Sie sind jung, kommen aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt und arbeiten als Journalisten: Die Teilnehmer der "intajour", der Internationalen Akademie für Journalismus in Hamburg, haben ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die aktuellen Ereignisse in der islamischen Welt. Mit stern.de haben sie über ihre Meinung zum Mohammed-Video, zu den Reaktionen in ihren Heimatländern und zur Haltung von Presse und Politik gesprochen.
Zaka Guluyev, 27, Aserbaidschan
Als Journalisten haben wir eine große Verantwortung, die wir ernster nehmen sollten. Sich zu Propaganda-Zwecken missbrauchen zu lassen, kann nicht mit Pressefreiheit begründet werden. Glaube ist heilig, egal welcher Religion. Und es ist bekannt, dass es für die Muslime nichts Heiligeres gibt als ihren Propheten Mohammed. Eine solche Provokation wäre nicht nötig gewesen.
Nach dem Freitagsgebet eskalieren die antiwestlichen Massenproteste in Pakistan, es gibt viele Tote. Auch in Deutschland gehen Muslime auf die Straße. Hier bleibt es friedlich.