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26. Mai 2010, 10:10 Uhr

Italien verabschiedet 24-Milliarden-Sparpaket

Italien setzt den Rotstift an: Um den Staatshaushalt zu sanieren, hat die Regierung ein Sparpaket mit einem Volumen von 24 Milliarden Euro verabschiedet. Ministerpräsident Silvio Berlusconi will vor allem im öffentlichen Dienst und bei der Bürokratie sparen.

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Zum Sparen verdammt: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi© Ettore Ferrari/EPA/DPA

Unter dem Druck einer schweren Schuldenlast hat die italienische Regierung ein umfangreiches Sparpaket beschlossen. Bis 2012 sollen die Staatsausgaben um 24 Milliarden Euro gekürzt werden. Außerdem soll die Steuerhinterziehung verstärkt bekämpft werden. Das am Dienstagabend beschlossene Paket muss noch vom Parlament gebilligt werden, wo heftige Debatten erwartet werden. Das Sparpaket sieht unter anderem vor, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst für drei Jahre eingefroren werden. Bei den Spitzenbesoldungen sind auch Kürzungen geplant.

Minister müssen auf Gehalt verzichten

Die Regierung hatte schon vorab "notwendige schwere Opfer" angekündigt. Medienberichten vom Mittwoch zufolge handelt es sich dabei unter anderem um ein sofortiges Einfrieren der Gehälter im öffentlichen Dienst bis Ende 2013. Auch Gehaltskürzungen für Minister und andere Spitzenverdiener im Staatsdienst seien vorgesehen.

Zudem sollen die Transferzahlungen an Regionen und Kommunen in den kommenden drei Jahren um 10 Milliarden Euro gekürzt werden. Dies dürfte sich auf lokaler Ebene schmerzhaft bei den öffentlichen Dienstleistungen bemerkbar machen. Auch Gebühren im Gesundheitssystem und auf den Stadtautobahnen könnten erhöht werden.

Bürokratie soll eingedämmt werden

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Eindämmung der Bürokratie. "Wir sind gezwungen, sehr schwerwiegende und schwierige Opfer zu bringen", sagte ein Regierungsberater der Nachrichtenagentur Ansa.

Italien gilt in der Euro-Währungskrise wegen seiner hohen Staatsverschuldung von 116 Prozent der Wirtschaftsleistung (2009) als angreifbar. Das Defizit blieb mit rund 5,3 Prozent - im Vergleich zu anderen Staaten - noch einigermaßen im Rahmen.

DPA/APD
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
also_ne... (26.05.2010, 15:07 Uhr)
@ Papayu
sie haben offensichtlich keine Ahnung, was die einzelnen Ministerien genau machen, bzw. welche Aufgabenbereiche denen unterliegen.
Aber zur Stammtisch-Polemik reichts ja.
"Arbeitsministerium: Ist doch keine Arbeit mehr da"
ganz klar, sofort auflösen. Sie glauben anscheinend auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten?
Papayu (26.05.2010, 11:44 Uhr)
Neue Toene aus Bella Italia.
Ist das eine "Ente?"Klingt fast so oder einer von Berluskonis Scherzen?? Ministergehaelter einfrieren, er aber nicht! Wenn er es wirklich ernst meint, waere es doch ein VORBILD
fuer unsere Regierung. Oben sparen, nicht unten kuerzen.
Nochmal, wofuer brauchen wir folgende
Ministerien:

Arbeitsministerium: Ist doch keine Arbeit mehr da
Familienministerium: gibt doch kaum noch Familien. Das Kinderkriegen ist viel zu teuer geworden. Kann sich kein Normalhaushalt mehr leisten.
Entwickelungsm... : Ist doch seit Jahren in die Hose gegangen. China bis vor kurzem
Gelder zur Entwicklung geben?????
Verteidigungsm. : Was wird da verteidigt?
Unser Heimat am Hindukusch???
Von Politikern sind viele saudumme Sprueche losgelassen worden.
1. Deutschl. wird am Hindukusch verteidigt.
2. Bluehende Landschaften usw.

MIR TUN AM MEISTEN DIE RENTNER LEID, DIE UEBERMORGEN IN RENTE GEHEN.
Es werden immer weniger Einzahler und vielleicht in 10 Jahren kommt auf jeden Einzahler ein Rentner. Vielleicht koennte man ja hier Patenschaften fuer arme Rentner einrichten.
Wuetend war ich, als ich hoerte das ein
"VORBESTRAFTER" sich 40 Millionen Euro ausbezahlen liess. Der hat doch nicht so viel eingezahlt!!!!!
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