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17. Juli 2007, 19:27 Uhr

Zwölf Tote nach Bombenanschlag in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag in Islamabad sind den Sicherheitskräften zufolge zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die Explosion habe sich in der Hauptstadt Islamabad ereignet, als sich hunderte Anhänger der Opposition versammelt hatten.

Mit einem Motorrad raste ein Selbstmordattentäter in eine Versammlung in Islamabad und tötete zwölf Menschen© Aamir Qureshi/AFP

Bei einem Selbstmordanschlag in Pakistan sind zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die Explosion habe sich nahe einem Justizgebäude in der Hauptstadt Islamabad ereignet, sagte der örtliche Polizeichef Iftikhar Ahmed. Augenzeugen zufolge detonierte die Bombe 30 Meter von einer Bühne entfernt, auf der der abgesetzte Oberste Richter des Landes, Iftikhar Chaudry, sprechen sollte.

Die Bühne war laut Augenzeugen von der oppositionellen Pakistanischen Volkspartei der ehemaligen Ministerpräsidentin Benazir Bhutto aufgebaut worden. Zum Zeitpunkt der Explosion sei Chaudry noch nicht vor Ort gewesen. Augenzeugen berichteten dem Fernsehsender Geo TV, der Selbstmordattentäter sei mit einem Motorrad vorgefahren und habe sich in die Luft gesprengt.

Präsident Pervez Musharraf hatte den Vorsitzenden des Obersten Gerichts am 9. März nach verschiedenen Beschuldigungen abgesetzt. Damit löste Musharraf Massenproteste aus. Sie wurden von Juristen unterstützt, die um die Unabhängigkeit der Justiz fürchteten. Auch Oppositionsparteien nutzten die Proteste, um ein Ende der inzwischen achtjährigen Regierungszeit von Armeechef Musharraf zu fordern.

Kritiker vermuten, dass sich mit der Absetzung des Richters weiterhin das Amt des Oberbefehlshabers der Streitkräfte sichern wollte. Chaudhry hätte dies verhindern können. Musharraf hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Zahl der Anschläge in Pakistan hat zugenommen, seit Regierungstruppen vergangene Woche die von Extremisten besetzte Rote Moschee in Islamabad gestürmt haben. Bei dem Einsatz waren 75 Islamisten getötet worden.

DPA/Reuters/AP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Mansfield (17.07.2007, 22:38 Uhr)
Die
(fast) täglichen Meldungen über Selbstmordattentate gehen mittlerweile an mir vorbei.
Klngt traurig, aber gerade durch die vielen News zu dem Thema wird der Leser immer abgestumpfter.
Das Ganze gehört mittlerweile zum Alltag wie das Gucken wie das Wetter morgen wird.
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