizei hat das Gebäude evakuiert", sagt Zuazua, 300 Menschen hätten dort gearbeitet.

+++ 16.29 Uhr: Islam-Forum spricht von "schwerster Gotteslästerung" +++

Nach Auffassung des Münchner Forums für Islam ist der Terroranschlag auf "Charlie Hebdo" die "schwerste Form der Gotteslästerung". Der Prophet Mohammed würde sich "von solchen barbarische Akten wie heute in Paris geschehen distanzieren und sie schärfstens verurteilen", sagt der Vorsitzende des Forums und Penzberger Imam Benjamin Idriz. "Unsere Anteilnahme gebührt den Angehörigen der Opfer, unser Mitfühlen den Verletzten." Meinungsfreiheit sei ebenso zu schützen wie Religionsfreiheit. Die Täter "gehören nicht zu Europa und sie gehören nicht zum Islam", so Idriz.

+++ 16.26 Uhr: Täter sprachen offenbar perfekt französisch +++

Die Terroristen waren möglicherweise Franzosen. "Sie sprachen perfekt Französisch", zitiert die Zeitung "l'Humanité" die Augenzeugin und "Charlie Hebdo"-Zeichnerin Corinne Rey. Dabei hätten die Täter behauptet, zur Terrororganisation al Kaida zu gehören. Rey berichtet, sie habe sich unter einem Schreibtisch in Deckung gebracht. Der Überfall habe etwa fünf Minuten gedauert.

Nach dem Anschlag riefen die Terroristen mehrfach "Allah ist groß". Nach Augenzeugenberichten sollen sie zudem "Wir haben den Propheten gerächt" gerufen haben.

+++ 16.22 Uhr: Polizeigewerkschaft warnt vor Anschlägen in Deutschland +++

Nach Einschätzung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) ist die Bundesrepublik nicht sicher vor terroristischen Angriffen. Der tödliche Anschlag auf "Charlie Hebdo" habe zwar keinen direkten Einfluss auf die Sicherheitslage in Deutschland, sagt der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Deutschland sei aber schon lange im Visier des islamistischen Terrors, die Bedrohung sei unverändert hoch. "Die Anschläge kommen immer dichter", mahnt er.

Seiner Ansicht nach sei es nur eine Frage der Zeit, bis es auch in Deutschland einen Anschlag geben werde, so Wendt. Gerade Angriffe von fanatischen Einzeltätern seien nicht zu verhindern.

+++ 16.21 Uhr: US-Botschaft ändert Twitter-Bild +++

Die amerikanische Botschaft in Paris ergänzt das Titelfoto ihres Twitter-Auftritts mit einem "Je suis Charlie"-Bild. Unter dem Hashtag #JesuisCharlie drücken Tausende ihre Solidarität mit der "Charlie Hebdo"-Redaktion aus.

+++ 16.02 Uhr: Tauber ermahnt Pegida-Anhänger +++

CDU-Generalsekretär Peter Tauber warnt davor, dass sich durch den Anschlag islamkritische Demonstranten in Deutschland bestätigt fühlen könnten. Alle, die jetzt Pegida bemühten, "haben schlichtweg das, was das Abendland ausmacht, nicht verstanden" erklärt er auf Twitter. Es stehe für Mitgefühl, Nächstenliebe und Toleranz.

+++ 16.00 Uhr: Islamischer Verband verurteilt Anschlag +++

Der türkisch-islamische Verband Ditib bezeichnet den Anschlag als Angriff auf die Menschheit. "Dies ist niederträchtig und absolut inakzeptabel", erklärt die Organisation in Köln.

+++ 15.58 Uhr: Leibwächter des Redaktionsleiters unter Opfern +++

Zu den zwölf Todesopfern des Terroranschlags gehört auch der Leibwächter des als Charb bekannten Zeichners und Redaktionsleiters Stéphane Charbonnier. Zudem ist nach Erkenntnis der Ermittler ein weiterer Polizist unter den Toten; damit wurden zwei Polizisten getötet. Vier Menschen schweben in Lebensgefahr.

