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3. März 2009, 15:19 Uhr

Medwedew lässt Obama abblitzen

Absage aus Moskau: Russlands Präsident Dmitri Medwedew will sich im Streit um den geplanten US-Raketenschild nicht auf politische Tauschgeschäfte mit Washington einlassen. Der Kremlchef lässt damit US-Präsident Barack Obama ins Leere laufen, der Moskau offenbar einen Deal in Sachen Iran vorschlagen wollte.

Obama Raketenabwehr USA Russland Iran

Lehnt politische Tauschgeschäfte mit Washington ab: Dmitri Medwedew© Vladimir Rodionova/Reuters

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat in einer neuen Runde des Streits um die US-Raketenabwehrpläne in Mitteleuropa "Tauschgeschäfte" mit Washington abgelehnt. US-Präsident Barack Obama hatte Medwedew nach einem Bericht der "New York Times" (NYT) angeboten, auf die Aufstellung des Raktenschilds zu verzichten. Im Gegenzug solle Moskau dabei helfen, die Entwicklung von iranischen Langstreckenraketen zu verhindern.

Russland werde sich nur mit konkreten Vorschlägen zur Raketenabwehr befassen, die den amerikanischen, europäischen und russischen Sicherheitsinteressen genügten, sagte Medwedew am Dienstag nach Angaben der russischen Agentur Interfax bei einem Besuch in Madrid. Politische "Tauschgeschäfte" werde es nicht geben.

Moskau bleibt verhandlungsbereit

"Wir arbeiten auch so in absoluter Übereinstimmung mit unseren amerikanischen Partnern bei der Frage des iranischen Atomprogramms zusammen", sagte Medwedew. "Wenn die neue US-Regierung hoffentlich gesunden Menschenverstand walten lässt und, sagen wir, irgendeine neue Konstruktion vorschlägt, sind wir zu Verhandlungen bereit." Russland hatte in der Vergangenheit mehrfach den Aufbau einer gemeinsamen Raketenabwehr gegen mögliche Bedrohungen aus dem Iran vorgeschlagen. Die von Moskau dazu angebotene gemeinsame Nutzung einer russischen Radaranlage in Aserbaidschan war von den USA abgelehnt worden.

Der "geheime" Brief Obamas sei Medwedew von einem hochrangigen US-Regierungsbeamten vor drei Wochen überreicht worden, berichtet die "NYT". Darin heiße es, die USA benötigten das Raketenabwehrsystem nicht, falls der Iran jede Anstrengungen einstelle, Nuklearsprengköpfe und ballistische Raketen zu bauen. Eine russische Regierungssprecherin bestätigte den Eingang eines Briefes, erklärte jedoch, er enthalte "keine konkreten Vorschläge zu einem verbindlichen gemeinsamen Vorgehen".

Anzeichen dafür, dass Obama bereit ist, unter Umständen auf das von seinem Vorgänger George W. Bush initiierte Raketenabwehrsystem in Tschechien und Polen zu verzichten, gab es schon mehrere. Sie waren aber bislang nicht so deutlich. Das Raketensystem mit einer Radarstellung in Tschechien und Abfangraketen in Polen hat die russisch-amerikanischen Beziehungen erheblich belastet. Moskau betrachtet das System als Bedrohung für das eigene Abschreckungspotenzial.

Jung sieht Entspannungssignale

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung sprach bei einem Besuch in Moskau von Entspannungssignalen. "Amerika, Russland und auch Europa sollten hier zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen", sagte Jung nach einem Treffen mit dem russischen Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Wenn sich im Zusammenhang mit dem Iran eine neue Situation ergebe, sollte dies zwischen Russland und dem Westen gemeinsam besprochen werden.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow forderte die USA am Montag auf, die diplomatischen Beziehungen zum Iran wiederaufzunehmen. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Region, erklärte er. Lawrow kommt am Freitag in Genf mit US-Außenministerin Hillary Clinton zusammen.

