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Der erste Verhandlungstag im Prozess gegen Ex-Serbenführer Radovan Karadzic war kurz: Der mutmaßliche Kriegsverbrecher war nicht erschienen und das Gericht in Den Haag vertagte das Verfahren bereits nach wenigen Minuten. Richter O-Gon Kwon hofft jetzt, dass Karadzic am Dienstag zur Anklageverlesung erscheint.
Der Völkermord-Prozess gegen den ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic beginnt nach mehreren Verzögerungen am 26. Oktober. Die endgültige Festsetzung eines Datums erfolge «im Interesse von Gerechtigkeit und Klarheit», erklärte der Vorsitzende Richter O-Gon Kwon.
Das UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien hat den serbischen Ultranationalisten Vojislav Seselj am Montag wegen Missachtung des Gerichts zu einer eineinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt.
Der wegen Völkermordes angeklagte einstige Serbenführer Radovan Karadzic bekommt wegen seines andauernden Prozessboykotts einen Pflichtanwalt zugeteilt. Diese Entscheidung fällte der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien am Donnerstag in Den Haag.
Kein Ende des Boykotts in Sicht: Der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic erschien beim UN-Tribunal in Den Haag zwar erstmals persönlich vor seinen Richtern - aber nur, um mit der Fortsetzung seiner Abwesenheit zu drohen.
Der ehemalige Serbenführer Radovan Karadzic will sich am Dienstag dem UN-Tribunal stellen. Er werde an der Anhörung zum weiteren Verlauf des Verfahrens teilnehmen, schrieb Karadzic dem Gericht. Den eigentlichen Prozess will er aber weiter boykottieren.
Der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic ist auch am zweiten Tag seinem Prozess vor dem Haager UN-Kriegsverbrechertribunal ferngeblieben. Ankläger Alain Tieger nannte den 64-Jährigen am Dienstag den "Oberkommandierenden" der ethnischen Verfolgung in Bosnien. Unterdessen kehrte die ehemalige bosnisch-serbische Präsidentin Biljana Plavsic aus schwedischer Haft entlassen nach Belgrad zurück.
Radovan Karadzic soll direkt und persönlich für den Tod Tausender Menschen im Bosnien-Krieg verantwortlich gewesen sein. So sieht es der Staatsanwalt im Völkermord-Prozess gegen den bosnischen Serbenführer. Der Angeklagte selbst setzte seinen Boykott auch am zweiten Prozesstag fort - was für ihn weitreichende Folgen haben könnte.
Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist am Dienstag der Prozess gegen den früheren Serbenführer Radovan Karadzic fortgesetzt worden. Wie bereits am Vortag erschien der 64-Jährige nicht.
Der Völkermord-Prozess gegen den ehemaligen Führer der bosnischen Serben ist am Montag ohne den Angeklagten eröffnet worden. Wie zuvor angekündigt weigerte sich Radovan Karadzic, vor dem UN-Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag zu erscheinen und blieb in seiner Zelle des Untersuchungsgefängnisses.
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