Startseite

In Putins Zarenreich fallen klare Worte

Erstmals seit Putins Rückkehr ins russische Präsidentenamt reiste Kanzlerin Merkel nach Moskau. Die Meinungen der Presse über diesen Besuch gehen jedoch weit auseinander.

  Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russland als Partner und Freund gewürdigt, zugleich aber mehr Kritikfähigkeit von dem Land und seiner Regierung gefordert

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russland als Partner und Freund gewürdigt, zugleich aber mehr Kritikfähigkeit von dem Land und seiner Regierung gefordert

Klartext im Kreml: Mit deutlichen Worten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin Repressionen gegen die Opposition kritisiert. Als Beispiel nannte Merkel die international umstrittenen Haftstrafen für Mitglieder der Punkband Pussy Riot. "Wir fragen uns, ob das gut für die Entwicklung der russischen Gesellschaft ist oder nicht", sagte sie am Freitag in Moskau. Putin wies alle Vorwürfe zurück. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, in seiner dritten Amtszeit mit restriktiven Gesetzen massiv gegen politische Gegner vorzugehen.

Die Kritik Merkels wird von den Medien jedoch unterschiedlich bewertet. Während die einen die klaren Worte schätzen, sehen andere die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland in Gefahr.

Moskowski Komsomolez

Zum Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kreml schreibt die Moskauer Boulevardzeitung "Moskowski Komsomolez" (MK) am Samstag:

"Der Gipfel der Anführer Russlands und Deutschlands im Rahmen des jährlichen zivilgesellschaftlichen Forums Petersburger Dialog begann fünf Minuten früher als geplant. Doch schon bevor die öffentliche Debatte losging, war die angespannte Atmosphäre zu spüren. Der Grund: die unterschiedlichen Ansichten über die politischen Prozesse, die sich in Russland abspielen. Auch wenn sie nicht stritten, so blieben die Staatenlenker während des Dialogs ihrem Kontrahenten nichts schuldig."

Münchner Merkur

"Die kakophonische Begleitmusik zu Angela Merkels Besuch bei Russlands starkem Mann Wladimir Putin ist ein unüberhörbares Zeugnis, dass die deutsch-russischen Beziehungen so schlecht sind wie seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr. Das ist die logische Folge des zunehmend autoritären Kurses, den der Kremlchef seit seiner Rückkehr ins Amt im Mai verfolgt und der der deutschen Seite, die jahrelang die Illusion pflegte, gewissermaßen Schrittmacherdienste beim Weg Russlands auf dem Weg zu einer freiheitlichen Demokratie leisten zu können, immer schwerer im Magen liegt. Schließlich hat sich Deutschland einseitig in eine weitgehende Abhängigkeit von russischen Energielieferungen begeben."

Nürnberger Nachrichten

"Fraglich, ob selbst Gerhard Schröder, Putin-Freund und Geschäftspartner Russlands, den Moskauer Machthaber heute noch als "lupenreinen Demokraten" bezeichnen würde - Putins Weg seit Mai geht in die entgegensetzte Richtung. Er entwickelt sich zum lupenreinen Despoten. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nun in Moskau erstaunlich und erfreulich deutlich angesprochen - vor laufenden Kameras. Mag sein, dass die russischen Medien die Kritik der deutschen Regierungschefin am zusehends autoritären Kurs Putins klein spielen (müssen): Derart klare Worte sprechen sich herum, und die Regimekritiker und echten Demokraten in Russland freuen sich über die Unterstützung aus Berlin, auch wenn sie ihnen im Augenblick konkret wenig hilft."

Rhein-Neckar-Zeitung

"Natürlich ist Handel wichtig und Staaten. Die Marktwirtschaft als Schmiermittel der friedlichen Koexistenz. Doch die neue Art der diplomatischen Neckerei ohne Folgen, wie sie Merkel und Putin gestern in Moskau betrieben haben, ist lediglich eine weitere Variante im großen Politikzirkus. Etwas weniger Gepolter - auch seitens des Bundestages - täte jedenfalls der Diplomatie im Hintergrund gut - und auch der Opposition im roten Zarenreich."

Reutlinger General-Anzeiger

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Das soll #link;http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Sergejewitsch_Gorbatschow;Michail Gorbatschow# 1989 zu Erich Honecker gesagt haben. Nicht ganz so direkt, aber doch deutlich genug, hat die deutsche Kanzlerin gestern den russischen Präsidenten gewarnt. Kein Staat könne sich auf Dauer gegen sein Volk stellen, sagte sie mit Blick auf die eigenen Erfahrungen in der DDR. Das saß."

Ellen Ivits mit AFP/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools