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5. April 2007, 07:02 Uhr

Bedrohung durch Erwärmung

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird sich am 17. April zum ersten Mal in seiner Geschichte mit den globalen Bedrohungen durch den Klimawandel befassen. Inzwischen wird um jede Zeile des Weltklimaberichts gerungen.

In Sache Klimaschutz wandelt sich die Einstellung der US-Bevölkerung© Stefan Zaklin/DPA

Die Sitzung wird von der britischen Außenministerin Margaret Beckett geleitet, die auch die Außenminister der anderen 14 Mitgliedsstaaten dazu nach New York eingeladen hat. Großbritannien hat zurzeit den Vorsitz im Sicherheitsrat inne. Unterdessen kommen die Beratungen über den zweiten Teil des Weltklimaberichts, der am Freitag in Brüssel vorgestellt werden soll, offenbar nur langsam voran. Mehrere Delegierte sprachen vor der Sitzung des Weltklimarats (IPCC) am Donnerstag von zähen Verhandlungen über jede Zeile des Berichts. "Es geht langsam", sagte der schwedische Delegierte Mattias Lunblad. Dissens gab es über eine Formulierung der Einleitung, in der es im Entwurf heißt: "Viele Natursysteme auf allen Kontinenten und in einigen Ozeanen werden von regionalen Klimaveränderungen betroffen sein."

Bericht des Weltklimarates

Einige Delegationen forderten eine weniger eindeutige Aussage. Zur Klärung des Dissenses wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Auch Hans Verolme von der Naturschutzorganisation WWF sagte: "Wir haben bisher zu wenige Fortschritte erzielt." Seine Organisation bestehe darauf, dass der Bericht eine eindeutige Botschaft vermittle, die auch für Laien verständlich sei. Im Mittelpunkt des zweiten Teil des Berichts stehen die Auswirkungen der Erderwärmung auf Flora und Fauna. Der Anfang Februar in Paris vorgestellte erste Teil stellt die Verantwortung des Menschen für die Erderwärmung heraus. Der Weltklimarat wurde 1988 vom UN-Umweltprogramm und der Welt-Meteorologie-Organisation ins Leben gerufen. Das Dokument des Weltklimarats wird auch dem G-8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm an der Ostsee präsentiert. Die EU will dort die USA dazu drängen, sich ebenfalls auf verbindliche Grenzwerte bei der Emission von Treibhausgasen zu verpflichten.

AP

 
 
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