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Russland verbietet Skandal-Video

Neuer Schlag gegen die Bandmitglieder von Pussy Riot: Ein Moskauer Gericht sperrt die Videoclips der russischen Frauenband im Internet. Der Grund: Der Inhalt der Videos sei extremistisch.

  Nach ihrem Protest gegen Putin im Februar waren Nadeschda Tolokonnikowa (23) und Maria Aljochina (24) wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" zu zwei Jahren Straflager verurteilt worden

Nach ihrem Protest gegen Putin im Februar waren Nadeschda Tolokonnikowa (23) und Maria Aljochina (24) wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" zu zwei Jahren Straflager verurteilt worden

Videoclips der russischen Frauenband Pussy Riot und ihres kremlkritischen Punk-Gebets in einer Kirche sind von einem Gericht in Moskau als extremistisch eingestuft und damit verboten worden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft werde der Zugang zu Internetseiten mit den Filmen der Gegnerinnen von Kremlchef Wladimir Putin blockiert, sagte ein Justizsprecher am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge.

In den Videoclips seien Aussprüche und Handlungen dokumentiert, die Gläubige verletzen könnten, sowie verborgene Aufrufe zu Aufruhr und Ungehorsam, entschied Richterin Marina Mussimowitsch. Sie berief sich auf ein Gutachten im Auftrag des russischen Innenministeriums.

Buch über Pussy Riot veröffentlicht

Nach ihrem Protest gegen Putin im Februar waren Nadeschda Tolokonnikowa (23) und Maria Aljochina (24) wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" in einem umstrittenen Prozess zu zwei Jahren Straflager verurteilt worden. Jekaterina Samuzewitsch (30) erhielt eine Bewährungsstrafe. Die Urteile gegen die Frauen hatten international Empörung ausgelöst. Zwei von ihnen sind Mütter kleiner Kinder.

Der Fall bewegt immer mehr auch den Buchmarkt. Am Donnerstag boten russische Internetportale eine neue Dokumentation der Autorin Vera Kitschanowa vor. In Deutschland ist aktuell das Buch "Pussy Riot! Ein Punk-Gebet für Freiheit" (Nautilus) erschienen.

ds/DPA/DPA

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