+++ 15.56 Uhr: Belgien und Italien überprüfen Sicherheit +++

Nach dem Terroranschlag überprüfen mehrere europäische Länder ihre Sicherheitsmaßnahmen. In Belgien und Italien berufen die Regierungen Krisensitzungen mit Terrorismusexperten ein. Italien erhöht laut der Nachrichtenagentur Ansa die Zahl der Sicherheitskräfte vor gefährdeten Objekten wie Presseredaktionen.

In Deutschland gibt es nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere keine konkreten Hinweise auf vergleichbare Anschlagsplanungen oder allgemein Hinweise auf Terroranschläge. Europa sei jedoch in seiner Gesamtheit gefährdet, so der CDU-Politiker. "Die Lage ist ernst, es gibt Grund zur Sorge und Vorsorge, aber nicht zur Panik".

+++ 15.55 Uhr: Fluchtauto der Angreifer entdeckt +++

Der britische Nachrichtensender BBC verbreitet auf Twitter ein Bild, das das Fluchtauto der Terroristen zeigen soll, während es von Polizisten auf einer Straße im Norden von Paris sichergestellt wird.

+++ 15.45 Uhr: NDR-Satiremagazin zeigt sich entsetzt +++

Die Redaktion des Satiremagazins "Extra3" des Norddeutschen Rundfunks spricht den französischen Kollegen auf Twitter ihr Mitgefühl aus und zeigt sich entsetzt von dem Anschlag.

+++ 15.43 Uhr: Innenminister spricht von drei Tätern +++

Nach Angaben des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve sind drei Täter in den Anschlag verwickelt gewesen. Es werde alles getan, um die drei Kriminellen, die hinter diesem "barbarischen Akt" steckten, außer Gefecht zu setzen, sagt der Minister nach der Krisensitzung im Élysée-Palast. Konkrete Angaben zur jeweiligen Rolle der Attentäter macht er nicht. Zunächst war von mindestens zwei Angreifern die Rede gewesen.

+++ 15.28 Uhr: Video zeigt Kaltblütigkeit der Angreifer +++

Mit welcher Kaltblütigkeit die Angreifer vorgingen, zeigt ihre Flucht: Während ihrer Fahrt vom 11. Arrondissement zwischen dem Platz der Bastille und dem Platz der Republik stiegen sie aus ihrem Auto noch einmal aus und töteten einen Polizisten per Kopfschuss, wie auf einem Video zu sehen ist. In der Nähe der Porte de Pantin in Richtung nordöstlichem Stadtrand überfielen sie einen Autofahrer und überfuhren einen Passanten. Seither verliert sich die Spur.

+++ 15.27 Uhr: Jüdischer Kongress befürchtet Terrorwelle +++

Der Europäisch Jüdische Kongress (EJC) warnt nach dem Anschlag vor einer Terrorwelle. "Leider sehen wir den Beginn einer Welle des Terrors auf den Straßen Europas", sagt EJC-Präsident Moshe Kantor in Brüssel. "Dies ist ein Krieg gegen die Redefreiheit und die europäische Lebensweise." Kantor erinnert an das Attentat auf eine jüdische Schule im französischen Toulouse 2012 und den Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel im vergangenen Jahr. Der EJC-Präsident fordert von der französischen Regierung ein "härteres Durchgreifen gegen Extremisten und solche, die Hass verbreiten". Dazu müssten etwa die Polizei und die Geheimdienste gestärkt werden.

+++ 15.14 Uhr: Dänischer Mohammed-Karikaturist nennt Anschlag "gruselig" +++

Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard bezeichnet den Anschlag als "gruselig und schrecklich". Satire müsse immer einen Platz in einer demokratischen Gesellschaft finden können, sagt er dem dänischen Rundfunk DR.

