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25. September 2009, 08:38 Uhr

FBI nimmt zwei Terrorverdächtige fest

Die Autobombe war schon platziert, da schlug das FBI zu: In Dallas hat die Bundespolizei einen Jordanier festgenommen, der ein Terror-Attentat auf einen 60-stöckigen Wolkenkratzer geplant hatte. Der Mann gilt als Al-Kaida-Sympathisant und stand schon länger unter Beobachtung. Auch in einer anderen US-Stadt gab es Terror-Pläne.

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Hier sollte die Bombe explodieren: der 60-stöckige Fountain-Place-Wolkenkratzer in Dallas© Donna McWilliam/AP

Die US-Behörden haben zwei Terrorverdächtige festgenommen, die unabhängig voneinander versucht haben sollen, in den Bundesstaaten Texas und Illinois Sprengstoffanschläge zu verüben. Nach FBI-Angaben hatte ein 19 Jahre alter Jordanier am Donnerstag bereits eine vermeintliche Autobombe an einem 60-stöckigen Wolkenkratzer in Dallas in Position gebracht. Ein 29-Jähriger aus Illinois wollte den Angaben zufolge einen mit Sprengstoff beladenen Wagen vor einem Gerichtsgebäude in Springfield zur Explosion bringen. In beiden Fällen waren die Sprengsätze von FBI-Agenten präpariert worden und ungefährlich, hieß es. Beide Männer hätten seit geraumer Zeit unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden gestanden.

Wie das FBI und das US-Justizministerium mitteilten, war der am Donnerstag in Dallas festgenommene 19-jährige Hosam Maher Husein Smadi den Behörden aufgefallen, weil er den Wunsch geäußert habe, für das Terrornetz al Kaida von Osama bin Laden in den Heiligen Krieg zu ziehen. FBI-Agenten hätten sich ihm gegenüber als Al-Kaida-Mitglieder ausgegeben und seien von ihm über die Anschlagsplanungen informiert worden. Vor der Tat hätten FBI-Agenten sichergestellt, dass der selbst gebastelte Sprengsatz keine explosiven Stoffe enthalte.

Smadi, der sich illegal in den USA aufhalte, müsse sich nun wegen versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe verantworten. Im Falle eines Schuldspruchs droht ihm lebenslange Haft. Er sollte am Freitag erstmals einem Bundesrichter vorgeführt werden.

Terrorpläne auch in Springfield

Auch der US-Bürger Michael Finton, der bereits am Mittwoch in Illinois verhaftet wurde, hatte sich einem FBI-Agenten anvertraut, den er für ein Al-Kaida-Mitglied hielt, und ihn in seine Planungen eingeweiht. Der 29-Jährige, der sich auch Talib Islam nennt, wollte in Springfield ein Gerichtsgebäude, in dem auch US-Bundesbehörden untergebracht sind, in die Luft sprengen. Er wurde bereits am Donnerstag einem Richter vorgeführt. Er muss sich neben dem Versuch des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen auch wegen versuchten Mordes an Bundesbeamten verantworten.

Ebenfalls am Donnerstag wurde ein 24-jähriger Afghane vor einem Bundesgericht in New York wegen Verschwörung zu Terroranschlägen angeklagt. Najibullah Zazi war bereits am vergangenen Samstag in Denver (Bundesstaat Colorado) festgenommen worden. Die Polizei nahm dort auch seinen Vater und einen Bekannten in New York in Gewahrsam. Die drei sollen an den Planungen von Anschlägen auf öffentliche Verkehrsmittel beteiligt gewesen sein.

DPA
 
 
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