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Die israelischen Behörden haben am Mittwochmorgen die umstrittene hölzerne Zugangsrampe zur El-Aksa-Moschee in Jerusalem wieder geöffnet.
In Jerusalem drohen neue Spannungen zwischen Juden und Muslimen wegen umstrittener Bauarbeiten am Tempelberg.
Er hatte unter anderem den Koran mit Adolf Hitlers "Mein Kampf" verglichen: Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders stand in Amsterdam wegen Anstiftung zum Rassenhass vor Gericht. Jetzt ist der Islamgegner in allen Punkten freigesprochen worden.
Weltweit wird die Zahl der Muslime laut einer Studie binnen der nächsten 20 Jahre doppelt so schnell wachsen wie die restliche Weltbevölkerung.
Die Zugehörigkeit zum Islam führt einer EU-Studie zufolge bei Jugendlichen nicht zu einer höheren Gewaltbereitschaft.
Die rechtsextreme elsässische Partei Alsace d'Abord hat Klage gegen ein Angebot für Muslime der belgischen Schnellimbisskette Quick eingereicht.
Das fünfte Gebot lautet: Du sollst nicht töten. Es steht im 2. Buch Mose. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum wenige Seiten weiter im heiligen Buch von Juden und Christen das Töten fröhliche Urständ feiert und Unschuldige massakriert werden? Meine Antwort darauf ist: weil die Adressaten des Gebots die göttliche Weisung nur auf die Angehörigen ihres Stammes bezogen. Der andere, der Fremde, der darf weiterhin getötet werden. Der Nächste – er lebt nur in meiner Sippe. Das Christentum setzt eins drauf auf das mosaische Gebot. Die Frage des Pharisäers “Wer ist mein Nächster?†beantwortet Jesus mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk, 10,25-37), einem zentralen Element der Lehre des Nazareners, das zur Basiskenntnis über das Christentum gehört, zur Lektüre auch zu empfehlen für Nicht-Christen und Atheisten. Jesus weitet den Kreis über die eigene Sippe hinaus. Der Samariter, das war in den Augen der Juden kein Jude. Die Samariter galten als Ketzer, mit denen man sich nicht abgeben durfte. Er ist es aber, der den verletzten und halb Totgeschlagenen verarztet. Drei Stufen: Stammesbande, Religionsgemeinschaft, Menschheitsfamilie Der neue Weg, wie das Christentum am Anfang in Jerusalem genannt wurde, weitet das Gebot “Du sollst nicht töten†über die Grenze des Stammes. Jesus, so schreibt Paulus, reißt die Trennwand zwischen Juden und Heiden ein. Die Grenze nach außen bildet nun die nicht christliche Welt. Innerhalb der Grenzen sind “alle einer in Christus†(Gal. 3,28). Auch der Islam übersteigt die Grenzen der Stammeswelt in seinem neuen Bekenntnis: Die umma al islamiyya, die Gemeinde der Gläubigen, ist weltumspannend wie das universelle Christentum. Der gemeinsame Glaube bindet die jeweiligen Gruppenangehörigen aneinander. Das Christentum wird Reichskirche, die Völker, die den Islam annehmen, nehmen das Arabische an und damit eine neue, Einheit stiftende Kultur und Lebensweise. Zuerst bindet das Band der Familie, dann das Band der Religion. Das “Alle Menschen werden Brüderâ€, das Schiller in seiner Ode an die Freude (eigentlich Ode an die Freiheit) formuliert, markiert am treffendsten den dritten Schritt, in dessen Wirkkreis wir uns heute befinden: Es wird das Band der Menschheitsfamilie beschworen. Die dem Menschen von Geburt an zukommende Freiheit ist hier das verbindende Element. Dort, wo sie nicht herrscht, muss sie zur Geltung kommen. Der Gesellschaftsvertrag von Rousseau beginnt mit der Beschreibung des Status quo: Größer als Sippe und Glaube “Der Mensch ist frei geboren und liegt überall in Ketten.