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Öcalan bietet Türkei Waffenstillstand an

PKK-Chef Abdullah Öcalan hat die kurdischen Kämpfer dazu aufgerufen, sich aus der Türkei zurückzuziehen. Zugleich machte er einen wichtigen Schritt auf die Regierung in Ankara zu.

  PKK-Chef Abdullah Öcalan - hier bei seiner Urteilsverkündung im Juni 1999 - hat an alle kurdischen Kämpfer appelliert

PKK-Chef Abdullah Öcalan - hier bei seiner Urteilsverkündung im Juni 1999 - hat an alle kurdischen Kämpfer appelliert

Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan hat alle kurdischen Kämpfer zum Rückzug aus der Türkei aufgefordert. Zugleich bot der seit 1999 Inhaftierte der türkischen Regierung in einer am Donnerstag von einem kurdischen Politiker verlesenen Erklärung einen Waffenstillstand an. Der seit Jahrzehnten tobende Konflikt müsse politisch gelöst und die Tür für einen demokratischen Prozess nun aufgestoßen werden. "Das ist nicht das Ende, das ist der Beginn einer neuen Ära."

Die Erklärung wurde zum kurdischen Neujahrsfest in Diyarbakir vor rund 250.000 Menschen verlesen. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK kämpft seit 28 Jahren gewaltsam für einen eigenen Staat. In dem Konflikt sind bislang etwa 40.000 Menschen getötet worden. Der fast 64-jährige Öcalan verbüßt in einem Gefängnis auf der Insel Imrali eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Hochverrats. Die PKK ist in der Türkei und vielen anderen Ländern, darunter auch Deutschland, als terroristische Organisation verboten.

tkr/DPA/DPA

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