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Angebliche Hackerangriffe Moskaus - FBI nimmt Whistleblowerin fest

Es geht um die mutmaßlichen Versuche Russlands, die US-Wahl zu beeinflussen: Das FBI hat eine 25-jährige Frau festgenommen, die brisante Geheimdienstinformationen an die Website "The Intercept" weitergegeben haben soll.

Hacker

US-Behörden verdächtigen Russland, mit Hackerangriffen die US-Wahl beeinflusst zu haben (Symbolbild)

Die Veröffentlichung eines streng geheimen Dokumentes des US-Geheimdienstes NSA über mutmaßliche russische Cyberangriffe schlägt in den Vereinigten Staaten hohe Wellen. Das NSA-Dokument soll zeigen, dass Hacker mit Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst GRU über Monate hinweg versuchten, in US-Wahlsysteme einzudringen. Nur kurz nachdem die Enthüllungsplattform "The Intercept" über das Dokument berichtete, nahm das im Bundesstaat Georgia eine 25-Jährige Frau wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen fest, wie das Justizministerium in Washington mitteilte.

Bei der mutmaßlichen Whistleblowerin handelt es sich um eine Angestellte eines privaten Dienstleisters der US-Geheimdienste. Geheimdienstvertreter bestätigten gegenüber US-Medien, dass die im Zusammenhang mit dem Bericht der Enthüllungsplattform stehe. "Die Veröffentlichung von geheimem Material ohne Autorisierung gefährdet die Sicherheit unserer Nation und untergräbt das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierung", erklärte Vizejustizminister Rod Rosenstein zu der Festnahme.

Attacken auf Systeme der Wählerregistrierung

Laut dem von der Enthüllungsplattform veröffentlichten NSA-Dokument versuchte der russische Militärgeheimdienst, noch weitgehender in die US-Präsidentschaftswahl am 8. November einzugreifen als bekannt. Belegt seien demnach nun auch Attacken auf Systeme der Wählerregistrierung. Bis kurz vor der Wahl habe es wiederholt Versuche gegeben, mittels Cyberspionage Informationen über die bei der Wahl eingesetzte Hard- und Software zu erlangen. Dazu seien unter anderem Phishing-E-Mails versendet worden um Schadsoftware zu platzieren. Außerdem sei versucht worden, Login-Daten zu stehlen. Wie erfolgreich die Versuche gewesen seien und welche Daten möglicherweise gestohlen wurden, bleibe allerdings unklar, heißt es demnach in dem NSA-Bericht.

"Intercept"-Sprecherin Vivian Siu sagte, das NSA-Dokument sei der anonym zugespielt worden. Das Medium habe "keine Kenntnis über die Identität der Quelle." "The Intercept" ist eine Website, die unter anderem von Laura Poitras und Glenn Greenwald betrieben wird. Sie gelangte im Zusammenhang mit dem NSA-Whistleblower Edward Snowden zu einiger Berühmtheit.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte das Justizministerium zuletzt angewiesen, verstärkt gegen die Weitergabe vertraulicher Informationen vorzugehen. Trump steht wegen möglicher illegaler Kontakte seines Wahlkampfteams nach Moskau unter Druck. Russland wird vorgeworfen, den US-Wahlkampf mit Hackerangriffen zugunsten des späteren Wahlsiegers beeinflusst zu haben.

mad/AFP/DPA

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