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12. März 2008, 16:36 Uhr

Gouverneur Spitzer tritt zurück

Ein Saubermann schmiert ab: Der New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer hat sich einst mit Korruptionsbekämpfung einen Namen gemacht. Nun tritt er wegen seiner Verwicklung in einen Sexskandal zurück.

Soll für Edelprostituierte mehrere zehntausend Dollar bezahlt haben: New Yorks Gouverneur Eliot Spitzer© Timothy A. Clary/AFP

Der in eine Sexaffäre verwickelte New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer hat seinen Rücktritt angekündigt. Er gebe sein Amt am kommenden Montag auf, sagte Spitzer. Die "New York Times" hatte zuvor berichtet, der Politiker der Demokratischen Partei sei bei mehreren Telefonaten zur Anbahnung eines Treffens mit einer Edel-Prostituierten abgehört worden.

Mit seiner Entscheidung entspricht der Gouverneur einer Forderung der Bürger. In einer Umfrage sprach sich eine Mehrheit der Bewohner des Staates New York für seinen Rücktritt aus. Hätte er sich geweigert, wären laut der Umfrage 66 Prozent sogar für eine Amtsenthebung gewesen. Die oppositionellen Republikaner im Parlament des Staates New York hatten ihm ein solches Verfahren bereits angedroht. Spitzers Nachfolger wird wohl David Paterson, der damit erster schwarzer Gouverneurs New Yorks wird.

Aus Ermittlungskreisen verlautete, der 48-jährige Spitzer habe mehrere zehntausend Dollar für die Dienste von Edelprostituierten bezahlt. Er habe seine Verpflichtungen gegenüber seiner Familie verletzt, sagte der Familienvater auf einer Pressekonferenz mit seiner Ehefrau an seiner Seite.

Ruf als gnadenloser Ermittler

Im November 2006 war Spitzer mit dem Rekordwert von 69 Prozent zum Gouverneur des Staats New York gewählt worden. Inzwischen sanken die Zustimmungswerte zu seiner Amtsführung auf 30 Prozent. Spitzer war eine der treibenden Kräfte hinter der Suche nach einem Rettungsplan für die in Turbulenzen geratenen Anleiheversicherer MBIA und Ambac. In seinem früheren Amt als New Yorker Justizminister und Generalstaatsanwalt hatte er sich einen Ruf als gnadenloser Ermittler gegen Finanzfirmen erworben.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
heiner5362 (12.03.2008, 17:00 Uhr)
noch einer
und ronald schill kokst in brasilien hehehe
da sieht man wo in höheren kreisen der wind weht.
wer diesen schwakuffen vertraut und das fängt in der gemeinde an hat nicht alle tassen im schrank.
ambitionen dieser "volksvertreter" ???
MACHT ist gleich bargeld.
schampus und mädels abgerechnet auf kosten des hauses(steuerzahler).
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