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13. April 2005, 15:50 Uhr

Südkoreaner macht rüber

Immer wieder flüchten Koreaner aus dem kommunistischen Norden über die scharf bewachte Landesgrenze in den Süden des Landes. Dass es auch umgekehrt geht, zeigte jetzt ein 57-jähriger Fischer.

Ein nordkoreanischer Soldat blickt durch sein Fernglas über die Grenze© Jung Yeon-Je/APF

Die Grenze, die den kommunistischen Norden Koreas vom prowestlichen Süden trennt, ist eine der letzten des Kalten Krieges. Seit dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 und der anschließend Teilung des Landes sind über 5000 Koreaner aus dem Norden in den Süden geflüchtet. Obwohl die Grenze auf beiden Seiten von insgesamt zwei Millionen Soldaten bewacht wird, nimmt die Zahl nordkoreanischer Flüchtlinge stetig zu. Deutlich seltener kommte es vor, dass Südkoreaner in die arme Diktatur in den Norden emmigrieren.

Unter Einsatz seines Lebens hat sich ein Südkoreaner auf in den Norden gemacht. Trotz Warnschüssen südkoreanischer Soldaten auf sein Boot hat er sich nach Militärangaben über die Seegrenze in den Norden abgesetzt. Etwa 20 Maschinengewehrsalven hätten Soldaten von Land aus auf das Fischerboot abgefeuert - einschüchtern ließ sich der Flüchtling davon nicht.

Der Generalstab in Seoul teilte jetzt mit, dass es sich bei dem Südkoreaner um einen 57 Jahre alten Fischer von der Ostküste gehandelt habe. Das Militär habe zudem eine Untersuchung zu den Gründen für den Übertritt eingeleitet. Es könne sein, dass er in Nordkorea Verwandte habe, hieß es. Die nordkoreanische Seite sei per Funk aufgerufen worden, das Boot über die Grenze zurückzuschicken.

DPA
 
 
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