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28. Mai 2011, 10:16 Uhr

EU setzt Griechenland unter Druck

Nachdem sich Regierung und Opposition nicht auf einen Sparkurs einigen konnten, setzt die EU Griechenland weiter unter Druck. Ministerpräsident Geiorgos Papandreou möchte nun das geforderte Austeritätskonzept.

Nach dem Scheitern des Krisengesprächs zwischen Regierung und Opposition in Griechenland hat die EU-Kommission Athen am Freitag auf die Dringlichkeit der Sparanstrengungen hingewiesen. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn erklärte, die Kommission bedauere, dass es den griechischen Parteichefs nicht gelungen sei, "sich auf eine wirtschaftliche Begradigung zur Überwindung der derzeitigen Schuldenkrise zu einigen". Es sei zu hoffen, dass weiter für eine überparteiliche Einigung zur Unterstützung des Sparprogramms von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) gerungen werde. Eine Einigung müsse bald erreicht werden. Die Zeit laufe davon.

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou erklärte am Abend in einer Ansprache im Fernsehen, er werde das von EU und IWF geforderte Austeritätsprogramm in Angriff nehmen. Die Regierung habe die Aufgabe, das hochverschuldete Land aus der Krise zu holen. "Diese Mission werden wir erfüllen - mit oder ohne Konsens", sagte er. Papandreou äußerte sich nach dem Krisentreffen unter Vorsitz von Staatschef Karolos Papoulias. Dabei erzielten die Chefs von vier links- und rechtsgerichteten Oppositionsparteien keine Einigung zur Unterstützung der rigiden Sparpolitik der sozialistischen Regierung.

mm/AFP
 
 
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