27. Juli 2012, 09:28 Uhr

Romney entschärft seine Olympia-Kritik

Eines konnte das Beraterteam von Mitt Romneys Auslandsreise schon lernen: Besonders sicher bewegt sich Obamas Herausforderer auf dem internationalen Parkett nicht. Jetzt geht es um Schadensbegrenzung.

Mitt Romney, Olympia-Kritik

Aus dem geplanten Triumphzug wurde vorerst eine mittelgroße PR-Schlappe©

Angesichts von Verstimmungen in der britischen Regierung hat der designierte US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney seine Kritik am Sicherheitskonzept der Olympischen Sommerspiele in London entschärft. "Ich blicke voller Vorfreude sehr erfolgreichen Olympischen Spielen entgegen", sagte Romney nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister David Cameron. "Was ich gesehen habe, beweist Vorstellungskraft, Voraussicht und sehr viel Organisation", fügte er hinzu.

Romney war nach Großbritannien gereist, um unter anderem die Eröffnungsfeier der Spiele am Abend zu besuchen. Zuvor sagte er jedoch in einem Fernsehinterview, die Probleme mit der privaten Sicherheitsfirma G4S, die kurz vor den Spielen einräumen musste, nicht ausreichend Sicherheitspersonal zur Verfügung stellen zu können, und ein in letzter Minute abgewendeter Streik der Grenzbeamten seien "beunruhigend". Außerdem stellte Romney die Frage in den Raum, ob sich die Briten für die Spiele ausreichend begeistern könnten.

Cameron konterte Romneys Kritik, indem er auf die Winterspiele im Jahr 2002 in Salt Lake City anspielte, deren Organisationschef Romney war. "Wir veranstalten die Olympischen Spiele in einer der geschäftigsten, aktivsten und beliebtesten Städte weltweit", sagte der britische Regierungschef. "Natürlich ist es einfacher, die Olympischen Spiele irgendwo im Nirgendwo abzuhalten", ergänzte er.

Hoffen auf Israel und Polen

Mit der ersten Auslandsreise nach seinem Sieg bei den Vorwahlen der Republikaner, die Romney auch nach Israel und Polen führt, will der ehemalige Gouverneur von Massachusetts sein außenpolitisches Profil schärfen. In den vergangenen Monaten war ihm wiederholt vorgeworfen worden, sich zu einseitig auf Fragen der Wirtschaftspolitik zu konzentrieren.

Ende August soll Romney auf dem Republikaner-Parteitag offiziell zum Herausforderer von #link;http://www.stern.de/politik/ausland/barack-obama-90259502t.html;US-Präsident Barack Obama gekürt werden. Die Präsidentschaftswahl findet am 6. November statt.

ono/AFP
 
 
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