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31. August 2007, 08:21 Uhr

Wirbel um neue Mohammed-Karikatur

Über ein Jahr nach dem Karikaturenstreit um die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" hat eine schwedische Zeitung eine Mohammed-Karikatur gedruckt. Die pakistanische Regierung protestierte gegen die "beleidigende Darstellung" des Propheten.

Ein Mann liest die Ausgabe der schwedischen Lokalzeitung "Nerikes Allehanda", in der die Karikatur veröffentlicht wurde© DPA

Mehr als ein Jahr nach dem Wirbel um die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung bahnt sich ein neuer Streit um eine Zeichnung des Propheten an. Nach dem Iran protestierte am Donnerstag auch Pakistan gegen eine Mohammed-Karikatur in einer schwedischen Zeitung. Die Regierung in Islamabad bestellte den schwedischen Geschäftsträger Lennart Holst ein, wie das schwedische Außenministerium in Stockholm mitteilte.

Karikaturist nicht gegen den Islam

In einem mündlichen Protest sei die Karikatur als Beleidigung des Propheten bezeichnet worden, sagte ein Ministeriumssprecher. Geschäftsträger Holst habe demgegenüber auf die Pressefreiheit in Schweden verwiesen, in die die Regierung nicht eingreifen könne. Die Zeitung "Nerikes Allehanda" druckte am 19. August eine von einer Serie umstrittener Zeichnungen des schwedischen Künstlers Lars Vilks, die den Kopf Mohammeds auf einem Hundekörper zeigt.

Mindestens zwei schwedische Kunstgalerien hatten sich geweigert, die Zeichnungen Vilks' auszustellen. Vilks sagte in einem Telefoninterview, er sei nicht gegen den Islam. Seine Zeichnungen seien Kunst. Eine islamische Organisation hat zu einer Demonstration vor dem Zeitungsgebäude in Örebro aufgerufen. Anfang vorigen Jahres hatten Mohammed-Zeichnungen in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" zu teils gewaltsamen Protesten in der islamischen Welt geführt.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 26)
 
