. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
8. Juli 2009, 16:10 Uhr

Werden G8-Gipfel noch gebraucht?

Pro und Contra

Der G8-Gipfel ist die umstrittenste Kaminrunde der Welt: Teuer, aufwändig, elitär. Ist das Spitzentreffen noch sinnvoll und zeitgemäß? Brauchen wir die Gipfel noch? Ja, schreibt Niels Kruse - und zwar als Forum gleichgesinnter, demokratischer Staaten. Manuela Pfohl hält dagegen. Sie schreibt: Integriert die Schwellenländer!

Der Gipfel ist unverzichtbar

Werden die G8-Gipfel noch gebraucht? Diese wohl teuersten und aufwändigsten Kaminrunden der Welt? Mit all ihren unverbindlichen Absichtserklärungen und Ritualen, all den tagelang abgesperrten Straßen, den Tausenden von Polizisten, Abertausenden von Demonstranten, von denen nicht wenige auf Randale aus sind? Nicht nur Linke und Globalisierungsgegner fordern seit langem die Abschaffung des Klüngelklubs der mächtigsten Führer der Welt - selbst Angela Merkel, Teil eben jener Runde, spricht sich dafür aus, das G8-Treffen im G20-Gipfel aufgehen zu lassen. In einer G20-Runde sind neben den Industriestaaten auch die Schwellenländer vertreten.Und die Kanzlerin hat ja Recht, wenn sie fordert, dass globale Fragen und Probleme von möglichst vielen Betroffenen geklärt werden müssen - und nicht nur in einem exklusiven Kreis einiger Supermächte. Bei näherer Betrachtung ist es jedoch genau diese Exklusivität, die die Gruppe der Acht und deren regelmäßige Treffen so unverzichtbar macht: Denn die Teilnehmer, von Russland einmal abgesehen, verbindet zwei Werte, die in der westlichen Welt als elementar begriffen werden, aber die nicht alle G20-Länder ebenso akzeptieren: eine offene Gesellschaft und ein demokratisches System. Dass diese Werte ohnehin zu oft wirtschaftlichen Interessen geopfert werden, ist schlimm genug. Das ist vor allem dann der Fall, sobald es um Verhandlungen mit ökonomisch attraktiven Diktaturen wie Saudi-Arabien oder China geht, beide Mitglieder der Gruppe der 20. Deshalb ist es umso wichtiger, dass zumindest die gleichgesinnten Staaten die Möglichkeit haben, sich zu im kleinen Kreis zu "committen", wie das im Manager-Neudeutsch heißt - also gemeinsame Positionen zu finden, die gemeinsam in großen Kreis vertreten werden. Dabei geht es gar nicht einmal darum, Schwellen- und Entwicklungsländern den Willen der großen Industrienationen aufzuzwingen, es reicht bereits, wenn die G8 als Vorreiter dienen, wie etwa beim Klimaschutz. Entsprechend betrachtet Angela Merkel die künftigen G8-Treffen als "Format der Vorbesprechung". Doch ein Gipfel dieses Kalibers bleibt ein Gipfel, bleibt ein Spitzentreffen von enormer Strahlkraft, bleibt ein mediales Ereignis, bleibt ein Magnet für Gegner und Demonstranten. Und so unschön Krawalle als Begleiterscheinung von G8-Gipfeln sein mögen. Proteste als solche sind legitimer Ausdruck des Bürgerwillens sowie Ventil für Frust und Unmut. Sie sind, wenn überhaupt noch, in den westlichen Staaten, also dem Großteil der G8-Ländern, möglich. Das sollte so bleiben.

KOMMENTARE (6 von 6)
 
tetrapanax (08.07.2009, 18:43 Uhr)
Antwort: nein!
Aber wenn diese geistige Elite sich unbedingt zum Schlemmen und dummes Zeug reden versammeln muss:
ein Schiff mit allem Luxus mieten und irgendwo, abseits von aller Zivilisation, vor Anker gehen und dann lasst sie machen.
Käme immer noch wesentlich billiger als dieses Brimborium, wo sich dann noch das linke Pack aller Länder vereinigt, um Randale zu machen.
Doshi (08.07.2009, 17:46 Uhr)
G 8 = Randale für die Ganoven
Der Gipfel wird gebraucht. Na klar! Endlich wieder ein internationaler Treffpunkt aller radikalen linken Chaoten!!!!
mid63 (08.07.2009, 17:05 Uhr)
Zeitgemäßer ...
... wäre es, diese Debattierveranstaltung in die Videokonferenzräume zu verlagern. Dort kann man sich Absichtserklärungen aus den Gehirnwindungen schrauben, ohne die Nationen dieser Welt zu sehr finanziell wie intellektuell zu fordern.
Warum wird das niemals so geschehen? Weil unsere politisch Mächtigen den Pomp und den Luxus gerne persönlich genießen - egal wie viel Ressourcen jedweder Art dafür verschwendet - sorry, aufgewendet - werden.
Malt (08.07.2009, 16:42 Uhr)
G8 oder....
...das teuerste Fotoshooting der Welt.
hotte_m (08.07.2009, 16:40 Uhr)
Ein großes Fressen
der Labermänner und -Frauen mit ungeheuren Kosten für die Sicherheit derer ist alles was dabei herauskommt.
bR4iNST0RM (08.07.2009, 16:30 Uhr)
Keine Balance.
Da „unsere“ Vertreter keine zeitgemäße Politik vertreten, machen diese Treffen, inklusive der Vertreter, keinen Sinn. Rein Wirtschaftlich betrachtet sind diese Treffen nicht vertretbar. Oder anders: das Preis- / Leistungsverhältnis stimmt nicht.
MEHR ZUM ARTIKEL
L'Aquila vor dem G8-Treffen Auf das Beben folgt der Gipfel

Anfang April erschütterte ein Erdbeben das italienische L'Aquila. Nun fliegen dort die Mächtigen dieser Welt zum G8-Gipfel ein. Fluch oder Segen? Was haben die Menschen vor Ort von der Polit-Show mit Zeremonienmeister Silvio Berlusconi? Der Bürgermeister L'Aquilas jedenfalls schimpft - und bleibt deshalb schon mal außen vor. Ein Besuch in einer geschundenen Region. mehr...

G8-Treffen in L'Aquila Darum geht's auf dem Gipfel

Warum treffen sich die Staats- und Regierungschefs ausgerechnet in dem Erdbebengebiet von L'Aquila? Was wollen Sie beschließen? Wie ist die Situation vor Ort? In Italien hat der G8-Gipfel der mächtigsten Staatschefs der Welt begonnen. Lesen Sie hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dem Treffen, das für Chinesen und Russen mit einer schlechten Nachricht begann. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe