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Soziale Netzwerke können Glauben stärken

Beten, meditieren, Gottes Wort miteinander teilen: Dafür ist nicht nur die Kirche da, sondern das können laut Papst Benedikt auch die Sozialen Netzwerke leisten - solange man dort "wahrhaftig" ist.

  Toröffner für andere Dimensionen des Glaubens: Papst Benedikt XVI. sieht die digitale Welt als Chance

Toröffner für andere Dimensionen des Glaubens: Papst Benedikt XVI. sieht die digitale Welt als Chance

Das katholische Kirchenoberhaupt Papst Benedikt XVI. sieht in den Sozialen Netzwerken eine Chance zur Verbreitung und Stärkung des Glaubens. "Es gibt soziale Netzwerke, die in der digitalen Welt dem Menschen von heute Gelegenheit bieten, zu beten, zu meditieren und Gottes Wort miteinander zu teilen", erläuterte der Papst, der seit Dezember 2012 seine Botschaften auch auf Twitter verbreitet. Die Netzwerke könnten die Tore zu anderen Dimensionen des Glaubens öffnen, erklärte der Papst in einer Botschaft an die Gläubigen am Donnerstag.

"Viele Menschen entdecken in der Tat gerade dank eines anfänglichen Online-Kontaktes, wie wichtig die direkte Begegnung ist, die Erfahrung von Gemeinschaft oder auch von Pilgerschaft - stets wichtige Elemente auf dem Glaubensweg", sagte der Papst. "Wenn wir uns bemühen, das Evangelium in der digitalen Welt präsent zu machen, können wir Menschen dazu einladen, Gebetstreffen oder liturgische Feiern an konkreten Orten wie Kirchen oder Kapellen zu erleben."

Auf die leise Stimme der Vernunft hören

Der Papst rief dazu auf, auch in den sozialen Netzwerken authentisch und wahrhaftig zu sein. "Es hat oft den Anschein, dass der Wert und die Wirksamkeit der verschiedenen Ausdrucksformen - wie es auch bei anderen sozialen Kommunikationsmitteln geschieht - mehr von deren Popularität bestimmt sind als von deren wirklicher Bedeutung und Stichhaltigkeit", warnte der Papst. "Gelegentlich kann die leise Stimme der Vernunft vom Lärm zu vieler Informationen übertönt werden, und es gelingt der Vernunft nicht, Aufmerksamkeit zu erregen, die stattdessen denen zuteil wird, die sich auf verführerische Weise ausdrücken."

Der Papst twittert bereits in mehreren Sprachen wie Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch, Arabisch - und seit vergangenem Sonntag auch auf Latein als Amtssprache der katholischen Kirche. Der Vatikan will über das Online-Netzwerk die Reichweite der katholischen Kirche vergrößern.

nw/DPA/DPA

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