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Putin schickt größten Kampfjet der Welt zur IS-Bekämpfung

Nach einer massiven Luftoperation gegen den IS veröffentlicht Moskau Videos, die Überschallbomber im Einsatz zeigen, darunter auch das größte Kampfflugzeug der Welt. Sogar ein Blick ins Cockpit wird gewährt.

Ein Video des russischen Verteidigungsministerium zeigt das größte Kampfflugzeug der Welt in Syrien

Ein Video des russischen Verteidigungsministeriums zeigt die Tupolew Tu-160, das größte Kampfflugzeug der Welt, beim Einsatz in Syrien

Seit Dienstag führt Russland eine massive Luftoperation gegen den IS in Syrien aus. Mit Marschflugkörpern werden offiziellen Angaben zufolge Stellungen der Islamisten-Miliz in den Städten Rakka, Homs und Aleppo attackiert. Zum Einsatz kam demnach auch der Langstreckenbomber vom Typ Tupolew TU-95MS - zum ersten Mal seit seiner Entwicklung im Kalten Krieg. Ein Video des russischen Verteidigungsministeriums zeigt die Feuertaufe der viermotorigen Maschine. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Bomber mit Marschflugkörpern beladen wird und sie nur wenige Stunden später abwirft. Auch ein Blick in das Cockpit der Maschine direkt beim Einsatz wird gewährt. 


Die Tu-95MS erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 930 Stundenkilometern. Damit schaffte sie es ins Guinness-Buch der Rekorde, als das schnellste propellerbetriebene Flugzeug.

Auch Überschallbomber im Einsatz

Neben der Tu95MS wurden in den vergangenen Tagen auch die strategischen Überschallbomber der Typen Tu-160 und Tu-22M3 eingesetzt. Der Mittelstreckenbomber Tu-22M3 kann eine Geschwindigkeit von bis 2300 Kilometern pro Stunde erreichen. Die Tupolew Tu-160, die inoffiziell auch "weißer Schwan" genannt wird, ist das schwerste und auch das größte Kampfflugzeug der Welt. Seit dem 17. November wird auch die TU-160 erstmals in der Geschichte in einem bewaffneten Konflikt eingesetzt. Videos des russischen Verteidigungsministeriums zeigen auch diese Maschinen im Einsatz

Bei den Angriffen sollen Ölverarbeitungsanlagen, Tanklastwagen, Kommandostellen und Munitionslager des IS zerstört worden sein. Allein am Donnerstag wurden nach Angaben des russischen Generalstabs zwölf Marschflugkörper auf IS-Ziele abgefeuert.

Vergeltung für Terroranschlag

Die russischen Großangriffe auf IS-Stellungen erfolgen rund zweieinhalb Wochen nach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine übe der Sinai-Halbinsel. Am vergangenen Dienstag hat der russische Geheimdienst FSB bestätigt, dass eine Bombe in der Maschine die Katastrophe ausgelöst habe. "Man kann eindeutig sagen, dass es ein Terroranschlag war", sagte FSB-Chef Alexander Bortnikow. Wladimir Putin drohte daraufhin mit Vergeltung. "Russland wird sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nehmen", sagte der Kremlchef.

Russland greift seit Ende September mit Luftangriffen an der Seite von Präsident Baschar al Assad in den seit vier Jahren wütenden Bürgerkrieg ein. Nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Ria berieten am Donnerstag Vertreter des russischen und französischen Militärs über ein gemeinsames Vorgehen gegen den IS.

ivi
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