Westergaard lebt seit dem weltweiten Streit um seine Mohammed-Karikaturen, die 2005 in der Zeitung "Jyllands-Posten" erschienen waren, unter Polizeischutz. Einen Mordanschlag in seinem Haus überlebte der Däne knapp. Auch die Zeitungsredaktion wurde bedroht.

Um seine eigene Sicherheit fürchtet Westergaard nach dem Anschlag in Paris nicht mehr als vorher. Dänemarks Geheimdienst PET sorge seit Jahren dafür, "dass ich ruhig und sicher leben kann. Ich bin mir sicher, dass ich das auch weiter tun kann." "Jyllands-Posten" verstärkte dennoch nach dem Angriff in Paris ihre Sicherheitsvorkehrungen.

+++ 15.10 Uhr: Angreifer benutzten doch keinen Raketenwerfer +++

Entgegen vorheriger Angaben verfügten die Attentäter doch nicht über einen Raketenwerfer. Sie seien mit zwei Kalaschnikows bewaffnet gewesen, heißt es von Seiten der Polizei.

+++ 14.46 Uhr: Pariser Imam spricht von Kriegserklärung +++

Als einer der ersten führenden Muslime Frankreichs reagierte der Imam der Pariser Moschee, Dalil Boubaker, auf den Anschlag: Dem Sender Europe 1 sagte er: "Das ist eine Kriegserklärung. Wir sind von der Brutalität entsetzt und verurteilen den Gewaltakt zutiefst. Dies ist eine neue Dimension der Konfrontation. Ein Teil unserer Demokratie ist schwer krank", so der Geistliche.

+++ 14.35 Uhr: Erste Kondolenzseiten in sozialen Medien +++

"Je suis Charlie - Ich bin Charlie" - so nennt sich eine der ersten Seiten auf Facebook, auf denen Menschen aus aller Welt ihrer Trauer über die Toten des Charlie-Hebdo-Anschlags Ausdruck verliehen können. Der gebräuchlichste Hashtag bei Twitter lautet Charliehebdo.

+++ 14.29 Uhr: Unter den Toten ist auch der Herausgeber +++

Die französische Zeitung "Le Figaro" berichtet, dass vier Zeichner von "Charlie Hebdo" unter den Todesopfern sind, darunter der Herausgeber Stéphane Charbonnier sowie der 76-jährige Jean Cabut, Stéphane Charbonnier, 47, Bernhard Verlhac, 47 und Georges Wolinski, 80.

+++14.04 Uhr: Terroristen riefen "Allah ist groß" +++

Die Angreifer haben bei ihrem Überfall mehrfach "Allah ist groß" skandiert. Nach Augenzeugenberichten sollen sie bei dem Überfall zudem "Wir haben den Propheten gerächt" gerufen haben.

+++ 13.54 Uhr: Merkel spricht von Angriff auf Meinungsfreiheit +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich in einem Telegramm an Präsident Hollande erschüttert. Die abscheuliche Tat sei nicht nur ein Angriff auf die Franzosen und die innere Sicherheit Frankreichs. "Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist."

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bezeichnet den Angriff auf die Redaktion als Barbarei, die alle Menschen und Europäer treffe. Er sichert Frankreich die Solidarität der EU-Kommission zu.

+++ 13.53 Uhr: Keine Hinweise auf konkrete Gefahr in Deutschland +++

Das Bundesinnenministerium erklärt, es bleibe bei der abstrakt hohen Gefährdungslage durch islamistischen Terror. Hinweise über eine konkrete Gefahr in der Bundesrepublik lägen nicht vor. Für eine Entscheidung über zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland sei es noch zu früh.

+++ 13.30 Uhr: Video soll Angriff zeigen +++

Die Seite FranceTVinfo hat dieses Video veröffentlicht. Es soll den Angriff auf Charlie Hebdo zeigen. Belege für die Echtheit gibt es zurzeit noch nicht.

