. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
7. März 2009, 12:49 Uhr

Palästinensischer Ministerpräsident tritt zurück

Der amtierende palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad hat sein Amt niedergelegt. Mit seinem Rücktritt wolle er eine Regierungsbildung von Fatah und Hamas ermöglichen.

Fajad, palästinenser, Israel, Palästina

Fajad gilt als westlich orientierter Politiker© Atef Safadi/DPA

Der amtierende palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad ist nach Angaben aus Palästinenserkreisen zurückgetreten. Damit wolle er die Bildung einer gemeinsamen Regierung aus der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und der radikal-islamischen Hamas erleichtern, hieß es. Der 57-jährige Fajad war im Juni 2007 von Abbas zum Ministerpräsidenten ernannt worden, nachdem die damalige Einheitsregierung im Zuge der Übername des Gazastreifens durch die Hamas auseinandergebrochen war.

Die Fatah und die Hamas verständigten sich vergangene Woche unter ägyptischer Vermittlung in Kairo auf die Bildung einer neuen gemeinsamen Regierung, um die politische Spaltung in den Palästinensergebieten zu beenden. Verhandlungen darüber sollen vom 10. bis zum 20. März in der ägyptischen Hauptstadt stattfinden. Fajad war nie vom Parlament in seinem Amt bestätigt worden, weil die Kammer angesichts des innerpalästinensischen Streits nicht mehr tagen kann.

Westlich orientierter Wirtschaftsexperte

Der zurückgetretene palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad gilt als westlich orientiert und ein ausgewiesener Wirtschaftsexperte. Rund 20 Jahre lebte er in den USA, wo er in Austin (Texas) in Wirtschaftswissenschaften promoviert hatte.

Fajad wurde 1952 nahe Tulkarem im Westjordanland geboren. Nach seiner Tätigkeit als Dozent an der jordanischen Yarmuk-Universität arbeitete er von 1987 an bei der Weltbank in Washington. Von 1995 bis 2001 vertrat er den Internationalen Währungsfonds in Jerusalem.

Im Jahr 2002 wurde Fajad als parteiloser Ökonom zum palästinensischen Finanzminister berufen. Dort reformierte er das Finanzwesen und erntete Anerkennung im Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft. 2005 schied Fajad aus dem Amt aus und gründete seine «Partei des Dritten Wegs».

Von 2006 an gehörte er als Finanzminister der Einheitsregierung aus Fatah und Hamas an. Seit Juni 2007 stand er an der Spitze der Notstandsregierung im Westjordanland. Die Hamas betrachtete seine Ernennung, die nie durch das Parlament bestätigt wurde, als illegal

 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Oetker333 (08.03.2009, 18:25 Uhr)
Israelis?
Sind das nicht diese erstaunlichen Leute, die jüngst erst für die Likud oder Liebermann gestimmt haben, eine Rechtsregierung ermöglichen, die eine Zwei-Staaten-Lösung ablehnt? Jawohl Netanjahu und Liebermann lehnt einen souveränen Staat Palästina ab. Aber trotzdem redet man mit ihm. Aber mit der Hamas redet man nicht, Begründung: Sie erkennen Israel nicht an! Etwas Scheinheiligeres habe ich seit der Iraklüge nicht mehr gesehen.
manesse (07.03.2009, 14:29 Uhr)
Palästinenser?
Sind das nicht diese erstaunlichen Leute, die jüngst erst für diesen rassistischen Menschschinder aus dem Sudan zu Tausenden auf die Gassen gegangen sind, um dagegen zu protestieren, dass er vor Gericht gestellt wird?
MEHR ZUM ARTIKEL
Israel Außenministerin will auf Landesteile verzichten

Nach Ansicht von Israels Außenministerin Zipi Livni muss der Staat auf einige Landesteile verzichten, um einen dauerhaften Frieden mit den Palästinensern zu erreichen. Doch noch sieht die Politik in Israel anders aus, denn in einigen Teilen wird der Siedlungsausbau weiterhin betrieben. mehr...

Kriegsopfer in Nahost "Mein Gott, was haben wir denen getan?"

Als Arzt arbeitete der Palästinenser in einer Klinik bei Tel Aviv und trat mit seiner Familie für den Frieden zwischen Arabern und Juden ein. Nun wurde ganz Israel Zeuge, wie Dr. Izz al-Din al-Aisch in Gaza drei Töchter verlor. Vermutlich durch den Beschuss eines israelischen Panzers. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe