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20. April 2009, 13:35 Uhr

Inhaftierte Piraten wieder frei

Sieben Stunden hatte die Verfolgung der Seeräuber bis zu ihrer Verhaftung gedauert – am Ende war alles umsonst. Die kanadische Regierung hat die festgenommenen Piraten vor der somalischen Küste wieder frei gelassen. Für Kanadas Ministerpräsidenten Stephen Harper eine verständliche Entscheidung.

Piraten, Somalia, Freilassung, Rechtfertigung, Kanada

Sieben Stunden lang hatte die Besatzung des Kriegsschiffes "Winnipeg" die Piraten verfolgt© REUTERS

"Dies waren angesichts der Umstände die angemessenen Maßnahmen." Mit diesen Worten hat Stephen Harper die Freilassung der sieben Seeräuber gerechtfertigt, die erst nach einer stundenlangen Verfolgungsjagd durch Kriegsschiffe der Nato verhaftet worden waren. Nach kanadischem Recht ist eine Strafverfolgung nur dann möglich, wenn die Straftat auf kanadischem Boden verübt wurde oder Kanadier betroffen sind. Das von den Piraten angegriffene Schiff "MV Front Ardenne" ist aber unter norwegischer Flagge gefahren.

Unterdessen gibt es gute Nachrichten von der "MV Sea Horse". Das Schiff, das am vergangenen Dienstag gekapert wurde, ist von den somalischen Piraten freigegeben worden. Das hat ein Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP) am Montag erklärt. Das Schiff war auf dem Weg nach Mumbai in Indien, wo es Nahrungsmittelhilfe des WFP für Somalia aufnehmen sollte. Bereits am Freitag hat es wieder das offene Meer erreicht, Gerüchte über eine angebliche Zahlung von 100.000 Dollar Lösegeld sind nicht bestätigt worden.

AP/DPA
 
 
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