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Gefährliche Fiktion: Ein gefälschter Fernsehbericht über einen Einmarsch russischer Truppen in der Südkaukasusrepublik sowie den Tod des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili hat am Samstagabend viele Georgier in Angst und Schrecken versetzt.
Wochen nach dem Krieg in Südossetien bröckelt die Unterstützung für Georgiens Präsidenten Michail Saakaschwili im eigenen Land. In einem offenen Brief attackieren Oppositionelle Saakaschwili mit unangenehmen Fragen. Ihre wichtigste: "Warum fiel Georgien trotz Warnungen der USA in Südossetien ein?"
Zwei Monate nach der Niederschlagung friedlicher Oppositionsproteste hat sich Georgiens prowestlicher Staatschef Saakaschwili vorgezogenen Präsidentenwahlen gestellt. Doch die Opposition spricht schon jetzt von Wahlbetrug.
Aus Angst vor einer Teilung Georgiens hatte Staatspräsident Michail Saakaschwili Anfang November den Ausnahmezustand verhängt. Nun stellt sich das georgische Parlament gegen die Entscheidung Saakaschwilis.
Trotz der heftigen Proteste der letzten Tage konnte sich der georgische Präsident Eduard Schewardnadse im Amt halten, weil die Opposition im Land zerstritten ist. Anlass für den Proteststurm waren die manipulierten Wahlen vom 2. November.
Wie ein geschlagener Mann ist Georgiens Präsident, der fast 76-jährige Eduard Schewardnadse, am Samstag aus dem Regierungsviertel von Tiflis geflohen.
Anhänger der georgischen Opposition haben das Parlament in der Hauptstadt Tiflis gestürmt. Präsident Schewardnadse musste flüchten und verhängte am Abend den Ausnahmezustand.
Hinter den Kulissen werden in Georgien bereits Weichen für die Zeit nach Eduard Schewardnadse gestellt. Doch bis zu den angekündigten Neuwahlen "in 45 Tagen" drohen dem Land neue Erschütterungen, denn beide Oppositionsgruppen sind einander nicht grün.
Der russische Außenminister Iwanow hat am Sonntag mit dem georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse und mit der Opposition über Auswege aus der Staatskrise gesprochen.
Die georgische Opposition hat Präsident Eduard Schewardnadse zum Rücktritt innerhalb einer halben Stunde aufgefordert. Andernfalls werde man den Wohnsitz des Präsidenten stürmen.
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Nino Burdschanadse ist eine georgische Politikerin (Demokratische Bewegung - Vereintes Georgien). Sie ist Professorin für internationales Recht und war von November 2001 bis Mai 2008 als erste Frau in der Geschichte Georgiens Parlamentspräsidentin. Von November 2003 bis Januar 2004 und von November 2007 bis Januar 2008 amtierte sie als georgische Staatspräsidentin.