DPA/AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
Gisella (04.03.2009, 15:23 Uhr)
Hallo-Mitläufer-
wer von uns will denn, dass die US-Soldaten für uns sterben sollen??? Das ist das ewige Gerede der Administration der USA. "wir bekämpfen sie dort, damit wir sie hier nicht im lande bekämpfen müssen". Haben andere Nationen den oder die Kriege überall angefangen-oder wer?????wir machen nur mit, weil wir nicht anders können und so unsere Gelder unter die Leute bringen.Gelder, die wir gar nicht haben.
mitlaeufer1it (04.03.2009, 14:59 Uhr)
gmathol
Sie schreiben wie einen Denunzianten Besserwisser.Die AMIS die sie anprangern und mit miese commentaire abstempeln sind immer noch die der täglich Ihre leben Weltweit opfern damit Leute wie Sie weiter ohne negative conseguenze SCH:::::UND MIST . ERZEHLEN
karakartal (04.03.2009, 14:37 Uhr)
mist über dem teich?
@gisella
en mag ja sein, das viel mist von dort drüben kommt. das bestreite ich nicht. aber auch hier werden die manager immer reicher. und wenn sie mal vor gericht kommen, erhalten sie nur eine geldstrafe, die sie aus der portokasse bezahlen.
was würde sich auf der welt ändern, wenn es die usa nicht gibt? nichts. ich bin kein fan der usa. nicht falsch verstehen. :) die konflikte auf der welt sind nicht von heut auf morgen endstanden. die sind jahrhunderte jahre gewachsen. und jetzt haben wir den salat. warum ist zum bespiel afrika so arm? wegen der ausbeutung der kolonialstaaten.
Gisella (04.03.2009, 12:25 Uhr)
@karakartal
warum haben wir überhaupt an diesem Krieg teilgenommen???Unter Tito hat doch alles geklappt???? Und was hat sich dort geändert?? Nichts-die bekämpfen sich immernoch. Und wir spielen die "Aufpasser"-alles für die "Katz"-Lasst mal die USA den "Weltpolizisten" spielen. Das steht denen doch zu-behaupten sie doch immer. Momentan haben sie uns doch jede Menge "Mist" über den Teich geschickt-und Dank der Mithilfe unserer Banker geht es uns wie denen da DRÜBEN-nämlich auch beschissen.
karakartal (04.03.2009, 11:48 Uhr)
USA unterstützen?
Es mag ja sein, das man nicht immer auf die USA gehorchen will. Aber auf sie ist auch nicht verzicht, weil die Europäer es nicht geschaft haben, ein krieg vor der haustür (jugoslawienkrieg) zu beenden. Militärisch kann man von Europa nichts großes erwarten.
Gisella (04.03.2009, 11:16 Uhr)
SUPER
dass die Russen irgendwelche "Tauschgeschäfte" abgelehnt haben. Endlich stellen die sich mal quer, wenn Obmaaaaa pfeift. Anders als die Deutschen , UK, Italy u.a. Vertrauen kann man denen da überm Teich nicht(auch was GM betrifft).Ist auch nicht auf Obamas Mist gewachsen-Hillary verfolgt den ewig alten Konflikt mit dem Iran-Achse des Bösen.Wir haben immer Handel mit dem Iran und Irak betrieben-haben alles wegen der Ami-Blockade aufgeben müssen. Nun bereisen plötzlich unsere Politiker beide Länder wieder??? Diese "Wendehälse" . Wir brauchen nicht Obama-auch Putin ist gefragt. -jetzt habe ich aber eine Lunte angezündet, was????----------
faculdoc (04.03.2009, 00:34 Uhr)
Medwedjew (Putin) vs Obama
Hallo "gmathol-23:40Uhr)-dem kann man nur zustimmen !Ich frage mich schon längere Zeit,wann der elende Götzendienst der Deutschen gegenüber den USA ein Ende nimmt. Reicht es denn wie gerade eben noch immer nicht ? Dieser ehemalige Geheimbrief von Obama an Medwedjew ist im Augenblick die schwächste Geistesleistung seiner Administration und ich hoffe,dass wenigstens Obama aus der sauberen durchdachten Reaktion von Russland zu diesem undiplomatischen und untaktischen "Nicht-Null-Summen-
Spiel" die richtigen Konsequenzen
für die weitere friedliche Zusammenarbeit (Koexistenz) mit
Russland zieht! So wie Obama qualifiziert ist, genauso ist dies von Dr.Putin und Dr.Medwedjew zu berichten. Was für ein debiler Beitrag von "h-p-t"! Gebe es Gott, dass derartige Auslassungen nicht zum deutschen Kulturgut der Zukunft werden !
sovereign (04.03.2009, 00:25 Uhr)
Medwedew lässt Obama abblitzen???
Diese Meldung wurde bereits als falsch erwiesen. B.Obama bestritt ein solchen Brief an Medwiedew geschickt zu haben!
gmathol (03.03.2009, 23:46 Uhr)
@mitlaeufer1it
Realitaeten sollte man anerkennen auch wenn man die US Folterer unterstuetzen moechte.
Wann gehts rueber in die USA? Wann wird die Uniform uebergezogen um dem Ami-Regime zu dienen?
Sie sollten doch wenigstens konsequent sein, vermutlich stoert Sie das Medevev und Putin mehr Bildung genossen haben als Sie.
gmathol (03.03.2009, 23:44 Uhr)
Den Amis kann man nicht vertrauen...
Das haben ehemalige Verbuendete der Amis wie die Taliban, Noriega, Saddam Hussein um nur einige der Schurken zu nennen die von den USA als "Demokraten" anerkannt wurden leidvoll erfahren muessen. Freund Saddam wurde sogar gehaengt.
Russland wird durch Abkommen alle ehemaligen GUS-Staaten Luftwaffen-Stuetzpunkte fuer die US unbenutzbar machen und tut damit ein gutes Werk naemlich die Erschwerung des US Voelkermords in Afghanistan. Gut das Russland auch seine Vertraege mit Iran einhaelt und dieses Land erst kuerzlich eingeladen hat sein Oel an der Petersburger Warenterminboerse zu verkaufen.
Desweiteren werden Lukoil und Gazprom auch weiterhin Europa/Asien mit Energie versorgen.
Diplomatisch ist Russland der Sieger, die Ami-Moerder werden doch nur noch in Dumm-Laendern wie Deutschland oder Italien hofiert.
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