. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
12. Februar 2011, 12:29 Uhr

Algerische Polizei knüppelt Demonstranten nieder

Dramatische Szenen in Algerien: Die Revolution im benachbarten Äygpten sollte zum Startschuss für den algerischen Aufstand werden. Doch das Regime des Autokraten Bouteflika verhindert die für heute geplante Kundgebung der Opposition mit aller Gewalt.

Ägypten, Algerien, Unruhen, Proteste, Demonstrationen, Gewalt, Opposition, Regime, festgenommen, Bouteflika, Algier, 192018

Unerbittlich gehen Polizei und Geheimdienste gegen die friedlichen Demonstranten vor© Mohamed Messara/DPA

In der algerischen Hauptstadt Algier versuchen Sicherheitskräfte mit Gewalt, eine Demonstration von Regimegegnern zu verhindern. Am Startpunkt des nicht genehmigten Protestmarsches in der Innenstadt prügelten Polizisten am Samstag mit Schlagstöcken auf Demonstranten ein. Rund 2000 Protestteilnehmer durchbrachen auf dem Platz des 1. Mai eine Polizeiabsperrung, um ihren Marsch durch die Innenstadt wie geplant abzuhalten, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Zahlreiche Personen, darunter auch Oppositionspolitiker, seien festgenommen worden, berichteten Augenzeugen vor Ort. Über Verletzte gab es zunächst keine Angaben.

Festnahmen im großen Stil

Zu dem Demonstrationszug hatte die Nationale Koordinierung für den Wandel und die Demokratie (CNCD) aufgerufen, ein Bündnis aus Oppositionsparteien, unabhängigen Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Behörden untersagten den Protestmarsch aber. In der Stadt waren 30.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, entlang der geplanten Demonstrationsroute waren hunderte gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer aufgestellt. Bereits vor dem Beginn der Kundgebung wurden einige Teilnehmer festgenommen, darunter ein Abgeordneter der Oppositionspartei RCD, wie Augenzeugen und ein AFP-Korrespondent berichteten. Journalisten zufolge kam es zwischen hunderten Demonstranten und der Polizei zu gewaltsamen Zusammenstößen. Das algerische Innenministerium sprach von 250 Regierungsgegnern. 14 Menschen wurden demnach vorübergehend festgenommen.

Größere Gruppen von Regimegegnern wurden auf dem Weg zum Startplatz der Demo umzingelt und am Weitergehen gehindert. Die Demonstranten forderten friedlich den Rücktritt des autoritären Präsidenten Abdelaziz Bouteflika und einen demokratischen Wandel. Regimefreundliche Gegendemonstranten konnten sich ungehindert bewegen. Sie provozierten die Oppositionellen mit Pro-Bouteflika-Rufen.

Wut über Arbeitslosigkeit

Wie in zahlreichen anderen arabischen Staaten auch hatten in Algerien zu Jahresbeginn viele Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Arbeitslosigkeit protestiert, bei den Protesten kamen fünf Menschen ums Leben. Am Freitag gingen die Sicherheitskräfte in Algier mit Gewalt gegen eine spontane Freudenfeier zum Rücktritt von Ägyptens Staatschef Husni Mubarak vor, nach Oppositionsangaben wurden dabei mehrere Menschen verletzt und rund ein Dutzend weitere festgenommen.

AFP/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Unruhen in der arabischen Welt Jemens Präsident kündigt Rückzug auf Raten an

In Ägypten setzen die Demonstranten Präsident Mubarak unter Druck und beeinflussen damit andere arabische Länder. Im Jemen verzichtet Staatschef Ali Abdullah Saleh nun auf eine weitere Amtszeit, um die Proteste der eigenen Bevölkerung im Zaum zu halten. mehr...

Unruhen in Algerien Hunderte Verletzte und drei Tote bei Protesten

In Algerien haben am Freitag erneut wütende Bürger gewaltsam gegen die steigenden Lebenshaltungskosten demonstriert. Dabei sind Hunderte verletzt und zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Wut der Demonstranten richtet sich gegen die hohen Lebensmittelpreise. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe