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Nordkorea feuert Langstreckenrakete ab

Knapp einen Monat nach der Meldung über den Abschuss einer Wasserstoffbombe in Nordkorea gibt es neue Berichte über einen Raketenstart. Diesmal sollen allerdings wissenschaftliche Zwecke dahinter stecken.

Nordkorea: Kim jong-uns Militär soll mal wieder eine Rakete getestet haben

Nordkorea: Kim jong-uns Militär soll mal wieder eine Rakete getestet haben

Einen Monat nach seinem Atomtest hat Nordkorea nach Angaben der südkoreanischen Armee eine Langstreckenrakete abgeschossen. Die Rakete sei am Sonntagmorgen vom Stützpunkt Dongchang-ri abgefeuert worden, erklärte ein Armeesprecher. Die Regierung in Pjöngjang hatte den geplanten Start der Rakete, die angeblich einen Satelliten ins All befördern soll, schon vor einigen Tagen angekündigt, den genauen Zeitpunkt aber offen gelassen.

Nordkorea behauptet, dass sein Raumfahrtprogramm rein wissenschaftlicher Natur sei. Die Staatengemeinschaft betrachtet den Raketenstart dagegen als Test einer ballistischen Rakete und damit als Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Die USA, Südkorea, Japan und China hatte die Pläne schon im Vorfeld scharf kritisiert. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte Nordkorea auf, auf den geplanten Raketenstart zu verzichten.

Russland kritisiert Nordkorea

Russland hat den Start der Langstreckenrakete unterdessen als Verstoß gegen internationale Vereinbarungen verurteilt. "Solche Handlungen führen zu einer Verschärfung auf der koreanischen Halbinsel und im Nordosten Asiens", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Moskau vom Sonntag. "Wir sind gezwungen festzustellen, dass Nordkorea ein weiteres Mal internationales Recht provokativ missachtet hat." 

Am 6. Januar hatte Nordkorea die Zündung einer Wasserstoffbombe verkündet und damit weltweit Empörung hervorgerufen. Der vierte Atomwaffentest Nordkoreas seit dem Jahr 2006 war vom UN-Sicherheitsrat scharf verurteilt worden. Atomexperten und die US-Regierung bezweifelten allerdings, dass es sich tatsächlich um eine Wasserstoffbombe handelte. Die Explosion sei dafür nicht stark genug gewesen.

feh/DPA
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