. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
21. Juli 2008, 21:33 Uhr

Kein neues EU-Referendum in Irland

Nicolas Sarkozy ist in seiner Rolle als EU-Ratspräsident um Schadensbegrenzung bemüht: Die irischen Reformgegner fordern die Respektierung ihres Neins bei der Abstimmung zum EU-Reformvertrag. Jetzt schwenkt er auf ihre Linie ein - und will sie nicht zu einer weiteren Abstimmung zwingen.

War alles nur ein Missverständnis? Der irische Premier Brian Cowen und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy© Eric Feferberg/AFP

Die Europäische Union wird nach den Worten des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy nicht versuchen, ihre Reformkrise durch Druck auf Irland zu überwinden. Er habe das Land nicht zu einem zweiten Referendum gedrängt, sagte Sarkozy bei einem von scharfen Protesten begleiteten Besuch in Dublin am Montag. Tausende Menschen demonstrierten gegen den amtierenden EU-Ratspräsidenten und warfen ihm vor, das Nein Irlands nicht zu akzeptieren. Sarkozy hatte vergangene Woche eine Wiederholung der Volksbefragung über den EU-Reformvertrag verlangt. Er habe sich niemals so geäußert, sagte Sarkozy auf einer Pressekonferenz mit dem irischen Ministerpräsidenten Brian Cowen.

"Zuhören ist ein unausweichlicher Schritt"

Die Iren müssten ihre Meinung kundtun und sich entscheiden. Aber "ich habe nicht von einem Referendum gesprochen". Zuvor war Sarkozy bereits um Schadensbegrenzung bemüht. "Zuhören ist ein unausweichlicher Schritt auf der Suche nach der besten Lösung", erklärte sein Büro vor dem Treffen mit Cowen. Beide Politiker hätten vereinbart, in enger Zusammenarbeit einen Ausweg aus der Krise zu suchen.

Die Iren hatten am 12. Juni mit 53 Prozent gegen die EU-Verfassungsreform gestimmt. Das Vertragswerk kann nur in Kraft treten, wenn alle 27 EU-Staaten einverstanden sind. Sarkozy als EU-Ratspräsident will bis Ende des Jahres eine Lösung präsentieren. Vergangene Woche hatte er vor Abgeordneten seiner Partei in Paris erklärt, das Votum in Irland müsse wiederholt werden. Dies ist zwar der Wunsch zahlreicher anderer EU-Staaten. Doch die an die Öffentlichkeit geratene Aussage Sarkozys erschwert es der irischen Regierung, dafür im eigenen Land zu werben.

Weiteres Treffen im September

Als der französische Staatspräsident zum Amtssitz Cowens fuhr, musste die Polizei tausende Demonstranten zurückdrängen. "Sarkozy hat seine vollständige Verachtung für die irische Bevölkerung absolut klargemacht", sagte ein 20-jähriger Student vor dem Regierungsgebäude. "Wir fordern, dass das Nein zum Lissabon-Vertrag respektiert wird." "Einer der Gründe für die Ablehnung war das Gefühl, dass mit der EU-Reform die demokratische Kontrolle entgleitet", sagte die frühere EU-Parlamentsabgeordnete Patricia McKenna.

Ein Ausweg aus der Reformkrise soll bei einem EU-Gipfel im Oktober erörtert werden. Zuvor wollen Cowen und Sarkozy sich im September erneut treffen. Europa brauche Irland, betonte Sarkozy. Und es habe Vertrauen in die Regierung Irlands unter Ministerpräsident Brian Cowen. Dem Vertrag, der die EU auf eine neue Grundlage stellen soll, müssen alle 27 EU-Staaten zustimmen, damit er in Kraft treten kann.

AP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
Is2a3bella (22.07.2008, 16:52 Uhr)
Soviel dazu.....
über den EU-Reformvertrag verlangt."
Herr Nicolas Sarkozy,
ob die Forderung von Ihnen eine bodenlose Frechheit war oder ist!?
---
Erläuterungen zur Grundrechtecharta des EU-Vertrages
"Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet, wenn es erforderlich ist,
einen Aufruhr oder Aufstand
rechtmäßig niederzuschlagen. Die zweite Ausnahme, wann die Todesstrafe verhängt werden darf: Für Taten in Kriegszeiten
oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr."
Quelle eu-vertrag-stoppen
Sonnengruß
Is2a3bella (22.07.2008, 16:48 Uhr)
Soviel dazu.....
"Sarkozy hatte vergangene Woche eine Wiederholung der Volksbefragung über den EU-Reformvertrag verlangt."
Herr Nicolas Sarkozy,
ob die Forderung von Ihnen eine bodenlose Frechheit war oder ist!?
---
Erläuterungen zur Grundrechtecharta des EU-Vertrages
"Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet, wenn es erforderlich ist,
einen Aufruhr oder Aufstand
rechtmäßig niederzuschlagen. Die zweite Ausnahme, wann die Todesstrafe verhängt werden darf: Für Taten in Kriegszeiten
oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr."
Quelle eu-vertrag-stoppen
Sonnengruß
ganzbaf (22.07.2008, 12:06 Uhr)
Danke Irland!...

Jetzt kann es keine "CIA-EU" mehr geben!
Und Deutschland sollte noch vor Irland austreten, wenn der Gestzesetext/Verfassung nicht vollumfänglich entschärft, bzw. bürger-/arbeitnehmerfreundlicher ausgestaltet wird!
bobbys (22.07.2008, 03:55 Uhr)
manesse
und wieder einmal macht sich unser guter alter bekannter "manesse" laecherlich... glueckwunsch du traeumer
UweEllinghausen (22.07.2008, 03:02 Uhr)
Demokratie ist
wenn die einfache Mehrheit eines Landes ihre Weichen stellt. Waere es denn undemokratisch wenn die Iren von der absoluten Mehrheit der Mitglieder des EU Parlaments aus der EU ausgeschlossen werden? Das ist doch auch ein Bestandteil von einer Demokratie oder sehe ich das total verkehrt?
exiled (21.07.2008, 22:41 Uhr)
..
Blödsinn!
manesse (21.07.2008, 22:28 Uhr)
Es ist ganz einfach
Die Iren werden nicht mehr über Lissabon abstimmen müssen. Vielmehr werden sie sich per Volksabstimmung zu entscheiden haben, ob sie zu den Bedingungen von Lissabon in der EU verbleiben wollen, oder ob sie die EU verlassen werden. Tertium non datur.
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe