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Auch fünf Tage nach Ausbruch der Gewalt kommt der Libanon nicht zur Ruhe: Bei schweren Gefechten im Norden des Landes starben mehr als ein Dutzend Menschen.
Der blutige Konflikt in Syrien ist erstmals auch nach Beirut übergeschwappt: Bei Straßenkämpfen zwischen Gegnern und Anhängern des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wurden in der libanesischen Hauptstadt zwei Menschen getötet und 18 weitere verletzt.
Die schweren Gefechte in Beirut haben die Bewohner verstört zurückgelassen. Auch wenn die Kämpfe im Moment ruhen und wieder verhandelt wird, rechnen die meisten Menschen mit weiterer Gewalt. Wer jung und gut ausgebildet ist, sucht sich anderswo eine Zukunft.
Weltweit war der Samstag ein Tag für Proteste gegen den Krieg. In den USA standen sich Kriegs-Gegner und -Unterstützer auf der Straße gegenüber.
Der internationale Druck zeigt Wirkung: Syrien wird den Vereinten Nationen zufolge nächste Woche einen Zeitplan für einen vollständigen Abzug aus dem Libanon vorlegen.
Bei den schwersten Kämpfen in Libanon seit 1990 hat sich die Zahl der Getöteten auf mindestens 65 erhöht. Unter den Opfern ist auch Saddam al Hajdib. Er wurde im Zusammenhang mit dem geplanten Kofferbombenattentaten auf deutsche Züge gesehen.
Nach schweren Kämpfen um ein Flüchtlingslager im Nordlibanon flohen Tausende Bewohner aus dem Gebiet. Die Flüchtlinge berichteten von katastrophalen Zuständen im Camp, sogar die Leichen von Getöteten blieben in den Straßen liegen.
Der Kampf um das belagerte palästinensische Flüchtlingslager im Libanon geht offenbar in die letzte Runde: Die libanesische Armee hat Schützenpanzer und Kampfpanzer in Stellung gebracht, im Gebiet um Nahr al Bared wird heftig gekämpft.
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