Stars spielen im US-Wahlkampf eine wichtige Rolle. Und wer welchen Kandidaten unterstützt, lässt sich oft am Metier ablesen. Denn grob gesagt: Schauspieler würden Obama wählen und Rocker Romney. Von Niels Kruse
Da hat es Amerika schon besser: Während in Deutschland gerade einmal Günter Grass als prominentestes Polit-Groupie durch den Wahlkampf huscht, können die US-Demokraten regelmäßig Glamourschwergewichte wie George Clooney, Steven Spielberg oder Beyoncé (auf dem Foto mit ihrem Ehemann Jay Z.)auffahren.
Die R'n'B-Sängerin entpuppt sich dabei sogar als Überzeugungstäterin. In honigsüßen Worten pries sie jüngst Präsidentengattin Michelle Obama als "das ultimative Beispiel einer wahrhaft starken afroamerikanischen Frau". Darüber hinaus sei sie "liebevolle Mutter", "liebende Ehefrau" und überhaupt: "Michelle, danke für alles, was Sie für uns tun", hieß es am Ende ihres Briefes an die First Lady. Kaum vorstellbar, dass jemand wie Lena Meyer-Landrut ein ähnlich euphorisches Schreiben an Germanys First Husband Joachim Sauer adressieren würde. Auch Beyoncés Ehemann Jay Z. lebt seine Begeisterung für den US-Präsidenten öffentlich. Wie etwa neulich, als er - für die schwulenskeptische US-Rapperszene ungewöhnlich laut - Barack Obama applaudierte, nachdem der sich im Mai für die Homoehe ausgesprochen hatte. Auch Superpromis sind manchmal nur Fans, und das amerikanische Staatsoberhaupt kann halb Hollywood zu seiner Anhängerbasis zählen. Vor allem in Wahlkampfzeiten wie diesen.
Die konservative Gegenseite fährt ebenfalls prominente Unterstützung auf. Wobei Präsidentschaftskandidat Mitt Romney mehr auf Hardrock setzt als auf Hollywood: Traditionell spielt immer wieder gerne Kid Rock, Ex-Mann von Pamela Anderson, für die Republikaner auf. Längst nicht der einzige Rocker, der sich für Romney einsetzt.
Sehen Sie im Folgenden: Welcher Promi welchen Präsidentschaftskandidaten unterstützt.