. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
16. April 2008, 17:23 Uhr

"Religion ist Grundlage der Politik"

Papst Benedikt XVI. und US-Präsident George W. Bush sind sich in der Bedeutung moralischer Werte einig. Ohne sie könne eine Demokratie nicht funktionieren, sagte der Papst beim Empfang im Weißen Haus, wo er auch seinen 81. Geburtstag feiert.

Benedikt XVI. lässt sich feiern: Er ist der erste Papst seit 29 Jahren, der im Weißen Haus empfangen wurde© Matthew Cavanaugh/EPA

Für Papst Benedikt XVI. und US-Präsident Bush haben Glaube und Religion eine herausragende Bedeutung für das politische Handeln. "Eine Demokratie ohne Werte kann ihre eigene Seele verlieren", sagte der Papst bei einem Empfang auf dem Südrasen des Weißen Hauses. Der Glaube gebe den Menschen zugleich die Kraft, "für eine immer gerechtere und brüderliche Gesellschaft einzutreten". Mehrfach verwies der katholische Kirchenführer dabei auf die Religiosität in den USA.

Mit Blick auf den Kampf gegen den Terrorismus sagte Bush: "In einer Welt, in der einige den Namen Gottes gebrauchen, um Akte von Terror, Mord und Hass zu rechtfertigen, brauchen wir Ihre Botschaft, dass Gott Liebe bedeutet." Eindringlich sprach sich Bush gegen "moralischen Relativismus" aus, der echte Werte wie Wahrheit und Gut und Böse verneine. "Die Gesellschaft sollte nach Gerechtigkeit und Wahrheit streben", sagte der Präsident.

Spontanes Ständchen für das Geburtstagskind

In einer spontanen Geste überraschten die Gäste auf dem Südrasen des Weißen Hauses den Papst an seinem 81. Geburtstag mit einem "Happy Birthday". Anschließend sang die Sängerin Kethleen Battle das "Vaterunser". Bereits zuvor hatte der Jubilar seinen Geburtstag in einer privaten Messe gefeiert. Zu Beginn der farbenprächtigen Zeremonie wurde Benedikt mit 21 Salutschüssen begrüßt, während eine Militärkappelle die Nationalhymne des Vatikans spielte.

Der Präsident dankte Benedikt dafür, dass er seinen 81. Geburtstag in den USA verbringe. Zum Empfang des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche waren 9000 Menschen in den Garten des Weißen Hauses eingeladen worden, der damit eine seiner größten Veranstaltungen erlebte. Vor Benedikt hatte als erster Papst dessen Vorgänger Johannes Paul II. die USA besucht.

