Großbritannien sagt dem Zigarettenqualm in Kneipen und an anderen öffentlichen Orten den Kampf an. Das britische Unterhaus hat ein entsprechendes Gesetz mit großer Mehrheit verabschiedet.

Das Unterhaus beschloss ein Rauchverbot an öffentlichen Orten© DPA
In England soll das Rauchen in Pubs und an anderen öffentlichen Orten ab dem Sommer kommenden Jahres verboten sein. Ein entsprechendes Gesetz verabschiedete das Unterhaus in London mit großer Mehrheit. Ausnahmeregelungen für private Clubs und Pubs, die keine Speise anbieten, wurden abgelehnt.
Den Abgeordneten war für die Abstimmung kein Fraktionszwang auferlegt. Dem Gesetz muss noch das Oberhaus zustimmen. Die Debatte über das Rauchen hat unter den Abgeordneten viele emotionsgeladene Kontroversen ausgelöst - auch innerhalb der regierenden Labour Party von Premierminister Tony Blair. Gesundheitsministerin Patricia Hewitt änderte vor der Abstimmung zwei Mal ihre Position und stimmte schließlich für ein völliges Rauchverbot.
Blairs Büro erklärte, auch der Premierminister habe für ein komplettes Verbot ohne Ausnahmeregelungen gestimmt. Es bezieht sich auch auf öffentliche Orte wie Kinos, Büros, Fabriken oder Einkaufszentren. Ähnliche Regelungen wie künftig in England gelten bereits in Irland, Finnland, Italien, Norwegen, Spanien und Schweden. In Schottland steht für März eine separate Regelung an, die aller Voraussicht nach zu einem völligen Rauchverbot führen wird. Auch Nordirland plant eine entsprechende Gesetzesvorlage.