Parteitreffen und Kandidaten-Kür als perfekt inszeniertes Spektakel: Auf den Conventions, den Nominierungsparteitagen der Demokraten und Republikaner, werden Barack Obama und John McCain offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gewählt. stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Conventions.

Die große Show beginnt: Mit den Parteitagen erhoffen sich Demokraten und Repubikaner, noch unentschlossene Wähler zu überzeugen© AFP/Spencer Platt/Getty Images
Mit den Nominierungsparteitagen von Demokraten und Republikanern tritt der US-Präsidentschaftswahlkampf gut zwei Monate vor der Wahl am 4. November in die heiße Phase. Traditionell hält die Oppositionspartei ihren Parteitag zuerst ab - in diesem Jahr also die Demokraten. Sie werden jetzt, vom 25. bis 28. August, in Denver im Bundesstaat Colorado mit Senator Barack Obama erstmals einen Schwarzen zum Präsidentschaftskandidaten küren. Eine Woche später, vom 1. bis 4. September, folgen die Republikaner. In St. Paul im US-Staat Minneapolis werden sie Senator John McCain offiziell zu ihrem Spitzenkandidaten für die Nachfolge des scheidenden Präsidenten Georg W. Bush nominieren.
Die "National Conventions" der beiden großen Parteien sind Höhepunkte im Kalender eines Präsidentschaftswahljahres in den USA. Vor allem in diesem Jahr dürfte das Interesse an den beiden Veranstaltungen groß sein. Mit dem noch jungen, charismatischen Obama und dem Kriegshelden McCain, stehen zwei markante Persönlichkeiten zur Wahl. Nach acht Jahren Präsidentschaft unter George W. Bush sehnen sich nicht nur viele Amerikaner nach einem Politikwechsel und erwarten mit Spannung, wer als nächstes ins Weiße Haus einziehen wird. Und das Rennen ist noch völlig offen. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass Obama und McCain fast gleichauf liegen. Beide müssen also noch Überzeugungsarbeit bei den Wählern leisten - die Wahlparteitage sind ein geeigneter Ort dafür. stern.de erklärt die wichtigsten Fragen zu den Conventions.