DPA/AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
xduffx (18.04.2008, 09:30 Uhr)
@Georg + @Knilch
Sicherlich ist die Beschneidung schlimmer. Das macht die Taufe jedoch nicht unbedingt gut. Es ist immer noch so, dass das Kind gar nicht in der Lage dazu ist um zu entscheiden, ob es in die Kirche eintreten will oder nicht. Warum also nicht warten bis es soweit ist.
Ein "lieber Gott" hätte dafür sicherlich Verständnis.
Die Kirche wird ihre Grundstrukturen nie ändern und immer an ein 2000 Jahre altes Buch glauben. Was soll die heutige Politik daraus lernen?
Die Enstehungsgeschichte der Welt ist längst widerlegt und immer noch wird sie teilweise als Whrheit verkauft.
Nur weil in der Bibel die 10 Gebote stehen, bedeutet das noch lange nicht, das ungläubige Menschen keinen Sinn für Moral haben. Die Geschichte der Kirche hat ja bis heute Eindrucksvoll gezeigt, dass Sie die Moral auch nicht immer gepachtet hat.
Georges13437 (17.04.2008, 18:30 Uhr)
@dxffux
Was hast du gegen die Taufe, da ist die Beschneidung von kleinen Jungen in 2 anderen Religionen ein härteres Kaliber. Bei den Katholiken gibt es ein paar Tropfen Weihwasser, bei den Anderen fließt Blut. Der Katholische Junge kann später immer und zu jeder Zeit aus seiner Kirche austreten, ob das wohl im Islam so einfach geht. Also nicht immer alles durcheinanderbringen. Was man sonst von dieser Reise zum Bombenwerfer halten mag, steht auf einem neuen Blatt.
MfG Georg P.
Malt (17.04.2008, 12:22 Uhr)
"Religion ist Grundlage der Politik"?
Komisch... islamische Staaten, die sich daran ausrichten, werden ausgebombt und stellen, obwohl nicht bewiesen, mit nicht vorhandenen Atomwafffen die angeblich größte Gefahr für den Frieden dar?
.
Müsste es nicht heißen "Religionen, die WIR uns ausgesucht haben, sind die Grundlage für Machtmissbrauch, Massenverführung und -Verdummung!"?
knilch_59 (17.04.2008, 00:10 Uhr)
Recht hat er!
Religion ist nichts anderes als die Zusammenfassung gesellschaftlicher Grundwerte. Diese sollten auch besser nicht tagespolitischen Parteiengezänk unterliegen, können aber wohl langfristig geändert werden – jede Gesellschaft entwickelt sich weiter, wenn auch nicht immer nur zum Guten. Von daher ist eine „religiöse Instanz“ jenseits der Tagespolitik grundsätzlich zu begrüßen, sie hat eine wichtige Aufgabe, indem sie sich einmischt!
.
Das Problem liegt eher in der katholischen Kirche und ihrer Tradition: An der Spitze der Papst mit eingebauter Unfehlbarkeit, darunter strikt hierarchische Ausrichtung + Absoluter Gehorsamsanspruch. Sie hat ihre Struktur aus dem römischen Reich übernommen, dem vor 2.000 Jahren effizientesten politischen und wirtschaftlichen System. Wenn sie nicht bald ihre Strukturen überdenkt, wird sie sich demnächst selbst überflüssig machen und abschaffen.
.
Die Folge – eine Gesellschaft, in der es keine Gemeinschaft mehr gibt, weil der gemeinsame Wertekanon fehlt, will ich mir gar nicht vorstellen.
xduffx (16.04.2008, 20:50 Uhr)
moralische Werte
ich frage mich, welche moralischen Werte der Papst meint:
-Unterdrückung der Frauen?
-Unterdrückung von Homosexuellen?
-Taufen von Kindern, die sich noch gar keinen Gott auswählen können?
-Verbot von Kondomen?
u.s.w.
Die Welt könnte so schön sein ....
ohne Kirche!
Bunsenbrenner (16.04.2008, 19:57 Uhr)
zwei Extremisten unter sich
Auch wenn es selbst in Deutschland noch nicht vollständig gelungen ist, Staat und Kirche voneinander komplett zu trennen, sind wir doch den Staaten darin weit überlegen. Der deutsche Papst mit seinem radikalen Gedankengut gehört auch besser dort hin als nach Europa. Zum Glück hatten wir die Aufklärung, aber trotzdem spukt die katholische Kirche noch herum und im verblödeten Amland bilden diejenigen, die die biblische Genesis der Evolutionstheorie vorziehen noch in der Überzahl. Und auch bei Pisa liegen sie noch hinter Deutschland. Der Papst ist in den Staaten sicher richtig aufgehoben.
MEHR ZUM ARTIKEL
Washington Memo Der Gipfel der Berufung

Der "Kleiderschrank-Katholik" wird George W. Bush, der sich von Gott ins Weiße Haus berufen fühlt, genannt. Nun rollt er einem anderen Berufenden den Roten Teppich aus: Benedikt XVI. In ihm sieht der US-Präsident einen Verbündeten im Geiste, doch für den Papst ist die USA-Reise nur ein Promo-Trip. mehr...

Papsteinkleider Stadelmaier Himmlische Mode aus den Niederlanden

Seit drei Generationen kleidet die niederländische Familie Stadelmaier die Päpste ein. Auch Papst Benedikt XVI. ist Kunde: Für seine USA-Reise gab er eigens eine neue Kollektion in Auftrag. Ein Besuch beim Modepapst Aart Stadelmaier. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe