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5. Oktober 2008, 09:38 Uhr

"Obama ein Terroristen-Freund"

Die Bulldogge legt den Lippenstift ab: Die republikanische Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin warf dem demokratischen Kandidaten Barack Obama vor, mit Terroristen in Kontakt gestanden zu haben.

Sarah Palin tritt auch mal unter die Gürtellinie© David McNew/Getty Images

Obama "sieht Amerika scheinbar als derart mangelhaft an, dass er sich mit Terroristen abgegeben hat, die es auf ihr eigenes Land absehen würden", sagte Palin nach Medienberichten bei einer Wahlkampfveranstaltung n Englewood (Bundesstaat Colorado). Dabei bezog sie sich auf einen Artikel der "New York Times", in dem über die Bekanntschaft Obamas mit Bill Ayers, dem Mitbegründer der Weathermen - einer linken Terrorgruppe, die in den 60er Jahren Anschläge auf US-Regierungsgebäude verübt haben soll - berichtet worden war.

In Anspielung auf Vorwürfe hinsichtlich ihrer eigenen Zeitungslektüre sagte Palin: "Ich glaube, es gibt ein großes Interesse daran, was ich lese". In der Samstagsausgabe der "New York Times" habe sie nun mit Interesse über "Baracks Freunde aus Chicago" gelesen und dass "einer der frühesten Unterstützer" des schwarzen Präsidentschaftskandidaten ein "einheimischer Terrorist" war. "Das sind dieselben Leute, die glauben, dass Patriotismus das Zahlen höherer Steuern bedeutet", sagte die Gouverneurin von Alaska weiter.

Verschärfte Tonlage im Wahlkampf

Obamas Wahlkampfteam bezeichnete die Äußerungen Palins als "beleidigend". Dennoch kämen sie nicht überraschend, da Palin und der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain damit offensichtlich von der Finanzkrise ablenken wollten, durch die sie in der Wählergunst deutliche Einbußen erlitten hätten. "Es ist klar, dass John McCain und Sarah Palin lieber ihre Zeit damit verbringen, Barack Obama abzureißen, als einen Plan zum Aufbau unserer Wirtschaft vorzulegen", sagte Obamas Wahlkampf-Sprecher Hari Sevugan.

Zuvor hatte bereits die "Washington Post" berichtet, dass der Wahlkampfstab McCains aufgrund der negativen Umfragewerte infolge der Finanzkrise dazu übergehen wolle, den Konkurrenten stärker hinsichtlich seines Charakters, seiner Entscheidungen und seiner persönlichen Verbindungen anzugreifen.

Laut "New York Times" sind Obama und Ayers, die in Chicago im selben Stadtteil gewohnt haben, zwar mehrfach zusammengetroffen. Dabei sei es vor allem um städtische Bildungsprojekte gegangen. Offensichtlich habe es aber keine engere Beziehung zwischen den beiden gegeben, auch wenn Recherchen darauf hindeuteten, dass der Präsidentschaftskandidat seine Treffen mit dem heute 63-Jährigen "heruntergespielt" habe.

Der schwarze Senator habe auch nie Sympathie für die radikalen Ansichten oder Aktionen Ayers geäußert. Vielmehr habe Obama über ihn gesagt, dass er jemand sei, "der vor 40 Jahren mit abscheulichen Taten zu tun hatte, als ich acht (Jahre alt war)". Ayers lehrt heute als Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität von Chicago. 1974 waren Vorwürfe wegen Aufruhrs und Verschwörung gegen ihn fallengelassen worden.

AFP/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 21)
 