+++ 13.19 Uhr: Zahl der Toten steigt weiter +++

Die Polizei gibt die Zahl der Todesopfer nun mit zwölf an. Darunter seien zwei Polizisten.

+++ 13.05 Uhr: Hollande spricht von Terroranschlag +++

Der Angriff war nach den Worten von Frankreichs Präsident François Hollande ein "Terroranschlag". "Daran gibt es keinen Zweifel", sagt der Präsident, als er den Ort der Bluttat im elften Arrondissement von Paris besucht. Nach Angaben Hollandes wurden bei dem Angriff mindestens elf Menschen getötet und vier lebensgefährlich verletzt.

+++ 12.55 Uhr: Hollande beruft Krisensitzung ein +++

Frankreichs Präsident François Hollande macht sich auf den Weg zum Tatort. Für 14 Uhr beruft er eine Krisensitzung der Regierung ein.

+++ 12.53 Uhr: Höchste Terrorwarnstufe für Großraum Paris ausgerufen +++

Die französische Regierung ruft die höchste Terrorwarnstufe für den Großraum Paris aus. Der Anti-Terror-Plan sei auf die Stufe "Anschlagsalarm" angehoben worden, heißt es am Sitz von Premierminister Manuel Valls.

+++ 12.45 Uhr Bilder sollen Angreifer zeigen +++

Fotos auf Twitter zeigen zwei Personen, bei denen es sich Augenzeugen zufolge um die Angreifer handeln soll. Sie hätten auf ein herbeieilendes Polizeifahrzeug gefeuert, die Polizisten hätten zurückgeschossen, heißt es in dem Post.

+++ 12.42 Uhr: Zahl der Toten erhöht sich +++

Nach Angaben der Polizei sind bei dem Angriff elf Menschen getötet und zehn verletzt worden. Fünf der Verwundeten seien in einem kritischen Zustand, heißt es.

+++12.35 Uhr: Zehn Todesopfer bestätigt +++

Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass bei dem Angriff mindestens zehn Menschen getötet wurden.

+++ 12.29 Uhr: Augenzeuge schildert Angriff +++

Ein Augenzeuge berichtete im Fernsehsender iTELE, er habe von einem benachbarten Gebäude aus gesehen, wie vermummte Männer mit Kalaschnikows (Sturmgewehren) das Haus im Zentrum von Paris betreten hätten. "Einige Minuten später waren viele Schüsse zu hören." Die Männer seien dann weggerannt.

+++ 12.19 Uhr: Polizei spricht von zwei schwer bewaffneten Angreifern ++++++

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Angreifern um zwei mit einer Kalaschnikow und einem Raketenwerfer bewaffnete Männer, die in die Räume der Zeitung eingedrungen seien. Sechs Menschen seien schwer verletzt worden, teilt das Pariser Rathaus mit. Die Täter sind auf der Flucht.

Auch der Cartoon-Zeichner Renaud Luzier spricht von "Opfern". Auch nach seinen Angaben kamen automatische Waffen zum Einsatz.

Die Satirezeitung "Charlie Habdo" hatte in der Vergangenheit mehrfach mit provokanten Mohammed-Karikaturen für Schlagzeilen gesorgt.

+++ 12.09 Uhr: Medien berichten von zehn Toten bei "Charlie Hebdo" +++

Die Schießerei fand offenbar in der Redaktion der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" statt. Dabei seien zehn Personen getötet worden, berichten französische Medien. Sie berufen sich auf Augenzeugen.

+++ 11.59 Uhr: AFP meldet Schießerei in Pariser-Redaktion +++

In einer Zeitungsredaktion in Paris soll es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP einem Augenzeugen zufolge eine Schießerei gegeben haben.

jen/ivi/nik/mad/AFP/DPA/Reuters/DPA/Reuters
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