Dersimli (02.09.2007, 18:26 Uhr)
Der real-existierende Islam ist Barbarei pur !
Immerwieder lese ich dass der Islam als Religion respektiert werden muss. Der real-existierende Islam muss sich diesen Respekt erst verdienen. So wie sich die Moslems weltweit präsentieren verdienen sie keinen Respekt. Hass und Gewaltexzesse, institualisierte Frauenfeindlichkeit und Intoleranz kann man nicht respektieren.
Easy_d (31.08.2007, 18:55 Uhr)
@Karamella
wenn ich deinen Kommentar richtig verstehe, dann bist du gegen die Bestrafung des Spaniers, der sich über das Prinzenpaar lustig gemacht hat, aber für eine Bestrafung des Erstellers der Mohammed-Karikaturen?! Was ist das doch für eine verdrehte Welt :-)
Also entweder dafür oder dagegen! Man kann sich nicht immer das Beste aussuchen! Das genau ist das Problem - entweder oder!
Meine Meinung dazu ist: beide sollten ihre freie Meinung äußern dürfen/müssen! Wenn du nun anfängst zu sagen, das war aber nicht lustig, dann müssen wir dich demnächst fragen welche Witze wir hören dürfen?!
Es geht bei der Sache nicht um Religion sondern um Respekt, um den Respekt an anderen Meinungen! Sollten die anderen diesen Respekt nicht aufbringen, so haben sie auch keinen Respekt verdient!
Karamella (31.08.2007, 17:01 Uhr)
Immer wieder erstaunlich
und erschreckend, dass der Islam mit ein paar Idioten gleichgesetzt wird, die ihn dazu verunglimpfen Terrorakte zu begehen. Muslime selber empfinden dies als eine tiefe Schande. Der Koran lehrt, dass jeder andere Glaube respektiert wird. Die 3 grossen Weltreligionen gehen aus den verschiedenen Zweigen des Hauses Abraham hervor, somit sind alle Menschen und Religionen eine Familie und sie glauben alle an den selben Gott, nur hat er verschiedene Namen. Natürlich hab ich auch Angst vor Fanatikern, aber vor jedem Fanatiker, egal welcher Couleur. Ich habe 1 Monat in Kairo in einer Familie verbracht und habe dort nur freundliche, aufgeschlossene Menschen kennengelernt. Moslems lachen gerne, diskutieren gerne, alles was der Rest der Welt auch tut. Schade, dass man sich so die Augen und den Verstand von ein paar Idioten verkleben lässt. Einzig machen sie keine Witze über ihren Propheten, aber über Religion an sich schon, auch über den Imam. Der Prophet ist unantastbar, er geniesst den allerhöchsten Respekt, ehrfürchtigen Respekt. Und aus Ehrfurcht und Verehrung nennen sie ihre Söhne auch meist nach ihm. Und eine Märchenfigur war er nicht, genauso wenig wie Jesus. Gelebt haben beide. Wenn ich jemand den Finger ins Auge stecke und der sagt, dass es weh tut. Steck ich ihn dann wieder rein? Wenn ja, dann bin ich entweder saudumm oder provokativ, meist beides. Auch in der Meinungsfreiheit gibt es Grenzen, moralische und gesetzliche. In Spanien, z.B., findet gerade ein Prozess gegen einen Zeichner und dessen Herausgeber statt, sie hatten eine verunglimpfende Karrikatur des spanischen Prinzenpaares gedruckt. Die war wenigstens witzig, aber die Mohammed-Karrikaturen sind es nicht im entferntesten. Daher muss ich mich wirklich fragen, welche Intentionen dahinterstecken?
Rochac (31.08.2007, 16:23 Uhr)
Böhse Muslime
Es ist tragisch wie unsere Kulturen auf einander prallen und total unverträglich sind.Von uns wird Toleranz verlangt und von der anderen Seite werden wir als ungläubige beschimpft,unser Lebensstil ist unakzeptabel für die Mehrzahl der Muslime in Deutschland.Unser Land hat ein Problem das sich immer mehr verschärft.Können oder dürfen wir in unserer Heimat nicht mehr unsere Kultur leben ohne angefeindet zu werden ? Müssen wir uns Menschenhandel Zwangshochzeit Ehrenmorde und so vieles, das unser Gesetz eigendlich verbietet gefallen lassen.
Müssen wir ?
MotherFucker (31.08.2007, 15:18 Uhr)
@arex
.."Das ist eine völlig intolerante Religion, die aber von anderen Toleranz einfordert." .. da geb ich dir vollkommen recht
was das christentum angeht finde ich es lächerlich das heutige mit dem des mittelalters zu vergleichen.. mas muss sich immer vor augen halten, dass die greueltaten ALLEIN von menschen und ALLEIN aus profitgeilgeit oder machtbesessenheit begangen wurden.. mit religion hatte das garnichts zu tun
ARex (31.08.2007, 13:48 Uhr)
@MotherFucker
Ich muss schon um mein Leben bangen auch wenn es in hiesigen Breiten eher selten ist von jemanden dessen Muhezin ihm eingeredet hat er müsse sich in die Luft sprengen und dabei möglichst viele "Ungläubige" mitnehmen. Ja die Religionsgemeinschaften helfen auch anderen Menschen, aber ich denke es werden noch viel mehr im Namen von irgendwelchen Religionen getötet. Und das ist für mich das abstoßende an dieser Sache. Religionen haben aus meiner Sicht keine Nachsicht verdient. Und speziell in Richtung des Islam, ist man in Europa das das:"Menschen islamischen Glaubens sind" während man auf der anderen Seite von "Ungläubigen" redet. Das ist aus meiner Sicht der wichtigste Unterschied. Das ist eine völlig intolerante Religion, die aber von anderen Toleranz einfordert.
MotherFucker (31.08.2007, 11:32 Uhr)
moderne muslime
..lassen sich sowas natürlich auch nicht gefallen.. aber sie lassen kritik (wenn auch mit knirschenden zähnen zu).. klar.. dich würde es auch innerlich aufwühlen wenn ich etwas was du als richtig empfindest und dich danach richtest in frage stelle..
das beste beispiel war vor ca 3 wochen bei christiansen oder so zu sehen.. als ein islam-kritiker auf den vorsitzenden der moslems in deustchland traf.. beide häten sich am liebsten die köpe eingeschlagen..haben sich aber dazu durchgerungen zu kommunizieren.. (das haben die ihrer bildung zu verdanken)..
MotherFucker (31.08.2007, 11:28 Uhr)
Wissenschafts- und Erkenntnistheorie.???
lol.. es geht hier um glauben.. das ist der springende punkt..
es geht hier nicht um beweislast oder oser sonstige quellenangaben..(würd ich dir gerne raussuchen aber zwischendurch muss auch ich mal was arbeiten)..
es geht darum, dass die menschen kapieren sollten, dass man RESPEKT vor anderen haben MUSS wenn man in einer friedlichen gemeinschaft leben will.. denn das sist das A und O .. alles andere ist reinster bullshit.. und komm mir nicht mit irgendwelchem rhetorischen oder intellektuellen schwachsinn.. die regell mit dem respekt ist zeitlos und kennt keine grenzen..
ich weiss es ist utopie, aber so sollte es nunmal sein
Snark7 (31.08.2007, 11:20 Uhr)
@MotherFucker
Sorry Motherfucker, aber lies Dir bitte einmal Grundlagen an, insbesondere, warum die Beweislast bei denjenigem liegt, der die Existenz von etwas behauptet.
Ich empfehle dazu einfach mal ein bischen Grundlagenliteratur über Wissenschafts- und Erkenntnistheorie.
Aber selbstverständlich tun sie das. Jeder Muslim, der an die Wahriet des Qu'ran glaubt, glaubt auch, daß Ungläubige in die Hölle kommen. Und am laut kundtun herrscht nun wirklich kein Mangel.
Aha ? WO sind denn die modernen Muslime, die das tun und WO bitte gibt es eine entsprechende Koran-Exegese?
Ich bin ja mal auf Deine Quellen gespannt.
Leider sehe ich da keineswegs ein "Mißverständnisse ausräumen" und "in besseres Licht rücken", sondern vielmehr Vertuschung, haltlose Apologien und allgemein ein unehrliches Beschönigen, statt offener und ehrlicher Kritik.
Eine Meinung, die ich vor allem aus den Aussagen muslimischer und ex-muslimischer ECHTER Kritiker herleite. Wie eben z.B. Warraq et al.
Na, wie gesagt, ich bin dann mal auf ein paar Quellen zum Belegen Deiner Behauptungen gespannt.
MotherFucker (31.08.2007, 11:15 Uhr)
@arex
ohne die 'mittelalterlichen' moralvorstellungen 'irgendwelcher pfaffen' müsstest DU (ya.. grade DU) tagtäglich um dein leben bangen
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