Der srilankische Präsident Mahinda Rajapaksa hat nach 25 Jahren Bürgerkrieg den Sieg der Regierungstruppen über die tamilischen Rebellen verkündet. Die Aufständischen seien militärisch besiegt, sagte der Präsident. Bereits zuvor hatte die Regierung in Colombo erklärt, der Krieg solle noch an diesem Wochenende beendet werden.

Die Tamilen-Rebellen im Norden Sri Lankas sind nach den Worten von Präsident Mahinda Rajapaksa militärisch geschlagen© Muhammad Hamed/Reuters
Der srilankische Präsident Mahinda Rajapaksa hat nach 25 Jahren Bürgerkrieg den Sieg der Regierungstruppen über die tamilischen Rebellen verkündet. Die Aufständischen seien militärisch besiegt, erklärte der Präsident. Bereits zuvor hatte die Regierung in Colombo erklärt, der Krieg solle noch an diesem Wochenende beendet werden.
Seiner Regierung sei es gelungen, mehr als 210.000 Zivilisten zu retten, die von der LTTE als menschliche Schutzschilde missbraucht worden seien, sagte der Präsident. Viele Menschen in der Welt hätten die LTTE für unbesiegbar gehalten. Die Niederlage der Rebellen, die einst rund ein Viertel der südasiatischen Insel kontrollierten, biete allen Sri Lankern eine neue Möglichkeit für Frieden und Entwicklung. "Bemühungen, die humanitäre Mission um eine politische Lösung zu ergänzen, sind bereits im Gange." Nach der Niederlage der LTTE in Sri Lanka müsse nun sichergestellt werden, dass die Rebellen ihre Bestrebungen nicht vom Ausland aus mit Tarnorganisationen weiter verfolgten. Die LTTE hat seit 1983 gewaltsam für einen eigenen Staat für die tamilische Minderheit gekämpft.
Am Samstagmorgen hatte das Verteidigungsministerium in Colombo mitgeteilt, die Armee habe den letzten Küstenstreifen unter Kontrolle der LTTE eingenommen und die verbleibenden Rebellen eingekesselt. Nach Angaben des Militärs hielten sich LTTE-Chef Velupillai Prabhakaran und weitere Rebellen-Anführer noch im Kampfgebiet auf. Unklar blieb am Abend, ob Prabhakaran getötet oder gefasst wurde. Das Staatsfernsehen berichtete aus dem Kampfgebiet über eine Serie von Explosionen unter anderem aus einem Bunker der LTTE-Führung. Ein Armeesprecher sagte, er könnte nicht bestätigen, dass die Führungsriege der Rebellen getötet worden sei.
Die Regierung warf der LTTE seit Monaten vor, Unbeteiligte in dem schrumpfenden Rebellengebiet festzuhalten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Die Rebellen kritisieren, die Armee beschieße die Gegend ohne Rücksicht auf Zivilisten. LTTE und Armee machten sich gegenseitig für den Tod von Hunderten Zivilisten bei Gefechten in den vergangenen Tagen verantwortlich.
Aus den Vereinten Nationen in Genf hieß es, nach "konservativen" Schätzungen seien bei den Kämpfen seit Ende Januar 7000 bis 8000 Zivilisten getötet worden. Die Regierung verweigerte unabhängigen Beobachtern den Zugang zum Kampfgebiet. Flüchtlinge, die sich aus dem Kampfgebiet retten konnten, sind in Flüchtlingscamps untergebracht, die Kritiker als Internierungslager bezeichnen.