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Monti lässt sich bitten

Im Wahlkampf will er nicht mitmischen, doch wenn man ihn hinterher ruft, macht er's: Mario Monti hat sich bereit erklärt, Italien erneut als Premier zu führen - und vor seinem Vorgänger gewarnt.

  "Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn ich gefragt werde.": Italiens zurückgetretener Regierungschef Mario Monti.

"Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn ich gefragt werde.": Italiens zurückgetretener Regierungschef Mario Monti.

Der zurückgetretene italienische Regierungschef Mario Monti hat sich bereit erklärt, Italien weiter zu führen. "Ich ergreife für keine Seite Partei", sagte der 69-Jährige in Rom, "aber ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn ich vom (nächsten) Parlament gefragt werde." Er stehe zur Verfügung, den Kräften, die seinen Reformkurs unterstützten, "meine Meinung, meine Ermutigung" zu geben und diese, "wenn es die Umstände wollen, zu führen".

Zugleich warnte Monti die Italiener, bei den Parlamentswahlen im Februar nicht der populistischen Politik und den Versprechen seines Vorgängers Silvio Berlusconi zu folgen. Das hoch verschuldete Italien befinde sich noch immer in einer schwierigen Phase.

"Italien verändern und Europa reformieren"

Monti machte klar, dass er bei den Wahlen nicht als Spitzenkandidat antreten werde. Dies könnte er auch nicht, weil er bereits das Amt eines Senators auf Lebenszeit innehat. Zuletzt hatte es aber Spekulationen gegeben, er könne als inoffizieller Kandidat eines Zentrumsbündnisses in den Wahlkampf gehen und dann im Nachhinein zum Regierungschef ernannt werden. Der parteilose Ex-EU-Kommissar kündigte am Sonntag weiter an, er wolle ein Programm aufstellen, um "Italien zu verändern und Europa zu reformieren". Er wolle so verhindern, dass "gefährliche Schritte rückwärts" gemacht würden.

Monti hatte die Regierung inmitten der Finanzkrise im November 2011 vom damaligen Regierungschef Silvio Berlusconi übernommen. Am Freitag hatte er wie angekündigt nach Verabschiedung des Haushalts 2013 seinen Rücktritt eingereicht. In Italien finden nun Neuwahlen am 24. und 25. Februar statt.

mad/DPA/AFP/DPA

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