†Das Zeitalter der Revolutionen schafft eine säkulare Welt, in der Herrschaft nicht mehr absolut ist und Untergebenheit kein Schicksal oder Wille einer höheren Macht. Aus der Freiheit des Christenmenschen wird die Freiheit des Bürgers. Was bedeutet das für das Gebot “Du sollst nicht tötenâ€? Es gilt heute absolut, unabhängig davon, wie stark der Sippenverbund ist oder wie stark der Glaube. Stimmt das “Seid umschlungen, Millionenâ€, sind wir uns als Menschen näher gekommen? Zwar ist uns das, was direkt um uns herum passiert, immer noch näher als das Ferne und Fremde. Dennoch spenden wir Rekordsummen nach einem Erdbeben auf Haiti oder einem Tsunami in Südostasien. Die Erderwärmung versetzt uns in Mitteleuropa nicht in Vorfreude, weil wir hier dann bei uns gewachsenen Chianti genießen können, sondern in Sorge, weil wir zur Empathie mit den Menschen in Bangladesch in der Lage sind, denen eine Erwärmung der Atmosphäre apokalyptische Überschwemmungen bringen und ihren Lebensraum nehmen wird. Das Projekt Menschheitsfamilie funktioniert. Das Konzept ist rational, es ist nachvollziehbar. Es lebt für Menschen mit Gemüt besser mit etwas Pathos, kann aber auch für kalkulierende Geister in einem Kosten-Nutzen-Schema mithalten. Der Nächste, das ist jetzt nicht mehr mein Blutsverwandter oder mein Glaubensbruder. Es ist jeder Mensch. Diese Einsicht markiert den Beginn der Moderne. Freiheit gegen Dogma Der Islam ist in diesem Sinne eine vormoderne Religion. Er kennt, in seiner Heiligen Schrift (Schritt zwei), eine gewisse Schutzbedürftigkeit von Juden und Christen an. Er leitet diese aber religiös her (Juden und Christen haben eine Heilige Schrift empfangen). Um unsere Menschenrechtserklärung (Schritt drei) macht die islamische Welt noch einen Bogen. Im Jahr 1985 haben Vertreter von Ländern dieser Hemisphäre in Kairo eine eigene Charta für islamische Menschenrechte verfasst und unterschrieben. Das Wohl und Wehe von Nicht-Muslimen in weiten Teilen der islamischen Welt hängt derzeit noch von der Auslegung des Koran durch den Imam im Dorf, die Religionsgelehrten an der Universität, den Willen der herrschenden Elite ab. Es gibt keine unverbrüchliche, rechtliche Garantie auf ein unversehrtes Leben. Es gibt Voll-Bürger (Muslime) und minderwertige Bürger (Nicht-Muslime). Religiöse Minderheiten leben schlecht unter islamischer Herrschaft, gleich, ob in der Türkei oder in Ägypten oder andernorts. Warum ist das so? Vielleicht, weil Christen und Muslime in der Geschichte ihrer Begegnung nie einander Samariter waren? Gibt es einen Weg für Muslime von Level zwei nach Level drei? Nach dem Dreißigjährigen Krieg schlossen Protestanten und Katholiken Frieden unter der Maßgabe “etsi Deus non daretur†– als ob es Gott nicht gäbe. Das kann der Weg sein. Muslime müssen dann nicht ihren Glauben aufgeben. Sie müssen nur erkennen, dass man mit ihm nicht alle Fragen beantworten und alle Probleme lösen kann. Der Glaube an die Freiheit ist schwieriger als der Glaube an das Dogma. Alexander Görlach ist Herausgeber und Chefredakteur des Debatten-Magazins The European Weitere Beiträge zum Thema: Seyran Ates: Die islamische Welt befindet sich noch im Mittelalter Necla Kelek: Missbrauch in Moscheen Axel Ayyub Köhler: Über Grundwerte kann man nicht abstimmen Rolf Mützenich: Strategie gegen Islamismus Günter Nooke: Exportschlager Menschenrechte Ali Kizilkaya: Nichts außer Palaver
Die Herrscher auf dem Pfauenthron sind für ihre Grausamkeiten und politische Erfolglosigkeit bekannt. Der Iran wird zum Spielball der Kolonialmächte. Dabei geht es vor allem ums Öl. In den 1950er Jahren hilft die CIA, einen Ministerpräsidenten aus dem Amt zu putschen. Und fördert den letzten Schah in seinem Größenwahn.
Muslime, die ihrem Glauben den Rücken kehren, müssen mit der Todesstrafe rechnen - so interpretieren einige das islamische Recht. Nun gründet sich der Rat der Ex-Muslime. Ein mutiger Schritt, selbst im sakulären Deutschland.
Einen Tag vor der dritten Islamkonferenz hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im Interview mit stern.de islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen in Aussicht gestellt. Zugleich kritisierte er muslimische Eltern, die ihre Töchter nicht am Sport- und Schwimmunterricht teilnehmen lassen.
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