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Afrikanische Union zieht zum 50. Jubiläum gemischte Bilanz

Die Afrikanische Union ist vielen Zielen näher gekommen. Aber zum runden Geburtstag gab es auch Selbstkritik. Manche Präsidenten machten keinen Hehl aus den Verfehlungen auf dem Kontinent.

  Die Afrikanische Union feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Die Afrikanische Union feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Ein 50-jähriges Jubiläum ist oft ein Grund für Lobeshymnen und Jubel. Statt den runden Geburtstag der Afrikanischen Union aber als Anlass zur Selbstbeweihräucherung zu nutzen, gingen die Staats- und Regierungschefs des Kontinents am Samstag äußerst kritisch mit sich selbst ins Gericht. "Der Teufelskreis der Armut ist noch immer nicht durchbrochen", warnte der äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalgn. Ohne Schönrederei wurden auch die vielerorts desaströse Infrastruktur, ungenügende Bildung, schlechte Krankenversorgung, Dürrekrisen und blutige Konflikte erwähnt - nichts wurde unter den Teppich gekehrt.

Dennoch war die Feier in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba auch ein historischer Moment. Alle sind sich einig, dass Afrika im Jahr 2013 vor allem auch ein aufstrebender Kontinent ist. Das wechselhafte Wetter zwischen strahlender Sonne und heftigem Regen schien fast wie eine Metapher für die helle und die dunkle Seite Afrikas.

Die Frage, die seit Monaten im gigantischen AU-Bau gestellt wird, ist vor allem die: Wie soll Afrika 2063 dastehen? Was sind die wichtigsten Ziele für die kommenden 50 Jahre, und wie können sie erreicht werden? "Frieden, Einheit und wirtschaftlicher Aufschwung", brachte es die malawische Präsidentin Joyce Banda auf den Punkt. "Aber wir müssen hart arbeiten, um dies zu erreichen, es gibt noch viel zu tun."

Szenenapplaus für die malawische Präsidentin Joyce Banda

Die beliebte Politikerin, die kürzlich ihre Präsidentenmaschine verkauft hatte, um Ressourcen für ihr bitterarmes Land zu mobilisieren, bekam immer wieder Szenenapplaus. Sie ist vor allem für die Frauen eine Vorreiterin und ein Modell, wenn es um das "neue" Afrika geht, von dem alle träumen. Ein Afrika, das sich auf seine Völker konzentriert und den Menschen in den Mittelpunkt stellt, statt unter einer diktatorischen Elite dahinzusiechen.

Banda fasste das in ihrer Rede vor Tausenden Delegierten und Hunderten Journalisten so zusammen: "Wir müssen die Menschen all unserer Nationen in die Entscheidungen miteinbeziehen, die wir für sie treffen." Tatsächlich soll sich jeder Afrikaner - ob aus Algerien oder Angola, aus Mauretanien oder Mosambik - auf Wunsch von AU-Chefin Nkosazana Dlamini-Zuma in die sogenannte "Agenda 2063" miteinbringen. Diese soll im kommenden Jahr verabschiedet werden und die Zukunftsvision für das nächste halbe Jahrhundert umreißen.

Bei aller Selbstkritik war es aber auch eine fröhliche Sitzung im prächtigen Plenarsaal. Ein Chor stimmte zu Beginn die feierliche Hymne der Afrikanischen Union an: "Lasst uns zusammenkommen und gemeinsam feiern." Der hoffnungsfrohe Text war dem Anlass wie auf den Leib geschnitten. Später schwenkten die meisten Afrikaner in ihren bunten Gewändern die Arme, als plötzlich ein Song des vor einem Vierteljahrhundert ermordeten Reggae-Stars Peter Tosh erklang.

Hauptziel der AU bleibt Freiheit

Die internationalen Gäste wie US-Außenminister John Kerry, UN-Chef Ban Ki Moon, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso oder der ehemalige italienische Ministerpräsident und derzeitige UN-Sondergesandte für die Sahel-Zone, Romano Prodi, hatten sichtlich ihren Spaß. Denn die Farben, die Musik, die ungebrochene Lebensfreude, auch das ist Afrika. 50 Jahre nach der Gründung der "Organisation für Afrikanische Einheit", aus der 2002 die AU hervorging, ist zumindest das Hauptziel der Gemeinschaft aus 54 Ländern lange erreicht: Frei wollte der Kontinent werden, und das Joch der Kolonialherrschaft und der Apartheid hinter sich lassen.

Jetzt gilt es für den Kontinent, gänzlich eigenständig zu werden und weder auf Spendengelder noch auf militärische Unterstützung der ehemaligen Kolonialmächte angewiesen zu sein. Das ist der neue Traum der AU. In einem Glückwunschschreiben von Bundesaußenminister Guido Westerwelle heißt es: "Wie keine andere Organisation steht die Afrikanische Union für den Anspruch, afrikanische Probleme in eigener afrikanischer Verantwortung zu lösen." Die Zeit scheint reif. "Aber wir müssen uns beeilen, um unsere große Chance nicht zu verpassen", betonte die liberianische Präsidentin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson-Sirleaf.

Carola Frentzen, DPA/DPA

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