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25. Januar 2011, 16:34 Uhr

Russland will abrüsten

Das politische Leben in Russland geht auch nach dem Anschlag von Moskau weiter: Das Unterhaus hat den Abrüstungsvertrag Start unterzeichnet. Damit ist das historische Abkommen mit den USA kurz vor der Ratifizierung.

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Abrüstungsbereit: Die russische Duma stimmte für das Start-Abkommen© Sergei Karpukhin/Reuters

Das russische Unterhaus hat am Dienstag das mit den USA geschlossene Start-Abkommen über die atomare Abrüstung ratifiziert. Die Abgeordneten der Duma stimmten mit 350 zu 96 Stimmen für den Vertrag, der eine Obergrenze von je 1550 einsatzbereiten Atomsprengköpfen auf beiden Seiten vorsieht. Die Kammer ratifizierte das Abkommen, nachdem zuvor eine von der Kommunistischen Partei beantragte Ablehnung zurückgewiesen worden war.

Am Mittwoch muss noch das russische Oberhaus, der Föderationsrat, zustimmen. Der US-Senat hat dem historischen Abkommen bereits seinen Segen gegeben.

Der Vertrag zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen (Start) gilt als wichtigste Vereinbarung zur nuklearen Abrüstung zwischen den beiden größten Atommächten seit 20 Jahren. Die Staatschefs der USA und Russlands, Barack Obama und Dmitri Medwedew, hatten das Abkommen im April 2010 unterzeichnet. Neben der Obergrenze von je 1550 einsatzbereiten Atomsprengköpfen auf beiden Seiten soll die Zahl der Trägersysteme - Raketen, U-Boote und Flugzeuge - auf jeweils 800 sinken. Zudem erlaubt der Vertrag die Wiederaufnahme der gegenseitigen Inspektionen der Atomarsenale, die Ende 2009 unterbrochen worden waren.

ben/AFP
 
 
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