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16. November 2009, 09:18 Uhr

Obama trifft General von Birmas Militärjunta

US-Präsident Barack Obama hat erstmals persönlich einen ranghohen General von Birmas Militärjunta getroffen. Bei der Begegnung am Rande des Gipfeltreffens der Gemeinschaft südostasiatischer Nationen (Asean) am Sonntag in Singapur forderte Obama die Freilassung der unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

US-Präsident Barack Obama hat erstmals persönlich einen ranghohen General von Birmas Militärjunta getroffen. Bei der Begegnung am Rande des Gipfeltreffens der Gemeinschaft südostasiatischer Nationen (Asean) am Sonntag in Singapur forderte Obama die Freilassung der unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Der US-Präsident schüttelte zudem die Hand des birmesischen Ministerpräsidenten, Generalleutnant Thein Sein.

"Ich habe meine in Tokio vorgestellte Politik gegenüber Birma deutlich gemacht", sagte Obama anschließend. In der japanischen Hauptstadt hatte Obame am Samstag dem Regime in Birma bessere Beziehungen angeboten, wenn im Gegenzug demokratische Reformen eingeleitet und politische Gefangene freigelassen werden.

Thein Sein erklärte nach Angaben des Asean-Generalsekretärs Surin Pitsuwan, mit der neuen Politik der USA werde ein neues Kapitel in den Beziehungen aller Länder in der Region aufgeschlagen. Die Militärjunta des Landes hat für das kommende Jahr Wahlen angekündigt. Suu Kyi verbrachte von den vergangenen 20 Jahren 14 in Haft oder unter Hausarrest. Das Regime erlaubte ihre jedoch kürzlich, US-Diplomaten zu empfangen. Die Oppositionsführerin erklärte, sie hoffe, dass solche Kontakte zu demokratischen Reformen führten.

Seit der Gründung der Asean-Gemeinschaft zur Zeit des Vietnamkrieges war es das erste Mal, dass ein US-Präsident an einem Gipfeltreffen teilgenommen hat. Wegen des Streits um den Umgang mit Birma hatten die USA in den vergangenen Jahren ihr Engagement in der Region zurückgefahren. Der Westen hatte die südostasiatischen Länder wegen deren fruchtloser Birma-Politik scharf kritisiert. Experten zufolge nutzte vor allem China diese Lücke, um die wirtschaftlichen Beziehungen in der Region zu verstärken.

Reuters
 
 
 
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