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11. August 2008, 11:19 Uhr

Außenminister wirft Russen Hitler-Politik vor

Drastische Worte aus Stockholm: Schwedens Außenminister Carl Bildt hat das russische Vorgehen in Südossetien mit der Politik Nazi-Deutschlands verglichen. Auf seiner persönlichen Internetseite schreibt Bildt, Russlands Begründung für sein Eingreifen sei "kein neues Argument in Europas Geschichte" und erinnere an "ein früheres Deutschland".

Kündigt Russland diplomatische Konsequenzen an: Schwedens Außenminister Carl Bildt© Sebastien Pirlet/Reuters

Der schwedische Außenminister Carl Bildt hat Russlands Haltung im Kaukasus-Krieg mit der Politik des nationalsozialistischen Deutschland verglichen. Auf seiner persönlichen Internetseite schreibt Bildt, Moskau habe die militärische Intervention in Südossetien damit begründet, dass in der zu Georgien gehörenden Provinz die Rechte von Russen verletzt würden. Dies sei "kein neues Argument in Europas Geschichte zur Rechtfertigung von Interventionen".

Weiter heißt es: "Wir haben Mächte wie ein früheres Deutschland in Osteuropa und das frühere Serbien im früheren Jugoslawien erlebt, die behaupteten, Rechte von Inhabern der eigenen Nationalität seien verletzt worden. Damit wurde dann gerechtfertigt, dass sie ihre Armeen in dieser Länder geschickt haben." Es könne kein Zweifel bestehen, dass Moskau in Südossetien wie auch in Abchasien "recht freizügig" russische Pässe verteilt habe, um "schrittweise den eigenen Einfluss zu erhöhen". Das militärische Vorgehen Moskaus werde noch lange Zeit Konsequenzen für die Politik in Europa haben.

Bildt will als Vorsitzender des Ministerkomitees im Europarat mit dem Generalsekretär des Europarates, Terry Davis, nach Georgien fliegen.

DPA
 
 
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