nightmare_online (07.10.2008, 09:51 Uhr)
die Republikaner ...
sind schon süss. Da werfen sie Obama Unerfahrenheit vor. Und nominieren anschliessend eine Frau für das Vizepräsidenten-Amt, die gar keine Ahnung von gar nichts hat, und deren Erfahrung sich - abgesehen von den letzten 2 Jahren - auf das Bürgermeisteramt eines 8000-Seelen-Dorfes beschränkt.
Der Kandidat der Republikaner McCain wird als "Maverick" verkauft, der "Change" bringen soll. Der Mann, der bei über 90% der Gesetzesvorlagen genau so abgestimmt hat wie G.W.Bush, und seit einem Vierteljahrhundert in Washington sitzt. Und in eben diesem Vierteljahrhundert keinerlei Notwendigkeit für irgend einen "Change" sah.
Da der Bürger in den USA diesen Mumpitz bemerkt hat, bleibt den Republikanern das letzte Mittel: Mit Dreck werfen. Sonst haben die Kerls nämlich nichts.
Gisella (06.10.2008, 11:47 Uhr)
Die "PALIN"
und deren dümmlicher, provozierender Vorwurf gegen Obama- macht die doofen Amis richtig happy. wie ich schon so oft schrieb-die Amis indenifizieren sich gerne mit diesen "starken" Typen, deshalb haben sie auch für den Bush gestimmt. je primitiver umso besser. Und wenn dieser Ayers ein Terrorist war oder ist, dann möchte ich an jemanden erinnern, der hier in Deutschland als ehem. Taxifahrer gegen unsere Obrigkeit mit Steinen vorgegangen ist. -In den 60zigern.-Und auch er war lange in "AMT und WÜRDEN".
DasBertl (06.10.2008, 02:57 Uhr)
Richtigstellung
natürlich nicht vor der brauen Soße, sondern vor der braunen Soße. Aber mei, so samma hoid, des kann schonamoi passiern. Ich hoffe es gibt noch ein paar US-Amerikaner die in Bezug auf Ihr Land einen ähnlich "gesunden" Patriotismus innehaben wie ich ihn mir zu Buche schreibe. Wenn mir das sonst keiner machen sollte, damit kann ich leben ;)
DasBertl (06.10.2008, 02:52 Uhr)
@UR63
Ich halte nichts Flach, Kamerad. Ersten haben wir Meinungsfreiheit (außer man hat so eine braune Glatze wie ich sie bei Ihnen vermute, ein Glück), zweitens versuche ich damit meine Verfassung zu schützen, drittens soll er mir doch beim scheißen zuschaun der Voyeurverein Verfassungsschutz und viertens nein ich habe schwarze haare, was allerdings nicht auf meine Gesinnung schließen lässt welche noch leicht rotgrünlich ist. Schwarz oder gar braun wird sie nie, dunkelrot hoffentlich auch nicht. Patriotismus ist bei Schwarzbraun in den falschen Händen. Ich liebe mein Land und werde es vor der brauen Soße mit allen Mitteln verteidigen!!
UR63 (05.10.2008, 20:21 Uhr)
@DasBertl...
ist bestimmt rothaarig!
Genau wie seine Gesinnung.
Achso.Wenn wir schon mal bei den/die Linke sind!
In Ihrer Heimat Bayern werden mehr als die Hälfte Ihrer Glaubensbrüder vom Verfassungsschutz beobachtet!
Und das ist auch gut so!
Also den Ball immer schön flach halten,Genosse!
tricky_dude (05.10.2008, 19:50 Uhr)
Foto
Es gibt ja sogar ein schönes Foto wo Mr. Rumsfeld die Hand von Saddam Hussein schüttelt.
Wenn wir schon bei Schlammschlacht angelangt sind. Mrs. Palin ist das Negativ-Beispiel für die Emanzipation. Oder einfach nur dämlich.
DasBertl (05.10.2008, 18:57 Uhr)
Zum Thema
Die Palin hat nicht mehr alle Steine auf der Schleuder, aber das beweist sie in freien Interviews auch immer wieder gerne. Zudem für sie der Rechtsstaat auch nicht zu gelten scheint. Denn wenn jemand nicht rechtskräftig verurteilt wird, dann heisst das, er gilt als Unschuldig auch wenn eine Anklage nur "fallen gelassen" wird. Also selbst WENN Herr Obama sich mit Herrn Ayers getroffen hat, dann hat er sich mit keinem Terroristen getroffen. Ausserdem hat sich doch George W. Bush auch schon mit Joseph Fischer, damals Deutscher Aussenminister und ehemaliger Steinewerfer getroffen. Küngelt da die Partei der Republikaner vielleicht auch mit Terroristen? Und wie war das mit Bin Laden? Hat denn nicht der CIA den Mann ausgebildet? Und das unter Bush Senior? Oder wie war das mit dem anderen freundlichen Herrn im Irak, Sadam Hussein? Wurde der nicht gegen den Iran in den Krieg geschickt und das mit US-Amerikanischen Waffen? Ich könnte hier noch endlos weiter aufzählen. Ich fürchte man muss die US-Administration der letzten 40 Jahre alle nach Guantanamo verfrachten ;). Allen voran die Palin, die ja das Öl der Welt für die USA "mit allen mitteln" sichern will....
DasBertl (05.10.2008, 18:48 Uhr)
@mramorak
Erst einmal informieren und dann schwachsinn verzapfen der Herr. Bill Ayers, gegen den die Anklage fallen gelassen wurde, war zu dem Zeitpunkt und ist es noch heute, ein Weißer! Und seit wann ist 1974 heute? Gehen sie sich mal Ihren rassistischen kahlgeschorenen Kopf waschen, wenn schon nicht der Inhalt sollte wenigstens die Platte glänzen...
tricky_dude (05.10.2008, 18:01 Uhr)
Übel
Die Bräurosl von der Wiesn wär eine 10x bessere Vize als diese Frau. Ich hätt aber auch lieber die Bräurosl als Bundeskanzlerin. ;)
erichmonika (05.10.2008, 17:37 Uhr)
Mc Cain ist unfähig
Wer sich so eine brandgefährliche und unfähige Stellvertreterin sucht, weil er glaubt, dass so eine religiös verblendete Frau religiös verblendete Wähler gewinnen kann, ist nicht nur unfähig sondern hat kein Verantwortungsgefühl für das Land das er regieren will. Er ist also im hohen Maße unpatriotisch. Er müsste eigentlich wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er die Amtszeit nicht übersteht groß ist und trotzdem geht er dieses Risiko ein. Der Frau sieht man doch an, dass sie über Leichen geht, wenn es ihr nützt.
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